Nachhaltigkeit Nachhaltig leben: Ideen für mehr Nachhaltigkeit im Alltag

Nachhaltigkeit ist in aller Munde: Politik und Wirtschaft reden viel von nachhaltigem Wachstum, nachhaltiger Entwicklung, nachhaltiger Produktion. Doch wie nachhaltig leben wir eigentlich unseren Alltag? Unser Tipp: Einfach loslegen und klein anfangen! Diese Ideen für mehr Nachhaltigkeit im Alltag machen den Einstieg leicht ...

Nachhaltigkeit
Foto: iStock / Nastco
Inhalt
  1. Was ist Nachhaltigkeit?
  2. Nachhaltig leben: Tipps für den Alltag
  3. Nachhaltiger Konsum & nachhaltige Produkte
  4. Nachhaltigkeit am Bau

Nachhaltigkeit ist ein großes Wort. Viele glauben, dass man wirklich nachhaltiges Wirtschaften sowieso nicht erreichen kann – und tun stattdessen leider gar nichts. Dabei werden schon kleinste Änderungen in unserem alltäglichen Verhalten wirksam, um der Welt langfristig eine bessere Zukung, ein "Better tomorrow", zu ermöglichen. Wir haben uns überlegt, was sich jeder zum Beispiel nehmen kann, um nachhaltiger zu leben. Sie werden überrascht sein, wie einfach es sein kann und wie viele Lebensbereiche durch mehr Nachhaltigkeit verbessert werden können.

 

Was ist Nachhaltigkeit?

Die Begriffe Nachhaltigkeit oder nachhaltig (auf englisch sustainability / sustainable) werden umgangssprachlich meist mit einem starken Fokus auf die Themen Umweltschutz, Klimaschutz und Tierschutz verwendet. Nachhaltiges Handeln ist auch immer umweltfreundliches Handeln, aber Nachhaltigkeit ist laut Definition auf viel mehr Lebensbereiche anwendbar als "nur" auf den Kampf gegen den Klimawandel!

Drei Säulen der Nachhaltigkeit

Es gibt drei Dimensionen der Nachhaltigkeit, die sogenannten drei Säulen der Nachhaltigkeit: Ökologie, Ökonomie und Soziales. Dem Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit liegt das Konzept zugrunde, dass globale Entwicklung nachhaltig nur möglich ist, wenn bei jedem Handeln die umweltbezogenen, wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen gleichzeitig und gleichberechtigt berücksichtigt werden. Das Dreieck der Nachhaltigkeit soll eine nachhaltige Entwicklung der Wirtschaft wie der Gesellschaft ermöglichen und gleichzeitig die natürlichen Ressourcen und das Klima schonen, so die verbreiteteste Definition des Begriffs.

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Nachhaltig leben: Tipps für den Alltag

Der häufigste Einwand gegen mehr Nachhaltigkeit im Alltag ist: "Ich kann doch ohnehin nichts bewirken." Falsch! Im Prinzip kann der Einzelne nicht die Plastikteppiche im Meer ungeschehen machen oder konkret die Brandrodung der Amazonas-Urwälder stoppen. Aber durch bewusstes Handeln kann man seinen Beitrag zu einer besseren Zukunft für die nachfolgenden Generationen leisten – und das meist ohne Verzicht im Hier und Heute!

Ein simples Beispiel: Die Zigarettenkippe achtlos auf den Boden werfen, ist ohnehin schon rücksichtslos und kein sozial gewünschtes Verhalten. Hinzu kommt noch, dass schon ein einziger weggeworfener Zigarettenstummel etwa 40 Liter Grundwasser vergiftet, mahnt der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). Also, wenn es für einen nachhaltigeren Lebensstil schon genügt, den Zigarettenfilter im nächsten Mülleimer zu entsorgen anstatt ihn rücksichtlos auf den Boden fallen zu lassen, dann kann wirklich jeder Mehr Nachhaltigkeit in seinen Alltag integrieren. Hier finden Sie weitere gute Beispiele:

Alltags-Tipps, um in Zukunft nachhaltiger zu leben:

Selbst beim Discounter sind die Schlangengurken heute nicht mehr in Folie geschweißt – weil immer mehr Verbraucher diesen Plastikmüll nicht mehr kaufen wollten. So beginnt Nachhaltigkeit im Kleinen – so kann jeder von uns den entscheidenen Anstoß geben!

