Hornisse Wie eine Königin einen ganzen Schwarm Hornissen gründet

Als junge Hornissen-Prinzessin verlassen die begattungsfähigen Weibchen im Herbst das Nest der alten Hornissen-Königin. Nach Befruchtung und fast acht Monaten Winterruhe schwärmen die neuen Königinnen aus, um einen eigenen Hornissenschwarm zu gründen!

Hornissen-Königin
Foto: umsiedlungen / pixabay
Inhalt
  1. Wie groß ist ein Hornissenschwarm?
  2. Woraus besteht ein Hornissennest?
  3. Hornissennest entdeckt: Wen informieren?

Mit der Hornissen-Königin, die aus dem Winterschlaf erwacht, beginnt ein neuer Lebenszyklus: Hat sie einen geeigneten Nistplatz gefunden, beginnt die Hornissenkönigin mit der Eiablage. Erst schlüpfen nur ein paar Abreiterinnen, die beim Bau des Hornissennests helfen, danach wächst das Wespenvolk schnell zu einem gewaltigen Hornissenschwarm heran. Was Sie über die nützlichen Insekten wissen sollten, erfahren Sie hier:

 

Wie groß ist ein Hornissenschwarm?

Zur Hochzeit im Sommer fliegen im Durchschnitt 700 Hornissen das Nest an. Zwischen 500 und 1000 Einzeltiere – von der Hornissenkönigin, über (weibliche) Arbeiterinnen und (männliche) Drohnen – zählt ein einzelner Hornissenschwarm. Den Winter überleben aber nur die wenigsten Individuen.

Warum stehen Hornissen unter Naturschutz?

Weil sie vom Menschen bedroht werden und in ihrem Bestand gefährdet sind! Horror-Geschichten über Hornissen ("3 Hornissenstiche töten einen Menschen") haben der größten heimischen Faltenwespe einen schlechten Ruf eingebracht – zu Unrecht. Die Tiere befreien Gartenbesitzer von Ungeziefer – ein halbes Kilo Schädlinge verfüttert ein einziger Hornissenschwarm an seine Larven – pro Tag!
Zudem ernähren sich erwachsene Hornissen überwiegend pflanzlich (von Baumsäften, Blütennektar und seltener Fallobst): Daher kommen sie dem Menschen viel seltener in die Quere als die "Gemeinse Wespe"!

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Ab Mai gründet jede Hornissen-Königin, die den Winter überlebt hat, ein neues Volk. Ihr Nest bauen Hornissen gern in trockenen Baumhöhlen. Fehlen...

Was Hornissen nicht mögen:

Sollten Sie sich dennoch von einem Hornissenschwarm im Garten belästigt fühlen, können Sie versuchen, die Tiere zu vertreiben – fort von Schlafzimmerfenster und Terrasse. Töten dürfen Sie die Tiere nicht. Nach Bundesartenschutzverordnung drohen dafür hohe Geldstrafen!

 

Woraus besteht ein Hornissennest?

Das Nest eines Hornissenschwarms wird aufgrund seines Aussehens auch "Papiernest" genannt. Allerdings ist das Material, das Hornissen zum Bau ihres Nestes verwenden kein Papier – aber ein Rohstoff davon! Woraus bauen Hornissen ihr Nest? Aus dem, was Hornissen in der Natur finden und verarbeiten können – überwiegend Holzfasern. Bevorzugt wird "vergrautes Holz", also altes, trockenes Holz, das sie leicht abtragen können. Verarbeiten die Hornissen viel weiches Totholz, erscheint das Hornissennest oft rotbraun bis orange getont. Grund dafür ist, dass verrottendes Holz oft von Braun- oder Weißfäule befallen ist – der Holzschädling macht das Holz aber weicher und für die Hornissen leichter bearbeitbar.

Wann ist das Hornissennest leer?

Ab Oktober sind die meisten Hornissennester verlassen: Das alte Volk ist abgestorben, die Königinnen des Folgejahres haben sich schon ins Winterlager verkrochen. Dann ist ein guter Zeitpunkt, um leere Hornissennester gefahrlos zu entfernen!
Aber Vorsicht: Wenn die Königin früher stirbt, dezimiert sich auch schnell die Zahl ihres Hornissenvolkes. Aber solange noch Larven im Nest wachsen, bleibt das Hornissennest bewohnt.

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Hornissennest entdeckt: Wen informieren?

Wen soll man anrufen, wenn man Hornissen bei sich entdeckt hat? Die Feuerwehr ist in ländlichen Gemeinden der richtige Ansprechpartner, wenn akute Gefahr durch Hornissen droht – z. B. wenn das Nest beschädigt wurde und die Hornissen versuchen sich zu verteidigen.
Ansonsten entfernt ein Kammerjäger das Hornissennest. Er kümmert sich auch um die behördliche Genehmigung für die Umsiedlung der Hornissen, die ja wie erwähnt unter Artenschutz stehen!

 
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