Marderschreck

Marderschreck: Was so unheilverkündend klingt, ist im Grunde einfach ein Gerät, das Marder mittels harmloser Elektroschocks oder Ultraschall vertreibt. Es lässt sich unter der Motorhaube anbringen oder in Haus und Garage einsetzen, um so effektiv alle Marder zu vertreiben.

Marder
Marder können an Autos teure Schäden anrichten. Ein Marderschreck kann das verhindern. Foto:  Mike aus dem Bayerwald, Steinmarder 4 2010, CC BY-SA 3.0

Marder richten jährlich erhebliche Schäden an Autos an. Vor allem in der Paarungszeit ab Juni mehren sich die Meldungen von durchgebissenen Schläuchen und Kabeln. Im besten Fall funktioniert danach nur die Scheibenwischanlage nicht mehr, im schlimmsten springt das Auto gar nicht mehr an oder die Schäden machen sich erst am bereits fahrenden Auto bemerkbar – dabei kann es sogar zu Kabelbränden kommen. Das Ärgerliche: Die Schäden liegen häufig im vierstelligen Bereich, werden jedoch nicht von jeder Versicherung übernommen. Vorsorge ist daher besser als Nachsorge: Um Schäden zu vermeiden, kommt der Marderschreck ins Spiel.
Praxistipp: Ein Marder richtet noch keine Schäden am Auto an, hinterlässt aber seine Duftnote. Fährt man dann in das Revier eines anderen Marders, riecht der seinen Artgenossen, wird aggressiv und lässt seine Aggressionen an allem aus, was er zwischen die Zähne bekommen kann.

 

Marderschreck für Auto und Haus

Ein klassischer Marderschreck funktioniert mit Ultraschall, Elektroschocks oder einer Kombination aus beidem. Die Geräte werden unter der Motorhaube angebracht und sollten dort idealerweise den Marder verschrecken. Ultraschall-Geräte können Sie zudem auch in Haus und Garage verwenden.
Im Video sehen Sie hilfreiche Tipps zum Marderschreck:

 

Marderschreck mit Ultraschall

Ein Marderschreck mit Ultraschall gibt einen Ton von sich, der von Menschen nicht wahrgenommen werden kann, für Marder jedoch sehr unangenehm ist. Bei einem Marderschreck mit Ultraschall ist die Qualität jedoch wichtig. Hochwertige Produkte verfügen über eine Frequenzmodulation, sodass der Marder sich nicht an einen bestimmten Ton gewöhnen kann. Billigprodukte hingegen entsprechen häufig nicht der Norm, sodass der Ton teilweise auch von (Klein-)Kindern wahrgenommen werden und deren Gehör schädigen kann. Achten Sie außerdem auf die angegebene Wirkungsreichweite und bei der Installation auf den Winkel, in dem der Ton ausgestrahlt wird.

Marderschreck mit Strom

Ein Marderschreck mit Elektroschocks funktioniert ähnlich wie ein Weidezaun. Der Marder erleidet dabei einen Schreck, jedoch keinen Schaden. Die Kontaktplättchen bringen Sie direkt an die Stellen an, die vor dem Marder geschützt werden sollen. Achten Sie auch hier unbedingt auf die Hochwertigkeit der Geräte, damit die Stromschläge, die der Marder erhält, nicht zu stark ausfallen.

Gartenpflege Steinmarder
Marder vertreiben

Der Steinmarder, auch Hausmarder, ist ein Kulturfolger. Trifft der Allesfresser auf Menschen hat das jedoch meist für beide keinen positiven Ausgang...

Marderschreck mit Ultraschall und Elektroschocks

Ein Kombigerät mit Ultraschall und Hochspannung kostet natürlich erheblich mehr, solch ein Marderschreck ist jedoch auch wesentlich effektiver. Darüber hinaus dient hier der Elektroschock nur als letzte Sicherung, sollte der Marder sich nicht am Ultraschall stören. So ist diese Variante auch wesentlich tierfreundlicher als die reine Elektroschock-Variante, während das Auto gleichzeitig bestens geschützt ist.


Praxistipp: Die Geräte sind sowohl in Varianten erhältlich, die über die Autoelektronik laufen als auch batteriebetrieben. Erstere verbrauchen nicht viel Strom und schalten sich erst an, wenn der Motor ausgeschaltet wird – so wird die Autobatterie geschont.

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