  • Das Ziel hinter #zerowaste, also "null Abfall", ist groß und übermächtig. Aber Müll, der später nicht im Meer schwimmen soll (und eher früher als später als Mikroplastik in Speisefischen auf unserem Teller landet), sollte erst gar nicht angehäuft werden. Und Müll vermeiden kann wirklich jeder! Man muss nicht ausschließlich in sogenannten Unverpackt-Läden einkaufen, schon auf dem normalen Wochenmarkt kann man leicht viel Umverpackung sparen. Omas Einkaufsnetz oder der Jutebeutel sind nur ein Beispiel, um unverpacktes Obst und Gemüse nach Hause zu tragen.
    nachhaltig einkaufen
    Foto: iStock / SolStock
  • Auch bei der Aufbewahrung zuhause kann man auf Plastik weitestgehend verzichten. Klar, die wiederverschließbare Tupperdose leistet gute Dienste und wird unzählige Male benutzt. Ein Pluspunkt. Klassische Weckgläser oder alte Marmeladengläser eignen sich auch bestens zur plastikfreien Aufbewahrung. Praxistipp: Zum Abdecken von Speisen, Tellern oder Bechern eignen sich statt Frischhaltefolie selbst gemachte Bienenwachstücher bestens!
  • Je weniger vor-verarbeitete Lebensmittel man kauft, desto weniger Müll fällt zuhause an. Doch der Abfall, der sich dennoch ansammelt, ist nicht einfach Müll. Im Mülleimer stecken viele wiederverwertbare Rohstoffe. Ein Recycling des Abfalls ist aber nur möglich, wenn man den Müll richtig trennt. Darin gelten wir Deutschen als Weltmeister: Mülltrennen können wir! Altglas wandert in den Container, Papier & Pappe ebenso, Plastik- und Verpackungsmüll mit dem grünen Punkt wandert in die gelbe Tonne und wird dem Recycling zugeführt, zum Beispiel werden aus Plastikabfall bereits neue Sanitär-Rohre aus recycletem Kunststoff gegossen! Auch wenn die deutsche Recyclingquote noch nicht so gut ist, wie man sich als Ziel gesetzt hat, der Anfang ist gemacht.
  • Sortieren ist gut, anfallende Abfälle selbst zu verwerten ist noch besser: Bio-Abfall aus der Küche (von Kartoffelschalen bis zu verwelkten Schnittblumen) wandert vielerorts auf den eigenen Komposthaufen oder wird in einer Biotonne separat vom normalen Hausmüll gesammelt. Es gibt noch mehr Möglichkeiten, organische Haushaltsabfälle zu verwerten, hätten Sie's gewusst?
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    Stopp! Ehe Sie typische Küchenabfälle wie Gemüseschalen, Pflanzenreste, Teebeutel oder abgestandenes Mineralwasser wegwerfen, sollten Sie diesen...

  • Werden Sie Selbstversorger! Das eigene Gemüse selbst anbauen macht nicht nur Spaß, sondern es sensibilisiert auch für den Wert unserer Lebensmittel – und es schmeckt einfach besser! Die Tomaten frisch vom eigenen Strauch zu ernten, vemeidet lange Transportwege (und auch Plastikverpackungen!). Die Tomaten, die bis zur Ernte am Strauch reifen, sind zudem gesünder und aromatischer als Supermarktware.
    Praxistipp: Selbst auf dem Balkon kann man sein eigenes Gemüse züchten!
  • Wer sich zunächst noch scheut, sein eigenes Balkongemüse anzubauen, kann es vielleicht mit dem Regrow-Trend ausprobieren. Dabei zieht man aus Gemüse-Abfällen neues, frisches Gemüse. Die Strunkabschnitte von Salaten, Frühlingszwiebeln oder Staudensellerie liefern schnell Erfolge! Auch keimender Ingwer lässt sich mit der Regrow-Methode leicht selbst vermehren!
  • Ansonsten hilft regional und saisonal einzukaufen, um mehr Nachhaltigkeit in seinen Alltag zu bringen: Man unterstützt damit auch die ortsansässigen Landwirte und die Lebensmittel sind nahrhaft. Besser frische Kartoffeln vom Bauern aus der Nachbarschaft als Bio-Erdäpfel, die einmal um die halbe Welt geschifft wurden!
  • Apropos Verkehr, weniger Auto fahren, mehr Rad fahren oder zu Fuß gehen und die Öffis nutzen, wo es möglich ist. Ja, ja, nicht jeder kann bzw. will komplett aufs Auto verzichten, aber die kurze Strecke zum Supermarkt – um noch schnell den Becher Sahne, den man beim Wochengroßeinkauf vergessen hat, zu kaufen – kann man leicht ohne Auto zurücklegen.

