Klima-Extreme 2019 Hitze, Dürre, Überschwemmungen: Meteorologen besorgt über dramatische Wetter-Veränderungen

Entweder man friert oder stöhnt über die Hitze! Immer öfter scheint das Wetter nur noch Extreme zu kennen – ist das der Klimawandel? Hitze, Dürre & Überschwemmungen bot das Wetter 2019 bereits – und jetzt warnen Meteorologen vor weiteren Wetter-Extremen!

Klima-Gewitter
Foto: Andreas Zerndl / shutterstock

Seit Beginn der Arbeitswoche ächzen viele wieder unter hohen Temperaturen von mehr als 30 °C – im Büro und in der Dachgeschosswohnung. Doch noch letzte Woche klangen die Klagen übers Wetter ganz anders: zu kalt für Ende Juli und vielerorts regnerisch. Müssen wir zukünftig mit immer mehr Wetter-Extremen rechnen?

Das gute Wetter vom Wochenende zeigte eindeutig: Der Sommer ist noch nicht vorbei! Wir sagen Danke an das Hoch "Corinna", das die Hitze Südfrankreichs nach Deutschland gewirbelt und für ein hervorragendes Wochenendwetter gesorgt hat – am Rhein wurden Temperaturen um die 30 Grad gemessen, im Süden knackte das Thermometer die 34-Grad-Marke!
Achtung: Wie immer nach so plötzlichen Hitze-Perioden drohten lokal heftige Unwetter, wenn sich die schwülwarme Luft am Abend abkühlt!

 

Warmes Sommer-Wetter oder Klima-Dürre?

Die schlechte Nachricht ist, dass es im Jahresmittel viel zu wenig geregnet hat. Die dadurch hervorgerufene Dürre scheint sich dauerhaft im deutschen Wetter etablieren und leider auch verstärken zu wollen. Das hat zwangsläufig dramatische Folgen.

Während sich Sonnenanbeter über das Urlaubswetter freuen, gräbt die langanhaltende Hitze in Deutschland immer mehr Experten die Sorgenfalten ins Gesicht: Bauern beklagen Ernteeinbußen, die zu steigenden Lebensmittelpreisen führen. Ärzte warnen vor mehr Hitze-Toten – vor allem alte und kranke Menschen leiden unter der Hitze. Und Meteorologen warnen davor, dass der extrem-heiße, trockene Sommer zum Dauerzustand in Europa werden könnten – eine Folge des menschengemachten Klimawandels.

 

Werden Wetter-Extreme zum Klima-Trend?

Schon 2018 war ein Jahr der Wetter-Extreme: Auf lange Dürre folgten heftige Niederschläge und Überschwemmungen: Was die Hitze überlebte, zerstörten dann die Wassermassen! Bauern, Eigenheimbesitzer und der Wald litten – sogar die Sorge ums Trinkwasser wuchs. Zu recht, denn noch immer nicht haben sich die Grundwasserstände nach dem Rekordsommer 2018 in Deutschland erholt!

Sonstiges Regenwassernutzung
Wird die Regenwassernutzung zur Pflicht?

Die Sommerhitze hat Eindruck hinterlassen: Zwar glauben 43 Prozent der Deutschen, dass es auch in Zukunft genug Wasser in Deutschland geben wird...

Doch die Meteorologen sind in ihren Prognosen vorsichtig: Der Kälteeinbruch im August war noch kein Herbst-Vorbote – und zwei heiße Sommer machen noch keine Klima-Katastrophe, aber die Vorzeichen häufen sich! Auch für die nächsten Wochen kann das Klima noch Temperatur-Überraschungen für uns bereithalten. Simon Trippler vom Deutschen Wetterdienst weiß aus Erfahrung: "Tageshöchsttemperaturen von 25 Grad oder mehr – nach meteorologischer Definition ein Sommertag – sind bis weit in den Oktober möglich, selbst wenn am 1. September für die Meteorologen der Herbst beginnt.“

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