Heuschnupfen-Symptome Welche Heuschnupfenmittel helfen bei Pollenallergien?

Gerötete Augen, wunde Nase – und das bei schönstem Frühlingswetter! Zeigen sich die ersten Heuschnupfen-Symptome sollten Allergiker wirksame Heuschnupfenmittel griffbereit haben, um die Körperreaktionen auf die allergenen Blütenpollen unter Kontrolle zu halten.

Heuschnupfen-Symptome
Foto: iStock / RealPeopleGroup
Inhalt
  1. Sind meine Symptome typisch für Heuschnupfen?
  2. Hilfreiche Hausmittel bei Heuschnupfen
  3. Heuschnupfenmittel: Welche helfen wirklich?

Heuschnupfen-Symptome sind meist leicht zu identifizieren: Wenn Niesattacken einen schütteln und man an der frischen Luft ständig zum Taschentuch greifen muss, um die laufende Nase zu bändigen, ist die Ursache ziemlich wahrscheinlich eine Pollenallergie. Blühende Sträucher müssen dafür nicht in Ihrem Umfeld sein – Pollen von Gräsern oder Frühblühern trägt der Wind kilometerweit!

 

Sind meine Symptome typisch für Heuschnupfen?

Wenn im Frühling die Nase juckt, die Augen tränen und Niesattacken einen quälen, diagnostizieren viele sofort: Heuschnupfen! Aber im Winter ist die Selbstdiagnose schon schwieriger. Welche Symptome sprechen für Heuschnupfen, welche für eine Erkältung oder gar eine Hausstaub-Allergie? Machen Sie gleich den Selbst-Test:

Auch die Begleitsymptome verraten mehr: Erkältete haben oft Fieber und Halsschmerzen, Allergiker leiden vor allem unter Juckreiz in der Nase, den Augen und am Gaumen. Folgt ein Nieser auf den anderen, weist es auf eine Allergie hin. Vermuten Sie Heuschnupfen, lassen Sie sich am besten vom Arzt testen!
Diese Fragen helfen dabei, die Allergie von einem Infekt zu unterscheiden. Der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) hat Merkmale ausgemacht, mit denen eine reine Erkältung von Heuschnupfen unterschieden werden kann:

  • Beginnen die Beschwerden langsam und mit Kopfschmerzen?
    Dann haben vermutlich Viren eine Erkältung hervorgerufen. Eine Allergie macht sich dagegen von einer Minute auf die andere bemerkbar. Außerdem ist eine Erkältung nach spätestens zehn Tagen abgeklungen, Allergien hingegen bleiben oft mehrere Wochen bis Monate bestehen.
  • Kopf und Nase wirken draußen wie befreit?
    Das deutet auf eine Erkältung hin. Bei einer Allergie verschlimmern sich die Symptome im Freien. Bei Niederschlag werden sie jedoch kurzzeitig besser, da die Luft durch den Regen weniger Pollen aufweist.
  • Ist die Nase eher verstopft oder tropft sie ständig?
    Beim Heuschnupfen tropft die Nase meist ständig wässrig. Bei einer Erkältung quält besonders nachts oft eine verstopfte Nase – das Nasensekret ist zäh und gelb-grün.
  • Sind die Augen ganz rot, jucken oder tränen sie?
    Typisch für eine Allergie! Jetzt nur nicht reiben – dadurch verteilen Sie die Pollen noch mehr im Auge und es wird nur schlimmer! Anti-allergische Augentropfen (Apotheke) bringen Linderung.
  • Kommt es zu heftigen Niesattacken?
    Dann ist vermutlich der Auslöser für eine Allergie nicht weit oder in sehr starker Konzentration in der Luft. Pollenallergiker leiden besonders heftig, wenn die Temperaturen steigen und die Bäume oder Gräser die allergieauslösenden Pollen alle auf einmal loslassen.
  • Tauchen die Symptome zu bestimmten Jahreszeiten auf?
    Auch wenn aufgrund von veränderten Klimabedingungen inzwischen fast ganzjährig Pollen unterwegs sind, gibt es doch Zeiten der Hochsaison: Wenn im Frühjahr ab etwa April die Birkenpollen fliegen oder in den Sommermonaten die der Gräser, leiden besonders viele Allergiker unter Heuschnupfen-Beschwerden.

Derzeit ist auch die Angst groß, dass es kein Heuschnupfen ist sondern eine Corona-Infektion. Wer als Allergiker seine typischen Symptome kennt (häufiges Niesen, tränenden Augen, flüssiges Nasensekret) kann eine Heuschnupfen-Attacke meist eindeutig von einer etwaigen Covid19-Erkrankung unterscheiden. Fieber oder Halsschmerzen sind bei Pollenallergien eher selten. Im Zweifel lassen Sie einen PCR- oder Schnelltest machen.