Garten nachhaltig bewirtschaften

Wer einen Garten hat, kann auch dort viel tun, um mehr Nachhaltigkeit im Alltag zu leben: Die Umwelt schonen kann so leicht sein!

Nachhaltigkeit im garten
Foto: iStock / swissmediavision

Um die Biodiversität und die Artenvielfalt im eigenen Garten zu fördern, braucht es nicht viel:

  • Legen Sie Blühstreifen mit Nektarpflanzen an. Am ruhigen Rand des Gartens werden diese Bienentrachtstreifen schnell von vielen Wildbienenarten, anderen nützlichen Insekten und Schmetterlingen besucht.
  • Lassen Sie eine Ecke des Gartens unberührt – wenn der Platz es zulässt: Totholzhecken oder aufgehäufter Baumschnitt bieten Echsen, Kröten und auch Igeln Unterschlupf.
    Praxistipp: Eine Trockensteinmauer ist ein guter Kompromiss zwischen ökologischen und gestalterischen Ansprüchen!: Die Mauer gestaltet den Garten und bietet in den Ritzen vielen Kleinstlebewesen Schutz.
  • Mit Insektenhotels, Hummelkästen und Vogeltränken unterstützen Sie zudem heimische Tierarten, die es sonst in unseren sterilen Städten schwer haben.
  • Mit einem Feuchtbiotop oder Gartenteich verbessern Sie ebenfalls den Nachhaltigkeits-Wert Ihres Gartens.
  • Der klassische Komposthaufen sollte in keinem nachhaltigen Garten fehlen – aber das ist für Hobby-Gärtner ja ohnehin selbstverständlich!
  • Last but not least: Verzichten Sie auf Chemie im Garten! Unkrautvernichter & Co. versprechen schnelle Hilfe, schaden benachbarten Pflanzen, Bodenorganismen und dem Grundwasser aber meist andauernd. Zur Schädlingsbekämpfung gibt es viele alternative, nachhalitge Methoden. Auch selbst hergestellte Jauchen verbessern den biologischen Pflanzenschutz und machen den Einsatz von chemischen Mitteln unnötig.

Nachhaltigkeit wird immer wichtiger. Auch im Garten kann man umweltfreundlich arbeiten. Das Video zeigt vier einfache Tipps, die jeder im eigenen garten umsetzen kann:

 

Auch wir haben etwas verändert: Auf dem Dach unseres Verlagshauses stehen nun Bienenkästen, in die zwei Bienenvölker eingezogen sind. Die Honigbienen werden von Imkern betreut und holen etwas Natur zurück in die Stadt. Die ganze Geschichte hinter den Bienenvölker@Bauer:

 

Nachhaltiger Konsum & nachhaltige Produkte

Weil wir nunmal nur einen Bruchteil von dem selbst herstellen, was wir konsumieren, ist die Frage nach nachhaltigem Konsum besonders drängend. Hier zu einem Umdenken zu kommen und gewohnte Verhaltensmuster zu hinterfragen, ist einer der größten und wirkmächtigsten Hebel auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit im Alltag:

