Leitungswasserschäden bei Frost vermeiden

Wenn die Außentemperaturen unter Null sinken, können Wasserleitungen im Garten und im Haus zufrieren: Wie Sie Leitungswasserschäden bei Frost vermeiden, erfahren Sie hier.

Leitungswasserschäden bei Frost vermeiden
Keine Chance für Väterchen Frost: Leitungswasserschäden bei Minusgraden vermeiden ist simpel! Foto: Hersteller / ERGO Group
Inhalt
  1. Wie entstehen Leitungswasserschäden?
  2. Wasserleitungen entleeren
  3. Leitungen eingefroren
  4. Leitungswasserschäden absichern

Wenn es draußen frostig wird, steigt auch das Risiko für Leitungswasserschäden: Sind die Wasserrohre nicht entleert, gefriert das darin stehende Wasser. Das gefrorene Eis braucht mehr Platz als das flüssige Wasser. Es dehnt sich aus und bringt Wasserrohre zum platzen. Schmilzt das Eis dann wieder, dringt an der Schadstelle – meist unbemerkt – viel Wasser aus! Die Folgen sind nicht nur ungemütlich, sondern schnell auch teuer. Was Hausbesitzer tun können, um Leitungswasserschäden bei Frost zu vermeiden, und welche Versicherung im Ernstfall einspringt, erfahren Sie hier.

 

Wie entstehen Leitungswasserschäden?

Jedes Jahr kommt es in Deutschland zu durchschnittlich 1,1 Millionen Leitungswasserschäden. Neben überalterten Leitungssystemen gehört Frost zu den häufigsten Ursachen. Peter Schnitzler, Versicherungsexperte der ERGO, erklärt: „Anhaltende kalte Temperaturen können dazu führen, dass das Wasser in den Leitungsrohren gefriert. Dadurch vergrößert sich sein Volumen um circa zehn Prozent. Der so entstehende Druck bringt das Rohr zum Platzen.“ Taut das Wasser wieder auf, dringt es in das Mauerwerk und kann dort erhebliche Schäden verursachen. Um solchen Frostschäden vorzubeugen, können Hausbewohner ein paar einfache Maßnahmen ergreifen.

Räume heizen

Am wirksamsten ist konstantes Heizen. Sind alle Räume, in denen Wasserleitungen verlaufen, ausreichend warm, können die Rohre nicht einfrieren. Für selten genutzte Zimmer wie Abstell- oder Kellerräume empfiehlt der ERGO Experte eine Raumtemperatur von mindestens 17 Grad.

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Übrigens: Der sogenannte Frostwächter – die Schneeflocke am Heizkörper – sorgt nur dafür, dass der Heizkörper selbst nicht einfriert. Weiter entfernte Rohre schützt diese Einstellung somit nicht.

 

Wasserleitungen entleeren

Alle Wasserrohre, die im Freien liegen, sollten Hausbesitzer frühzeitig entleeren und das Wasser abstellen. Am besten an den ersten kalten Tagen mit niedrigen einstelligen Temperaturen. Wer in den Wintermonaten einen längeren Urlaub plant, kann zusätzlich im Haus oder in der Wohnung alle weiteren Wasser- und Heizungsrohre entleeren und den Zufluss abdrehen. „Dafür die Absperrvorrichtungen in den Zuleitungen schließen und das Wasser an der tiefsten Stelle ablassen“, erklärt der ERGO Experte.

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Leitungen eingefroren

„Kommt trotz aller Vorkehrungen kein Wasser mehr aus dem Hahn, ist möglicherweise die Leitung eingefroren. Dann ist es wichtig, schnell zu handeln“, so der ERGO Experte. Als erstes sollten die Bewohner das Wasser an der betroffenen Leitung abdrehen und anschließend die Hähne öffnen. Sie sollten allerdings nicht selbst versuchen, die Leitung wieder aufzutauen. Denn im schlimmsten Fall kann sie platzen und es kann zu einem Rohrbruch kommen. „Daher ist es besser, einen Fachmann zu kontaktieren“, rät Schnitzler.

 

Leitungswasserschäden absichern

Kommt es doch zu einem Schaden, ist der Ärger meist groß. „Umso wichtiger ist dann eine gute Absicherung“, so der Experte. Bei frostbedingten Schäden am Haus springt in der Regel die Wohngebäudeversicherung ein. Die Hausratversicherung übernimmt üblicherweise Schäden am Mobiliar. Wichtig: Schäden möglichst umgehend bei der Versicherung melden.

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Quelle: ERGO Group

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