Schraubendreher

Genau hinsehen – dann den Schraubendreher aber unbedingt auch anfassen! So lautet das Motto beim Kauf aller Handwerkzeuge. Denn egal, wie gut das Werkzeug auf die Aufgabenstellung hin entwickelt wurde: Nur ein genau in Ihre Hand passendes Handwerkzeug kann seine Möglichkeiten in der Praxis auch voll ausspielen. Wir zeigen Ihnen daher, wie Sie einen guten Schraubendreher erkennen.

Das meistgenutzte Handwerkzeug verdient mehr Wertschätzung, denn in so manchem Werkzeugkoffer finden sich abgenutzte und wenig handliche Schraubendreher. Die Folge: Mit schlechtem Drehwerkzeug lassen sich festsitzende Schrauben nicht (mehr) lösen. Und – noch schlimmer: Schraubenprofile werden durch verschlissene Klingen beschädigt und können dann nur noch wenig Drehmoment aufnehmen.

 

So erkenne ich einen guten Schraubendreher

Denn nur wenn die Kraft der betätigenden Hand – und darüber hinaus die des drehenden Arms – möglichst verlustfrei bis in die Klingenspitze übertragen wird, können hohe Eindrehmomente erzielt werden. Besondere Aufmerksamkeit verdienen dabei die beiden Schnittstellen auf dem Weg von der Hand zur Schraube: der Griff und die Klinge.

Der Griffkörper

Wie erkenne ich einen guten Schraubendreher?

Um möglichst hohe Drehmomente übertragen zu können, sollte der Griff gut im Handballen liegen. Unterstützende Konturen verbessern den Grip, Kanten können beim Zupacken schmerzen. Ballige Griffe sind in der Regel besser greifbar als schmale oder eckige Ausführungen. Zweikomponentige Kunststoffgriffe sind mit härteren und weicheren Bereichen optimiert. Ein vorn schmal zulaufender Griffbereich („Schnelldrehzone“) ermöglicht ein Drehen mit den Fingerspitzen. Eine Aufhängung ist übrigens immer praktisch für die Lagerung des Schraubendrehers. Achten Sie jedoch darauf, dass auch sie beim Zugreifen nicht stört.

Die Spitze

Auf die Passung kommt es an! Sofern Sie die richtige Größe gewählt haben, sollte die Spitze gut in die entsprechende Schraube passen, sodass Sie diese problemlos und ohne abzurutschen rausdrehen können. Um eine gute Passung zu ermöglichen, sollte die Spitze daher auf keinen Fall verchromt sein oder gar deutliche Riefen aufweisen. Je weicher zudem das Material ist, desto eher nutzt es sich ab. Erkennbar ist eine gehärtete Spitze in der Regel an der grauen oder schwarzen Färbung.

Werkzeug
 

Schraubendreher-Test

Schraubendreher sind viel benutzte aber wenig beachtete Werkzeuge – zu unrecht

Der Schaft

Den Griffkörper halten Sie in der Hand, mit der Spitze wird die Schraube rausgedreht, wieso kommt es also auf den Schaft an, der scheinbar nur die Aufgabe hat, Spitze und Griff zu verbinden? Auf sonderlich viel müssen Sie beim Schaft in der Tat nicht achten, er sollte allerdings nie dicker sein als die Spitze. So können auch versenkte Schrauben ohne Probleme erreicht werden.

Die Kennzeichnung

Während eine gute Kennzeichnung nicht automatisch eine Garantie für gute Qualität ist, deutet eine mangelnde Kennzeichnung meist ebenfalls auf einen mangelhaften Schraubendreher hin. Mindestens der Name des Herstellers gehört auf jedes Werkzeug. Auch Klingentyp und -größe sollte immer angegeben sein. Einige Hersteller benutzen zudem einen Farbcode, hier gibt die Kennfarbe die Klingenart an.

Fotos: sidm / Archiv

Quelle: selbst ist der Mann 4 / 2013

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