Laubhaufen: Kein Platz für Igel

Im Herbst richtet sich die Natur auf den Winter ein. Das herabfallende Laub schützt nicht nur Pflanzen vor Frost, sondern auch Igel suchen in Laubhaufen Schutz vor eisiger Kälte. Doch schnell kann ein Laubhaufen für Igel zur Todesfalle werden!

Igel überwintern in Laubhaufen – das haben wir alle so gelernt und das stimmt grundsätzlich auch. Doch in modernen Gärten ist Laubhaufen nicht gleich Laubhaufen. Hier erfahren Sie, warum der Laubhaufen für Igel kein geeigneter Platz zum Überwintern ist und welche sicheren Alternativen es gibt.

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Igel im Garten

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Für Igel ist ein Unterschlupf ideal, der nicht ausschließlich aus Laub, sondern auch aus Reisig und totem Holz besteht und an einer geschützten Stelle steht.

 

Warum sind Laubhaufen für Igel kein gutes Winterlager?

Aufgeräumt und alles ordentlich an seinem Platz: Was für viele Menschen der Inbegriff eines schönen Gartens ist, macht Tieren oft keine Freude mehr und kann für sie sogar tödlich enden. Ein ordentlich zusammengekehrter Laubhaufen mag zunächst wie ein ideales Igelquartier wirken, doch ein reiner Laubhaufen wird für Igel schnell zur gefährlichen Falle: In feuchten Wintern fällt der Laubhaufen zusammen und verliert die isolierende Luftschicht. Die Igel erfrieren oder ersticken unter dem schweren feuchten Laubberg!

Wie überwintern Igel im Laubhaufen sicher?

Wenn Sie einen Laubhaufen für Igel bauen möchten, sollten Sie also nicht nur Laub nutzen, sondern auch Äste und Reisig, die dem Haufen im Inneren Stabilität geben. Mischen Sie Herbstlaub und Zweige gut durch. Im Idealfall formen Sie mittig unter dem Haufen bereits eine Schlafhöhle, die ca. 30x30 cm misst – den Zugang zu seinem Schlafplatz sucht sich der Igel meist von allein.
Praxistipp: Ideal ist es, wenn der Boden unter dem Laubhaufen für Igel maximal durchlässig ist, damit sich dort keinesfalls Niederschlag sammeln kann, das den Boden durchnässt und aufweicht. Zusätzlich sollte der Laubhaufen für die Igel an einer geschützten Ecke stehen, wo die Igel für die gesamte Dauer Ihres Winterschlafs ihre Ruhe haben.

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Die Frage „Welches Laub für Igel?“ ist nebensächlich, denn die Igel fressen das Laub nicht (Igel sind reine Fleischfresser!). Damit die Wärmedämmleistung des Laubhaufens möglichst groß ist und lange anhält, sollte man Laub aus großen Blättern verwenden, das langsam verrottet und lange formstabil bleibt. Denn so behält der Laubhaufen lange seine Form, die isolierende Luftschicht bleibt intakt und der Igel ist unter dem Herbstlaub einigermaßen vor Kälte und Nässe geschützt.

Praxistipp: Können Sie in Ihrem Garten keinen sicheren und natürlichen Laubhaufen für Igel garantieren, lohnt sich der Bau eines kleinen Igelhauses, das rechtzeitig im Garten aufgestellt den Tieren ein sicheres Winterquartier bietet.

Vorsicht schon beim Sammeln des Herbstlaubes

Den Schutz eines Laubhaufens suchen nicht nur Igel, sondern auch andere Tiere wie z. B. Kröten. Denken Sie daran, wenn Sie das feuchte Laub vom Rasen aufnehmen! Ein Rechen ist schonender als ein Rasenmäher. Aber auch ein Laubsauger kann für viele Insekten und Kleinstlebewesen, die im Laub überwintern wollen, eine tödliche Gefahr sein!

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Sammeln Sie herabfallendes Laub möglichst schnell auf, je länger es liegt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass bereits Tiere darunter Schutz gesucht haben. Auch der Igel sollte in seinem Winterschlaf nicht gestört werden: Vergessene oder unzugängliche Ecken im Garten sollten nicht noch im Oktober/November von Laub und Wildwuchs befreit werden – unter Umständen schläft darunter bereits ein Igel!

Quelle: selbst ist der Mann

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