Rosen pflanzen

Rosen pflanzen ist nicht schwer, wenn Sie einige grundlegende Regeln beachten. Wichtig ist neben dem Wie auch das Wo und Wann! Wir geben Tipps, wie Sie Rosen pflanzen und Ihren Garten in ein duftendes Blumenmeer verwandeln.

Rosen pflanzen
Inhalt
  1. Rosen pflanzen: Boden, Standort & Zeitpunkt
  2. Wurzelnackte Rosen pflanzen
  3. Ballenware: Rosen pflanzen
  4. Rosen richtig düngen bei Neupflanzung
  5. Rosen haben Stacheln

Wann Sie Rosen pflanzen hängt davon ab, wie Sie die Rosenstöcke kaufen: Wurzelnackte Rosen sollten zwischen Oktober und April gepflanzt werden, Ballenware kann von Oktober bis Juni ausgepflanzt werden.

 

Rosen pflanzen: Boden, Standort & Zeitpunkt

Rosen sind Tiefwurzler und mögen keine Staunässe. Ein lockerer, lehmig-sandiger Boden ist also die beste Voraussetzung für ein üppiges Wachstum Ihrer Rosen. Der Boden sollte einen pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5 aufweisen und humusreich sein. Ein sonniger, luftiger Standort ist ideal, zum Rosen pflanzen. Extreme (stehende Hitze, Zugluft, ausgedörrte Böden, ...) mögen gerade veredelte großblättrige Rosen gar nicht!

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Wurzelnackte Rosen pflanzen

Wurzelnackte Rosen können Sie bei Baumschulen kaufen. Dort werden die Rosen im Herbst frisch vom Feld geerntet und verkauft. Dann können Sie die wurzelnackten Rosen auch direkt in Ihren Garten pflanzen. So erhalten Sie am Anfang der nächsten Gartensaison blühende Rosen. Worauf Sie achten sollten, wenn Sie wurzelnackte Rosen pflanzen, verraten wir hier.

Wurzelnackte Rosen wachsen erfahrungsgemäß besser an als Ballenware. Damit beim Rosen pflanzen nichts schief geht, folgen Sie einfach dieser Anleitung:

  • Rosen vor dem Einpflanzen etwa drei Stunden in einem Eimer wässern.
  • Vor dem Pflanzen müssen die Wurzeln gekürzt werden: dicke Wurzeln um ein Drittel, feine Wurzeln um die Hälfte.
  • Auch die Zweige brauchen einen Rückschnitt. Etwa 25 cm sollten die Zweige nach dem Rosenschnitt noch messen.
  • Pflanzloch ausheben: Sparen Sie hier nicht an Arbeit! Das Pflanzloch sollte ausreichend breit und tief sein (mindestens eine Hand breit Abstand zu allen Seiten vom Wurzelgeflecht).
  • Bei hartem Boden sollten Sie auch die Sohle des Pflanzlochs mit der Grabegabel auflockern, damit Gießwasser abfließen und die Rose tief wurzeln kann.
  • Pflanzloch mit Start-Dünger für Rosen auskleiden.
  • Rose ins Pflanzloch setzen. Bei veredelten Rosen sollte die Veredelungsstelle 5 cm unter der Erdoberfläche liegen.
  • Erde zugeben. Achtung: Es dürfen sich keine Hohlräume zwischen den Wurzeln bilden.
  • Erde gut antreten und Rose üppig wässern / einschlämmen. Das sorgt für einen optimalen Bodenschluss und ausreichend Wasser zum Anwachsen.
  • Abschließend wird der Rosenstock etwa 15-20 hoch angehäufelt (mit Gartenerde, Rindenmulch, etc.), um die Rose vor Wind, Sonne und Frost zu schützen.
  • Das Abhäufeln erfolgt bei Herbstpflanzungen Ende April (nach den Frösten), bei frisch gepflanzen Rosen etwa nach acht Wochen, jedoch nicht ehe die Neutriebe eine Länge von 10 cm erreicht haben.

Damit die wurzelnackten Rosen kräftige Wurzeln bilden und früh blühen, sollten Sie die wurzelnackten Pflanzen zwischen Oktober und Dezember einpflanzen. Doch bevor Sie die Rosen pflanzen, müssen Sie sie vorbereiten.

Vorbereitung von wurzelnackten Rosen

Bevor Sie einfach drauf loslegen und die wurzelnackten Rosen einpflanzen, sollten die Rosen ein Wasserbad bekommen. Dafür füllen Sie einfach einen Eimer mit Wasser und lassen die Wurzeln 12-24 Stunden darin stehen. Währenddessen können Sie schon das Pflanzloch vorbereiten. Lockern Sie die Erde etwas auf und graben Sie ein tiefes Loch.

