Kunstrasen

Moderner Kunstrasen ist mit dem grünen Filzteppich aus Opas Gartenlaube nicht mehr zu vergleichen! In Punkto Optik und Gebrauchseigenschaften unterscheidet sich Kunstrasen nur minimal von einem perfekt gepflegten Golf-Green. Nicht nur in Fußballstadien feiert Kunstrasen seinen Siegeszug – auch daheim setzen immer mehr Gartenbesitzer auf die Vorteile von Kunstrasen.

Kunstrasen
Inhalt
  1. Kunstrasen – ideal für Problemgärten
  2. Kunstrasen verlegen
  3. Die 3 häufigsten Fragen über Kunstrasen
 

Kunstrasen – ideal für Problemgärten

Nicht nur Scheichs im fernen Arabien schätzen die Vorteile von Kunstrasen: Er "wächst" auf jedem Untergrund, braucht kein Wasser und grünt selbst bei sengendster Hitze! Aber auch in unserer Klimazone bietet Kunstrasen Vorteile: Ein vermooster Rasen gehört bald der Vergangenheit an, denn selbst in schattigen feuchten Lagen bietet Kunstrasen einen immergrünen Bodenabschluss. Außerdem braucht Kunstrasen kaum Pflege: Düngen, mähen und vertikutieren entfallen völlig!

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Rollrasen verlegen

Statt auf das Keimen der Rasensaat zu warten, können Sie das Grün auch einfach ausrollen

Kunstrasen ist uv-stabil, kann weder verfärben noch vermoosen. Die unterschiedlich dicken und verschiedenfarbigen Einzelhalme geben dem Kunstrasen ein naturrealistisches Aussehen. Auch in der Nutzung ähnelt Kunstrasen dem gewachsenen Grün: Kinder können darauf toben, Fußball spielen, krabbeln und hüpfen, ohne dass der Kunstrasen-Bodenbelag Schaden nimmt. Auch Vierbeiner werden keinen Unterschied merken.

Diese Qualität hat aber auch ihren Preis: Gute 40 Euro pro Quadratmeter Kunstrasen müssen Sie einkalkulieren – Kosten für Verlegung und Zubehör kommen noch obendrauf.

Kunstrasen
Ursprünglich reine Stadion-Ware – mittlerweile findet man täuschend echten Kunstrasen auch in privaten Gärten: Die Voteile überzeugen immer mehr Gartenbesitzer! Foto: MabelAmber / pixabay
 

Kunstrasen verlegen

Kunstrasen können Sie auch selbst verlegen. Die Verlegung ist einfach und ähnelt einer Mischung aus Pflasterarbeiten und Teppichverlegen:

  • Untergrund vorbeiten: Alten Rasen abtragen & Mutterboden grob planieren
  • Ca. 10 cm dickes Sandbett aufschütten (Pflastersand) und eben abziehen (Richtlatte verwenden)
  • Unkrautvlies verlegen: Ecken werden mit Heringen im Boden verankert
  • Kunstrasen ausrollen und glatt ziehen
  • Parallele Bahnen werden per Doppelnahtschnitt bündig aneinander verlegt
  • Spezialklebeband fixiert die Kunstrasennaht auf dem Trägervlies
  • Seitlich überstehende Ränder des Kunstrasens werden einfach mit dem Cutter abgeschnitten (wie beim Teppichverlegen)
  • An den Außenkanten fixieren Spezial-Heringe den Kunstrasen (etwa alle 50 cm)
  • Zum Schluss wird der Kunstrasen mit einem harten Straßenbesen aufgebürstet

Praxistipp: Verfüllter Kunstrasen ist etwas aufwendiger zu verlegen als die unverfüllte Variante. Dabei wird feiner Sand zwischen die Halme des Kunstrasens gefegt, was die Halme aufstellt und stabilisiert. Dadurch wirkt der Rasen fülliger und das Laufgefühl erinnert an perfekt getrimmten englischen Rasen!

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Die 3 häufigsten Fragen über Kunstrasen

Kunstrasen ist hierzulande noch eine Seltenheit. Umso mehr Fragezeichen tun sich auf, wenn man doch einmal mit dem Thema in Berührung kommt. Wir klären die 3 häufigsten Fragen zum Thema Kunstrasen:

1. Ist Kunstrasen giftig?

Kunstrasen steht häufig in der Kritik  gesundheitsschädlich und krebserregend zu sein. Zu unterscheiden ist hier allerdings zwischen dem Kunstrasen auf Fußballfeldern und Kunstrasen für den privaten Bereich. Gesundheitsschädlich soll nämlich vor allem das Gummigranulat auf Fußballfeldern sein, das dafür sorgt, dass der Ball genau die gleiche Sprungkraft und Geschwindigkeit erzielt wie auf Naturrasen. Dieses Gummigranulat aus Altreifen ist in Privatgärten jedoch nicht nötig, sodass der Kunstrasen in diesem Fall auch unbedenklich ist.

Praxistipp: Vorsicht ist bei Haustieren geboten. Die meisten Tiere erkennen zwar den Unterschied zwischen echtem und künstlichem Rasen, insbesondere in den ersten Wochen sollten Sie die Tiere jedoch genau beobachten und sofort einen Tierarzt aufsuchen, falls Ihr Haustier den Kunstrasen frisst. Vor allem für den Auslauf von Nagetieren ist Kunstrasen gänzlich ungeeignet, da diese besonders gern an frischem Rasen knabbern.

2. Ist Kunstrasen umweltschädlich?

Sofern Sie einen hochwertigen Kunstrasen verwenden, der ohne Weichmacher und Schwermetalle hergestellt wird, ist der Kunstrasen zumindest nicht direkt umweltschädlich. Befürworter argumentieren zudem, dass Kunstrasen weder gegossen noch gemäht werden muss. Ein Argument, das nicht ganz von der Hand zu weisen ist, denn ein klassischer englischer Rasen verbraucht gerade im Sommer viel Wasser und muss wöchentlich gemäht werden – das verbraucht Strom oder schleudert bei Benzinmähern Abgase in die Luft. Dem entgegen steht, dass Kunstrasen im ökologischen Sinne tot ist – Insekten werden sich hier wohl kaum tummeln. Allerdings können diese auch bereits mit dem klassischen Rasen wenig anfangen.

Ein guter Kompromiss wäre etwa eine Kunstrasenfläche, auf der Kinder und Haustiere toben und bei der Sie sich das Mähen und Bewässern sparen können in Kombination mit Blumenbeeten oder gar einer abgetrennten Fläche mit einer schönen Blumenwiese voll heimischer Blumen, auf der sich Bienen und Co. ungestört tummeln können.

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3. Ist Kunstrasen wasserdurchlässig?

Das kommt ganz auf den Rasen an. Hochwertiger Kunstrasen ist selbstverständlich wasserdurchlässig. Billige Sorten hingegen nicht, sodass sich bei Regen große Pfützen bilden können. Achten Sie daher beim Kauf genau auf die Angaben des Herstellers.

Quelle: selbst ist der Mann

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