Lichtschalter wechseln

Auch ohne Elektriker-Lehre können Sie kleine Elektroinstallationen selbst durchführen – etwa einen Lichtschalter wechseln: So geht's!

Folgen Sie unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung und Sie können selbst erfolgreich kleine Elektroinstallationen durchführen, z. B. einen Lichtschalter einbauen und den Schalter anschließen. Was beim Wechseln der Schalter zu beachten ist, erfahren Sie hier in unserer detaillierten Anleitung Schritt für Schritt.

 

Lichtschalter wechseln – Sicherheit first!

Der nachträgliche Einbau oder Wechsel eines Lichtschalters ist auch vom Heimwerker zu leisten: Wenn Sie die allgemeinen Sicherheitshinweise für Arbeiten am Stromnetz beachten, die Leitung auf Spannungsfreiheit prüfen und den Sicherungskasten vor unbefugtem Zugriff schützen, können Sie selbst einen Lichtschalter anschließen.

 

Wer darf Lichtschalter wechseln?

Beim Tapezieren hat wohl jeder Heimwerker schon einmal die Steckdosenabdeckung entfernt oder den Lichtschalter abmontiert, um Kippschalter und Gehäuse vor Kleister und Wandfarbe zu schützen. Auch das Ersetzen von alten, verkratzten oder aus der Mode gekommenen Modellen kann jeder selbst erledigen. Ein neues Schalter-Gehäuse einzubauen, geht schnell und gefahrlos (sofern die Sicherung rausgedreht wurde).

Wichtig: Prinzipiell ist auch der Austausch der Schaltertechnik kein Hexenwerk, darf aber rein rechtlich nur von zertifizierten Elektrobetrieben durchgeführt werden, weil es sich – wie auch beim Einbau von Steckdosen – um einen Eingriff in die Elektroinstallation des Hauses handelt, die nach §13 NAV nur von ausgebildeten Elektrikern durchgeführt werden dürfen.

 

Lichtschalter austauschen – so geht's

Die Abdeckung des Schalters auszutauschen ist in wenigen Sekunden erledigt. Mehr Sorgfalt erfordert es auch den elektrischen Schalter zu wechseln. Im Folgenden haben wir zusammengetragen, welche Arbeiten beim Lichtschalter-Austausch regelmäßig anfallen:

  • Sicherung herausdrehen und Spannungsfreiheit überprüfen!
  • Die Wipp-Abdeckung vom alten Lichtschalter vorsichtig mit einem Schraubendreher abhebeln.
  • Auch die nun sichtbare Klemme vom Lichtschalter entfernen und Schaltereinheit vorsichtig aus der Unterputzdose herausziehen.
  • Ggf. bislang nicht zugängliche potentiell stromführende Kabel erneut auf Spannungsfreiheit prüfen.
  • Dann Adern aus dem Schalter-Block herausziehen (ggf. sind vorher Schraubverdingungen zu lösen).
  • Neuen Schalter anschließen: Dabei auf Verteilung der Adern (schwarz, blau, grün-gelb achten!).
  • Details zur Verkabelung für Wechselschaltungen finden Sie in der Bildergalerie.
  • Jetzt Schaltereinheit wieder vorsichtig in die Unterputzdose einpassen und die Dosenklemmen festziehen.
  • Jetzt wird wieder die Lichtschalter-Abdeckung montiert – zuerst die Schalterklemme, dann der (neue) Rahmen, zuletzt der passende Kippschalter.
  • Probeweise wieder die Sicherung einschalten und Funktionstüchtigkeit des Schalters testen.

Praxistipp: Bei Auslösen des FI-Schutzschalters oder bei anderen Funktionsstörungen wieder Sicherung entfernen und Elektro-Handwerker für den Anschluss des Lichtschalters zu Rate ziehen.
In der Bildergalerie oben zeigen wir Schritt für Schritt, wie Sie einen einfachen Lichtschalter anschließen und wie Sie den Schalter nach dem Austausch wieder anklemmen >>

Keine Schaltstelle vorhanden? Wenn Sie einen Lichtschalter an Stellen nachrüsten wollen, wo gar keine Verkabelung vorliegt, sind Funkschalter eine gute Alternative. Das Video zeigt, wie Sie eine Deckenleuchte mit einem Funk-Lichtschalter nachrüsten:

 

Welches Kabel für den Lichtschalter?

Als Leitung kommen bei einfachen Wechselschaltern meist dreiadrige NYM-Mantelleitungen zum Einsatz. Für komplexere Schaltpläne mit mehreren Schaltstellen braucht man fünfadrige Kabel.

Elektro & Leuchten Elektrokabel
Auf das richtige Kabel kommt es an

Adern fester Installationen haben einen harten Kupferkern. Querschnitt und Mantel variieren

Den braunen Draht oder das schwarze Kabel? Welcher Draht ist der Schutzleiter, welcher der Neutralleiter? Wie beim Anschluss der Steckdose auch gilt auch beim Lichtschalter folgende Sortierung der Farben: Die Phase (auch Außenleiter genannt) ist braun, grau oder schwarz ummantelt und trägt am Lichtschalter die Kennung "L". Der Nullleiter der Neutralleiter ist blau und wird logisch mit "N" abgekürzt. Einfach zu erkennen ist der grün-gelb ummantelte Schutzleiter – auch Erdung genannt. 

Wie schließt man einen 2-poligen Wechselschalter an?

Der 2-polige Kippschalter kann einen elektrischen Verbraucher lediglich ein- oder ausschalten. Der Wechselschalter ist daher der Regelfall, um in Wohnräumen das Licht zu schalten. Pro Lampe ist je ein 2-poliger Kippschalter erforderlich.
Dafür ist der Anschluss von Kippschaltern mit bloß zwei Polen auch am leichtesten zu bewerkstelligen:

  • Der Wechselschalter ist der typische Lichtschalter zum Schalten von Deckenleuchten
  • Klemmen Sie den Strom ab für den betreffenden Schaltkreis (Sicherung raus!)
  • Spannungsfreiheit unbedingt mit einem verlässlichen Phasenprüfer oder einem zweipoligen Spannungsprüfer (= Duspol) testen.
  • Isolieren Sie die Leiter-Enden ab und verbinden Sie die Adern mit dem Kippschalter.
  • Dabei wird die Phase meist an den mit "Klemme L" gekennzeichneten Eingang angeschlossen.
  • Früher wurden die Kabelenden meist per Schraubverbindung gesichert, heute übernehmen komfortable Klemmverbindungen zum Stecken die Fixierung.
  • Schaltung testen und Schalterabdeckung montieren.

Ähnlich aufgebaut ist die sogenannte Taster-Schaltung. Sie ist ideal, wenn von mehreren Schaltstellen aus, dieselbe Leuchte geschalten werden soll (etwa das Flutlicht von jeder Etage aus oder die Esstischleuchte vom Eingang zur Küche und zum Wohnzimmer, etc.).
Neben dem einfachen Ein-Aus-Schalter gibt es auch Lichtschalter für eine Wechselschaltung, einen Kreuzschalter oder den Serienschalter.

Quelle: selbst ist der Mann

Beliebte Inhalte & Beiträge
Mehr zum Thema
Copyright 2021 selbst.de. All rights reserved.