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Pilz des Jahres Die Gewöhnliche Stinkmorchel ist Pilz des Jahres 2020

Seit 1994 wählt die Deutsche Gesellschaft für Mykologie alljährlich den „Pilz des Jahres“. Die präsentierte Art soll stellvertretend für alle Pilze den Blick der Öffentlichkeit auf die wichtige Bedeutung der Pilze für unser Ökosystem richten.

Mit der Wahl zum Pilz des Jahres will die Deutsche Gesellschaft für Mykologie zeigen, "wie wichtig gerade die Pilze im Ökosystem sind und welch grundlegende Bedeutung der Erforschung der Pilze, der Mykologie, für den Menschen zukommt".  Artenvielfalt und Biodiversität sind dabei die Leitgedanken, denen die Wissenschaftler folgen.

Der erste "Pilz des Jahres" war die Eichenrotkappe – dabei ist der beliebte Speisepilz (auch Laubwald-Rotkappe oder Eichen-Raufuß genannt) nur einer von geschätzten eineinhalb Millionen lebenden Pilz-Arten! Interessant: Nur etwa 180 Pilzarten können beim Menschen Krankheiten hervorrufen.

 

Auswahl-Kriterien für den Pilz des Jahres sind unter anderem das Maß der Gefährdung der Art oder ihres Lebensraumes und die Bedeutung des Organismus für den Menschen. Meist werden sehr auffällige Arten gewählt, damit auch für den mykologischen Laien die Wiedererkennung gewährleistet ist. Bisher wurden nur Pilze gekürt, deren Mycel einen auffälligen Fruchtkörper ausbildet. Weniger sichtbare Pilze wie Schimmel, Bierhefe oder Bläuepilze waren noch nicht "Pilz des Jahres".

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