Pflanzung der wurzelnackten Rosen

Wenn die Rosen aus ihrem Wasserbad kommen, schneiden Sie die Rose, so dass sie etwa 20 cm lang ist (inkl. Triebe).
Praxistipp: Auch die Wurzeln können leicht angeschnitten werden.
Dann kommen die wurzelnackten Rosen an die vorbereitete Stelle. Überprüfen Sie, dass das Pflanzloch groß genug ist. Die Wurzeln der Rose sollten hineinpassen ohne gebogen zu werden. Wichtig ist außerdem, dass das Pflanzloch tief genug ist. Denn die Veredelungsstelle (erkennen Sie an der Verdickung im unteren Bereich der Pflanze) sollte 5-10 cm in der Erde eingegraben werden. Sie können die wurzelnackten Rosen soweit einpflanzen, bis nur noch die Triebspitzen zu sehen sind.
Praxistipp: Damit die Rosen vor Frost geschützt sind, können Sie die Erde auch soweit anhäufen, bis die Pflanze komplett überdeckt ist.

Wurzelnackte Rosen pflegen

Frisch gepflanzte wurzelnackte Rosen sollten nicht mit Volldünger gedüngt werden. Der Dünger schadet der Pflanze beim Anwachsen. Deswegen sollten Sie die Erde lediglich mit etwas Kompost oder Mist anreichern. Diese Düngung sollte frühestens im Frühjahr erfolgen. Wenn Sie dann immer darauf achten, dass der Boden feucht ist, steht einem blütenreichen Rosengarten nichts mehr im Wege.

 

Ballenware: Rosen pflanzen

Auch das Pflanzen von Rosen mit Ballen folgt im wesentlichen den zuvor beschriebenen Arbeitsschritten:

  • Wurzelballen auflockern und Rosen wässern.
  • Pflanzloch ausheben und mit Start-Dünger für Rosen auskleiden.
  • Rose ins Pflanzloch setzen. Bei veredelten Rosen sollte die Veredelungsstelle 5 cm unter der Erdoberfläche liegen.
  • Erde gut antreten und Rose üppig wässern.
  • Abschließend wird der Rosenstock etwa 15-20 hoch angehäufelt.
  • Abhäufeln wie bei wurzelnakten Pflanzungen auch.
 

Rosen richtig düngen bei Neupflanzung

Rosen düngen ist erforderlich, wenn der Boden nicht ausreichend Nährstoffe für ein gesundes und blütenreiches Wachstum Ihrer Rosen mitbringt. Dabei sollten Sie immer zwischen der Düngung beim Rosen pflanzen und der Zwischendüngung unterscheiden. Greifen Sie am Besten ausschließlich zu organischem Dünger – gerade bei wurzelnakten Rosen verbrennt mineralischer Dünger leicht das ungeschützte Wurzelgeflecht. Dazu eignet sich frischer Kompost, Hornspäne oder abgelagerter (Pferde-)Mist. Kleiden Sie mit diesem Gemisch die Pflanzmulde aus und füllen die Kuhle mit Blumenerde auf.

Wann düngen? In der Wachstumsphase können angewachsene Rosen dann auch mit mineralischem Kunstdünger oder Depotdünger versorgt werden. Oft führt hierbei die Düngergabe aber zu stark erhöhtem Wachstum, was die Wuchsform der Rose z.T. ungünstig beeinflussten kann und das Bilden von Wildtrieben begünstigt.

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Der Rückschnitt hält die Rose blühfähig, regt das Wachstum an und schafft Platz für Jungtriebe

 

Rosen haben Stacheln

Wir müssen einen Irrglauben aufklären: Es gibt einen großen Unterschied zwischen Dornen und Stacheln, aber Rosen haben keine Dornen, sondern tatsächlich Stacheln. Und Kakteen haben keine Stacheln, sondern Dornen. Worin besteht der Unterschied? Stacheln sind Ausstülpungen der Rinde, die sich sehr leicht entfernen lassen, ohne dass der Pflanze Schaden zugefügt wird. Bei Rosen kann man die spitzen Enden einfach abknipsen, der Stiel darunter bleibt unversehrt. Grundsätzlich dienen Sie als Verteidigung gegen Fressfeinde und laufen spitz zu.

Dornen hingegen wachsen aus der Pflanze heraus und sind fest mit dieser verbunden. Wenn man sie entfernt, schädigt man die Pflanze. Dornen zeichnen sich dadurch aus, dass sie aus Blättern, Sprossachsen oder Wurzeln umgeformt werden. Sie können im Gegensatz zu Stacheln Wasser und Stoffe in der Pflanze transportieren. Gedacht sind sie ebenfalls als Abwehrmechanismus gegen Fressfeinde, dienen aber auch als Werkzeug für Kletterpflanzen. Zudem sind Dornen meist an den Pflanzen zu finden, die im Laufe ihrer Entwicklung für lange Zeit in trockenen Regionen zu finden waren.

Fotos: PdM / colour-your-life.de

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