Luftqualität verbessern 7 Tipps für eine bessere Raumluft

Leiden Sie zu Hause oft unter Kopfschmerzen, Konzentrationsproblemen oder Kurzatmigkeit? Die Ursache dafür könnte eine schlechte Luftqualität in Ihren vier Wänden sein. Wir geben Ihnen 7 einfache Tipps an die Hand, damit Sie sich zu Hause wieder wohler fühlen.

Lüften im Sommer
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Inhalt
  1. Wie entsteht schlechte Raumluft?
  2. Warum ist eine gute Luftqualität wichtig?
  3. 7 Tipps für eine bessere Luftqualität
  4. Gründlich putzen
  5. In welchen Räumen sollte man besonders auf die Luftqualität achten?

Da wir bis zu 80% unserer Zeit in geschlossenen Räumen verbringen, ist dort die Qualität der Raumluft besonders bedeutsam. Die wichtigsten Größen sind dabei Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Schadstoffbelastung. Sie werden unter anderem von den verwendeten Baumaterialien und der Einrichtung beeinflusst. Aber auch die Art der Durchlüftung und das Vorhandensein von Luftfiltern spielen eine Rolle.

 

Wie entsteht schlechte Raumluft?

Die Qualität der Raumluft wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Das sind zum einen die baulichen Faktoren. Minderwertige Baumaterialien, Wandfarben oder Einrichtungsgegenstände geben Schadstoffe an die Luft ab. Diese können einen eigenartigen Geruch verursachen und im schlimmsten Fall sogar brennende Augen oder Asthma auslösen.

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Seien Sie zudem vorsichtig mit Lufterfrischern und scharfen Putzmitteln. Diese können gesundheitsschädliche Stoffe enthalten, die an die Luft gelangen und die Luftqualität massiv beeinträchtigen. Außerdem wird beim Rauchen in geschlossenen Räumen die Schadstoffbelastung stark erhöht. Eine schlechte Durchlüftung der Wohnräume kann zudem Schimmel verursachen.

 

Warum ist eine gute Luftqualität wichtig?

Wenn Sie sich regelmäßig in Räumen mit schlechter Luftqualität aufhalten, kann das schwerwiegende Folgen auf Ihre Gesundheit haben. Neben Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten und Hautirritationen können unter anderem auch Atemprobleme und Asthma Folgen schlechter oder schadstoffbelasteter Luft sein.
Um das zu vermeiden, sollten Sie vor allem in Wohn- und Schlafräumen auf eine gute Luftqualität achten. Wenn Sie sich längere Zeit in Hobbyräumen oder in Ihrer Werkstatt aufhalten, sollten Sie auch hier die Qualität der Raumluft im Auge behalten.

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7 Tipps für eine bessere Luftqualität

Die wichtigsten Faktoren für die Qualität der Raumluft sind die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit und die Schadstoffbelastung. Mit den folgenden 7 Tipps können Sie diese am besten verbessern.

Richtiges Lüften

Der wohl wichtigste Einflussfaktor für die Luftqualität in Innenräumen ist das Lüften. Achten Sie darauf, dass Sie regelmäßig gut durchlüften. Um einen Raum komplett mit frischer Luft zu füllen, braucht es meist nur wenige Minuten – Stoßlüften ist also vollkommen ausreichend. So können Sie Schimmelbildung vermeiden und die Schadstoffbelastung minimieren.

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Luftentkeimer und Luftfilter

Um die Raumluft effektiv vor Schadstoffen, Pollen, Milben und Bakterien zu befreien, bieten sich Luftreiniger an. Es gibt verschiedene Arten, die alle unterschiedliche Aufgaben haben. Klassische Luftfilter eignen sich gut zum Filtern von Milben und Pollen. Wenn Sie Bakterien und Viren loswerden wollen, brauchen Sie ein spezielles Gerät. Keimfreie Räume durch einen Luftentkeimer sind dann die perfekte Lösung für Sie.

