Kostenloser Rohstoff Laub – zu schade für den Biomüll

Im Herbst sprengt das viele Laub die Biotonne. Und auch der Kompost ist mit den großen Mengen an Herbstlaub oft überfordert. Wir geben Tipps, wie Sie Herbstlaub sinnvoll nutzen!

Inhalt
  1. Den natürlichen Laub-Kreislauf nutzen
  2. Laubhaufen bieten Unterschlupf und Frostschutz
  3. Laub zeitsparend sammeln

Auch auf dem Rasen kann es nicht bleiben. Denn die Gräser können unter feuchtem Laub ersticken und faulen. Dabei lässt sich Laub im Garten sinnvoll nutzen: Es kann Frostschutz für Gartenbeete sein oder nützlichen Kleintieren ein angenehmes Winterquartier bieten. Herbstlaub ist ein wichtiger Rohstoff für die Humusbildung!
Die wichtigsten 5 Fakten über Laub, haben wir im Video zusammengefasst:

 
 

Den natürlichen Laub-Kreislauf nutzen

Laub ist keine lästige Laune der Natur. Es ist ein wichtiges Bindeglied im natürlichen Kreislauf und ein wertvoller Ausgangsstoff bei der Bildung von Humus. Doch wohin mit all dem Laub im Herbst? Etwa 20 Prozent des Herbstlaubs lassen sich auf dem Komposthaufen unterbringen. Mehr nicht. Denn damit dort tatsächlich humus- und nährstoffreicher Dünger entsteht, ist eine gute Durchmischung mit anderen organischen Materialien, wie Rasenschnitt, abgeschnittene Stauden oder kleinere Zweige sowie Küchenabfälle, angesagt. Um die Verrottung von Laub besser in Fahrt zu bringen, hilft zudem eine Kalkbeigabe.

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Laubhaufen bieten Unterschlupf und Frostschutz

Wer eine stille Ecke im Garten hat, wo eine Lagerung des Laubs über die Wintermonate nicht stört, der gibt Insekten und Kleintieren wie Igeln ein tolles Winterquartier. Allerdings sollte der Platz windgeschützt liegen. Und bis zum Frühjahr unberührt bleiben. Dann können die Tiere in Ruhe ihren Winterschlaf halten. Achtung: Für Igel ist ein Laubhaufen KEIN geeignetes Winterquartier!

Laub kann für frostempfindliche Kübelgefäße und für Pflanzen in Beeten zudem als Winterschutz dienen. Gerade bei starken Früh- oder Spätfrösten sind insbesondere Stauden für eine Abdeckung mit Laub dankbar. Die Blätter verrotten dann in den Beeten wie bei der Kompostierung. Reiner Laubkompost hat übrigens einen leicht sauren pH-Wert. Er ist damit ein guter Nährboden für Moorbeetpflanzen wie Rhododendron oder Hortensie.
Praxistipp: Unter Bäumen oder Büschen bildet das Laub ein Luftpolster und schützt so die Wurzeln vor kalten Temperaturen. Damit es dort nicht mehr wegfliegen kann, wird es einfach mit einer dünnen Erdschicht abgedeckt.

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Laub zeitsparend sammeln

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Wer Kompost und Gartenecke schon mit Blättern angefüllt, aber noch Lagerfläche hat, der kann das Laub schnell mit einem Schaufel-Rechen zusammenfegen, in Jutesäcke füllen und lagern. Im Frühjahr – auf dem Kompost zwischen Rasenschnitt gestreut – beugt es Fäulnis und Schimmel vor. Ganz einfach geht Laubsammeln mit einem Laubsammler. Herbstblätter auf dem Rasen, auf Wegen und Einfahrten sind damit schnell beseitigt, ganz ohne Motor.
Praxistipp: Wenn gar kein Platz für Laub im Garten mehr ist, dann kann man die überschüssigen Blätter immer noch bei der kommunalen Kompostieranlage abgeben. Auch diese verarbeitet das Laub wieder zu nützlicher Komposterde.

Quelle: Gardena

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