NPK-Dünger

NPK-Dünger ist ein Oberbegriff für sowohl chemische als auch natürliche Mehrnährstoffdünger. Er erhielt seinen Namen durch die in ihm enthaltenen Nährstoffe Natrium, Phosphat und Kalium. Die chemische Variante ist im Handel häufig unter dem Namen Blaukorn erhältlich.

NPK-Dünger wird im Beet verteilt
Foto: Singkham / Shutterstock
NPK-Dünger kaufen:

Chemische NPK-Dünger bieten gegenüber natürlichen Düngern zahlreiche Vorteile, belasten im Gegenzug aber häufig die Umwelt. Dabei kommt es darauf an, welches NPK-Düngemittel Sie verwenden, denn die chemische Zusammensetzung – und somit auch die Belastung für Boden und Umwelt – unterscheidet sich je nach Produkt stark. Wir erklären, wie NPK-Dünger zusammengesetzt sind, welche Sorte im eigenen Garten am bekömmlichsten ist und wie Sie Blaukorn-Dünger korrekt und sicher anwenden.

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NPK-Dünger: Zusammensetzung

NPK-Dünger kam ursprünglich im Jahr 1927 unter dem Namen Nitrophoska auf dem Markt. Beide Namen entstammen den hauptsächlich im Dünger enthaltenen Nährstoffen Nitrat, Phosphat und Kalium, zusätzlich enthalten sind Magnesium und Schwefel. Die Zahlen, die auf dem Dünger angegeben sind, stehen für die spezielle Zusammensetzung des NPK-Düngers. 15+5+20+2+8 steht beispielsweise für die ursprüngliche Mischung von Nitrophoska: 15 % Nitratstickstoff, 5 % Phosphat, 20 % Kalium, 2 % Magnesium und 8 % Schwefel. Als Nitrophoska special ist zudem eine Mischung von 12+12+17+2+8 erhältlich.

Als Hobbygärtner sollten Sie auf das Produkt NovaTec zurückgreifen, im Profibereich auch als Entec bekannt. Die Mischung sieht klassischerweise wie folgt aus: 14+7+17+2+10. Einige NovaTec-Mischungen können jedoch geringfügig hiervon abweichen. Wichtig ist, dass der Phosphatanteil deutlich geringer ausfällt, da Phosphat in Gärten und Beeten bereits genügend vorhanden ist. Zudem ist der Stickstoff nicht nur als Nitrat enthalten, sondern auch als Ammonium, wodurch überschüssige Nährstoffe nicht so leicht weggeschwemmt werden können. Das macht diese Variante des NPK-Düngers umweltverträglicher und somit empfehlenswerter für Hobbygärtner.

Anwendung von organischem NPK-Dünger von Neudorff im Beet
Organischer NPK-Dünger (7-3-6) von Neudorff. Foto: Hersteller / Neudorff

Praxistipp: Neben rein mineralischem NPK-Dünger gibt es auch organische Varianten oder Mischformen. Die Nährstoffe sind in diesen Produkten schwächer konzentriert und wirken entsprechend langsamer, halten sich dafür aber wesentlich länger. Die folgenden Vor- und Nachteile beziehen sich demnach vornehmlich auf rein mineralischen NPK-Dünger.

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NPK-Dünger: Vor- und Nachteile

NPK-Dünger ist vor allem beliebt, da er gleich mehrere Nährstoffe enthält. So werden die Pflanzen in Punkto Wachstum, Photosynthese, Krankheits- und Witterungsresistenz, Energiehaushalt und vieles mehr rundum versorgt. Das bringt einige Vorteile, aber auch zahlreiche Nachteile mit sich:

Vorteile von NPK-Dünger

  • Einer für alles: Ein Mehrnährstoffdünger hat nicht nur den Vorteil, dass die Pflanzen komplett versorgt werden, sondern auch dass man selber nur einmal düngen muss, bevor man mindestens einen Monat seine Ruhe hat.
  • Schnelligkeit: NPK-Dünger wird schnell von den Pflanzen aufgenommen und kann daher auch akut kränkelnde Pflanzen noch retten.
  • Günstig: Im Gegensatz zu organischem Dünger ist Blaukorn-Dünger unschlagbar günstig. Je nach Sorte kostet er zwischen einem und vier Euro das Kilo.

Nachteile von NPK-Dünger

  • Umweltbelastung: Stickstoff belastet nicht nur die Umwelt und das Grundwasser, sondern auch die Bodenlebewesen, die für einen gesunden Boden wichtig sind.
  • Fruchtbarkeit nimmt ab: Aufgrund der hohen Belastung nimmt die Fruchtbarkeit der Pflanzen auf Dauer ab. Die Erträge steigen kurzzeitig an, nur um langfristig zu sinken.
  • Einseitiges Wachstum: Nicht jede Pflanze reagiert positiv auf den Nährstoff-Cocktail. Einige Exemplare schießen in die Höhe, vernachlässigen dabei aber komplett das Wachstum von Blättern und Blüten.

Um die Vorteile voll und ganz nutzen zu können und die Nachteile möglichst gering zu halten, kommt es auf die korrekte Anwendung von NPK-Dünger an. Eine genaue Anleitung haben wir Ihnen daher in folgendem Artikel zusammengestellt:

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