Zimmerpflanzen

Wenn Sie sich eine dekorativere Alternative zu einem Luftreiniger wünschen, dann sind luftreinigende Pflanzen für Sie geeignet. Es gibt nämlich eine ganze Reihe an Zimmerpflanzen, welche die Luftqualität verbessern können:

  • Blattfahne: Eine immergrüne Zimmerpflanze, die als universeller Luftreiniger eingesetzt werden kann.
  • Bambuspalme: Eine hübsche, grüne Pflanze, die viele Schadstoffe binden kann. Sie eignet sind besonders gut für das Wohnzimmer.
  • Bogenhanf: Diese Zimmerpflanze ist optimal für das Schlafzimmer geeignet, da Sie CO2 auch in der Nacht (ohne Sonnenlicht) zu Sauerstoff umwandeln kann.
  • Efeu: Eine robuste und pflegeleichte Pflanze, die gut im Badezimmer aufgehoben ist.
  • Weiter Pflanzen, die gut für das Raumklima sind: Aloe Vera, Grünlilie, Birkenfeige, Drachenbaum, Kolbenfaden, usw.
 

Gründlich putzen

Halten Sie für ein gutes Raumklima Ihre Räume sauber und vermeiden Sie Staub. Das ist nicht nur in den klassischen Wohnräumen wichtig. Gerade in Werkstätten sammeln sich oft Staub, Sägespäne und andere Reste Ihrer Handwerkertätigkeiten an, die die Luftqualität verschlechtern können. Außerdem sollten Sie Ihre Arbeits-, Hobby- und Fitnessräume möglichst sauber halten. Verzichten Sie beim Putzen jedoch unbedingt auf aggressive Reiniger. Die Dämpfe solcher Putzmittel können Ihre Atemwege reizen und sich sogar in Ihren Möbeln und Böden festsetzen.

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Smarte Sensoren

Die Installation von smarten Sensoren kann in Ihren Wohnräumen sehr sinnvoll sein. Sie messen laufend verschiedene Werte in Ihrer Raumluft (u.a. Luftfeuchtigkeit, Temperatur, etc.). Die Sensoren ermöglichen es Ihnen, gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der Raumluft zu ergreifen. Zeigt Ihr Sensor beispielsweise an, dass die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist, sollten Sie kurz durchlüften. Smarte Sensoren zur Messung von Schadstoffen eignen sich zudem gut für Ihre Werkstatt.

Luftbefeuchter und Luftentfeuchter

Neben der Temperatur nehmen wir in Räumen besonders die Luftfeuchtigkeit stark wahr – vor allem dann, wenn sie zu hoch ist. Unternehmen wir nichts dagegen, kann sich in zu feuchten Räumen schnell Schimmel bilden. Ein Luftentfeuchter kann hier Abhilfe schaffen. Aber auch eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit ist möglich. Die klassische „Heizungsluft“ im Winter ist sehr trocken und verursacht oft einen kratzigen Hals oder einen Juckreiz in der Nase. Hier kann ein Luftbefeuchter helfen.

Zigaretten, offenes Feuer & Co. vermeiden

Einen Faktor, den Sie nicht außer Acht lassen sollten, ist die Schadstoffbelastung in Ihren vier Wänden. Diese kann sich durch schlechte Baumaterialien oder Möbel erhöhen, aber auch Zigarettenrauch und offenes Feuer können die Schadstoffbelastung ansteigen lassen. Sind die Schadstoffwerte über einen längeren Zeitraum erhöht, kann das unter anderem Kopfschmerzen und Atemprobleme auslösen.

 

In welchen Räumen sollte man besonders auf die Luftqualität achten?

Jene Räume, in denen Sie sich am meisten aufhalten, sollten besondere Beachtung bekommen. Das sind in den meisten Haushalten das Schlafzimmer und das Wohnzimmer. Wenn Sie viel Zeit in anderen Räumen verbringen, in denen Sie sich stark konzentrieren müssen oder körperlich anstrengen (z.B. Arbeitszimmer, Fitnessraum oder Hobbykeller), sollten Sie auch hier auf die Qualität der Luft achten.

Quelle: MedSolut AG 

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