  • Fleischkonsum reduzieren, mehr regionales Obst & Gemüse essen: Jeder weiß, dass zu viel CO2 bei der Fleischherstellung entsteht, dass viel zu viel Wasser für ein Kilo Steak verbraucht wird. Doch Verbote und Vorschriften wie der "Veggie-Day für alle" sind nicht zielführend. Aber schmeckt das Hähnchenfilet aus Massentierhaltung wirklich so gut, dass man es vermissen würde, wenn stattdessen eine Nudel-Gemüsepfanne auf dem Herd duftet?
    Praxistipp: Es lohnt sich, in alten Kochbüchern der Region zu blättern! Was hat Oma früher aus den in der Region wachsenden Gemüsesorten gekocht? Da finden sich viele leckere fleischlose Rezept-Ideen!
  • Pfastikfrei einkaufen: Unter den Schlagworten "unverpackt", "verpackungsfrei" oder "plastikfrei" hat sich ein globaler Trend etabliert. Schon beim Einkaufen kann man gezielt auf Plastik verzichten und so ohne Mühe Müll vermeiden. Der Einkaufsbeutel passt zusammengefaltet in jede Jackentasche und kann wie der Haustürschlüssel oder das Portemonnaie ständig dabei sein.
  • Mal ehrlich: Schmeckt Ihnen teurer Barrista-Kaffee aus Pappbechern mit Plastik-Mundstück? Immerhin: Viele kleine Cafés bieten mittlerweile Mehrweggeschirr aus Maisstärke auf Pfandbasis an (das dient zum einen der Kundenbindung und hilft der Umwelt). Vor allem große Ketten und Fastfood-Anbieter produzieren noch haufenweise Plastikmüll mit ihren Einwegverpackungen für To-go-Produkte. Schade, dass es anders geht, beweisen schließlich viele kleine Cafès, Delies und Take-aways!
  • Wenig(er) im Internet bestellen! Transport ist einer der größten Widersacher, wenn man seine Nachhaltigkeitsbilanz verbessern will. Und im Home Office während des Corona-Lockdowns haben viele zum ersten Mal live beobachten können, wie viele Lieferdienste am Tag die Straße vor dem Haus blockieren, wie oft Pakete für die Nachbarn abgegeben werden, wie viel Lärm und Abgase so unnötig in das eigene Wohnumfeld transportiert werden.
  • Nachhaltige Kleidung ist relativ genau das Gegenteil zu "fast fashion": Viele Mode-Filialisten wechseln etwa alle zwei Monate die Kollektion im Laden aus. Die Haltbarkeit von fast fashion ist auch nicht so besonders – die Produktionsbedingungen für die Näherinnen oder Färber in Bangladesh noch weniger. Vor allem die geringen Sozial- und Arbeitsschutzstandards sowie der extrem hohe Wasserverbrauch bei der Herstellung von Kleidung belastet die ökologische Nachhaltigkeit der Modebranche. Schon Vivienne Westwood hat geraten: "Kauft weniger, sucht es sorgfältig aus, lasst es beständig sein." Denn als Insiderin weiß sie: Auch Markenartikel und Designerlabels lassen nicht unbedingt nachhaltiger produzieren. Der (hohe) ökonomische Preis ist kein Indiz für nachhaltige Kleidung. Aber was sind die Alternativen? Selbst stricken oder Second-Hand-Ware sind nur für wenige ein Weg zu mehr Nachhaltigkeit im Kleiderschrank.
    Praxistipp: Lieber zu Mode mit Bio-/Öko-Zertifikaten greifen. Dennoch gilt insbesondere für Kleidung: Jede nicht gekaufte Jeans macht in Punkto Nachhaltigkeit mehr aus als 5 Biobaumwolle-Shirts zu kaufen!
  • Du hast es selbst in der Hand: reparieren statt wegwerfen! Jedes Elektrogerät, das nicht auf dem Müll landet, weil es einfach nur älter (und nicht zwangsläufig kaputt) ist, ist ein Gewinn für mehr Nachhaltigkeit. Auch defekte Geräte lassen sich meist mit wenig Aufwand selbst reparieren und fortnutzen. Repair-Cafés geben gern Hilfestellung. Auch bei uns auf selbst.de finden sich viele Reparaturanleitungen für Haushaltsgeräte und Unterhaltungselektronik.
  • Nach Recycling (der Wiederverwertung einzelner Rohstoffe) kommt Upcycling: Aus alten, defekten Gegenständen neue Altagshelfer mit Mehrwert bauen – das ist Upcycling. Das Alte erhält durch die richtige Idee eine neue Funktion, erfüllt einen anderen Zweck als zuvor und erfährt so eine Aufwertung! Die besten Upcycling-Ideen haben wir hier zusammengetragen.
  • Nachhaltiger Konsum heißt vor allen bewusst konsumieren: Vor jeder Anschaffung sollte man die eigenen Bedürfnisse genau prüfen, brauch ich das wirklich? Muss ich die Handkreissäge wirklich selbst besitzen – oder kann ich mir benötigtes Werkzeug leihen? Bei Nachbarn, Freunden oder im Baumarkt?  Wenn ich mich für den Kauf entscheide, sollte ich auf Qualität achten, werthaltige Ware stat Wegwerfware! Denn: "Wer billig kauft, kauft zweimal", spottet der Volksmund. Hochwertige Geräte haben in der Regel eine längere Lebensdauer, können länger genutzt werden und zögern so eine Neuanschaffung heraus. Das wiederum senkt die Menge an Elektroschrott beträchtlich! Und wenn das Produkt nach vielen Jahren wirklich irreparabel ist, kann man über eine fachgerechte Entsorgung mithelfen, dass die verbauten Rohstoffe dem Wertstoff-Kreislauf zurückgeführt werden und nicht einfach als giftiger Müll am Straßenrand landen. Oberste Priorität für mehr Nachhaltigkeit im Alltag ist, Elektroschrott zu vermeiden.
    Wenn er einmal angefallen ist, gilt es zumindest sicherzustellen, die Elektrogeräte richtig zu entsorgen:

Sonstiges Elektroschrott
Elektrogeräte fachgerecht entsorgen

Wussten Sie, dass nach aktuellen Schätzungen 2025 weltweit jährlich 60 Mio. Tonnen Elektro- und Elektronikschrott anfallen werden? Das entspricht in...

 

Nachhaltigkeit am Bau

Beim Wohnen lässt sich vor allem Energie sparen, um nachhaltiger zu leben. Viele Tipps zum Energiesparen lassen sich leicht in den Alltag integrieren. Allerdings ist es noch nachhaltiger, zu überlegen, ob man nicht "auf zu großem Fuß" lebt. Braucht man den Platz den man verbraucht wirklich? Suffizienz heißt das Fachwort dafür. Ist es nachhaltig vertretbar, wenn man weiterhin als Paar oder Witwer das 250-qm-Haus bewohnt, wenn die Kinder lange aus dem Haus sind?
Denn auch der Flächenverbrauch pro Kopf und die Versiegelung unserer Landschaft durch Gebäude und Straßen ist ein Aspekt der Nachhaltigkeit: In Deutschland werden jeden Tag rund 56 Hektar für Siedlungs- und Verkehrsflächen neu ausgewiesen. Damit wird täglich die Fläche von umgerechnet circa 79 Fußballfeldern dauerhaft versiegelt, Natur mit Beton und Asphalt vernichtet. Den ausufernden Flächenverbrauch werden künftige Generationen bezahlen müssen.

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Nicht nur Land ist eine Ressource: Unsere Energieträger (wie Öl oder Gas) sind endlich und klimaschädlich. Baustoffe (wie Zement oder Stahl) verbrauchen extrem viel Energie in der Herstellung. Kunststoffe am Bau (Dichtfolien, Fensterrahmen, WDVS-Platten) sind biologisch kaum abbaubar, im Brandfall verströmen sie hochtoxische Gase. Statt nachhaltig zu bauen, stopfen wir immer noch unsere Wohngebäude mit Giften voll. Dabei sind Alternativen längst in der Bauwirtschaft etabliert: Holzhäuser kommen zwar nicht völlig ohne herkömmliche Materialien aus, aber der Anteil am nachwachsenden, klimaneutralen Baustoff Holz ist unschlagbar. Mit Holz kann man ganze Häuser bauen, dämmen und auch nachhaltig heizen (mit Holzpellets).
Praxistipp: Im Bestand kann man viel bewirken, wenn mam zum Beispiel smarte Steuerungen verwendet, um seine Heizung zu steuern oder das Brauchwasser mithilfe Solarthermie durch erneuerbare Energien erwärmt.

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