 

Hilfreiche Hausmittel bei Heuschnupfen

Ein starkes Immunsystem schützt auch gegen Heuschnupfen: Körperliche Aktivität (vor allem Ausdauersport) und Entspannung (zum Beispiel Yoga oder Meditation) besänftigen unsere übersensible Immunabwehr und mildern die Beschwerden. Stress hingegen verstärkt meist die Symptome. Insbesondere die Vitalstoffe Vitamin C und Quercetin wirken wie natürliche Antihistaminika. Daher sollten Gemüse und Obst ganz oben auf unserem Speiseplan stehen. Gute Quellen für Quercetin sind Zwiebeln und Heidelbeeren. Vitamin C steckt reichlich in Sanddorn, Paprika, Zitrusfrüchten und Brokkoli. Besonders immunregulierende sowie allergiehemmende Eigenschaften besitzt zudem Zink (z. B. in Kürbiskernen). Ob tatsächlich ein Vitalstoff-Mangel besteht, kann der Arzt feststellen. Rezeptfreie Depot-Tabletten aus der Apotheke sorgen dann für volle Speicher.

Was Sie außerdem tun können, um die körpereigene Immunabwehr gegen die Heuschnupfen-Pollen in Stellung zu bringen, zeigt das folgende Video:

 
  1. Eine Nasendusche entlastet die Atemwege besonders effektiv. Eine Nasendusche befreit schonend von Pollenpartikeln und Staubteilchen. So werden die feinen Flimmerhärchen der Nasenschleimhaut in ihrer reinigenden Funktion unterstützt. Um eine Nasenspülung durchzuführen, gibt es in der Apotheke spezielle Nasenduschen und kleine Beutel mit Nasenspülungssalz, das in 250 Milli Liter lauwarmem Wasser aufgelöst und in die Nasendusche gefüllt wird. Das desinfiziert die oberen Atemwege, reizende Allergene werden einfach herausgespült. Zudem befeuchtet die Lösung die Nasenschleimhäute und macht sie so widerstandsfähiger.
  2. Ein pollenfreies Zuhause schaffen: Um die eigenen vier Wände möglichst pollenfrei zu halten, sollte die Wohnung nur in pollenarmen Zeiten gelüftet werden – und lieber mehrmals täglich kurz und kräftig (Stichwort Stoßlüftung) als dauerhaft über ein gekipptes Fenster. Zudem sollte möglichst oft feucht durchgewischt werden. Auch in den Haaren verfängt sich Blütenstaub, der sich dann auf dem Kopfkissen verteilt. Daher am besten immer vor dem Zubettgehen die Haare waschen und Bettbezüge in der Pollensaison einmal pro Woche wechseln. Wer auf Nummer sicher gehen will, bringt spezielle Pollengitter an seinen Schlafzimmerfenstern an. Sie halten den Großteil der Allergieauslöser draußen.
    Gartenpflege Pollenschutzgitter
    Den Pollen Hausverbot erteilen

    Die eigenen vier Wände als Rückzugsort vor Pollen – mit einem Pollenschutzgitter kein Problem

  3. Akupunktur unterstützt die Symptomfreiheit: Akupunktur hat sich bei der Linderung von Pollenallergie und allergischem Asthma bewährt. Die Stiche der feinen Nadeln beeinflussen das Immunsystem so, dass es nicht mehr überreagiert. Die Behandlung beginnt üblicherweise in der symptomfreien Zeit, kann aber auch in der akuten Heuschnupfen-Phase erfolgen. Untersuchungen belegen: Durch die Therapie steigt die Zahl der symptomfreien Tage, und die Stärke der Beschwerden wird insgesamt gemindert. Experten empfehlen zwischen sechs und acht Sitzungen, die selbst gezahlt werden müssen (etwa 40 Euro pro Sitzung).
 

Heuschnupfenmittel: Welche helfen wirklich?

Trifft einen der Heuschnupfen unvorbereitet, sind die typischen Symptome quälend. Dabei gibt es viele schnell wirksame Heuschnupfenmittel, die das Leiden mildern können. Mit Augentropfen und Nasenspray kann man leichte allergische Reaktionen auf die Blütenpollen stoppen – leichte Symptome und eine rechtzeitige Anwendung vorausgesetzt.
Ist absehbar, dass man einer Pollenbelastung ausgesetzt sein wird, weil der Pollenflug-Kalender eine hohe Konzentration voraussagt und man sich Gartenarbeit vorgenomen hat, sollte man antihistaminhaltige Heuschnupfenmittel einnehmen. Die kleinen, im Allgemeinen gut verträglichen Tabletten werden meist am Vorabend eingenommen, damit sich die Schutzwirkung des Heuschnupfenmittels ausreichend entfalten kann. Früher machten Heuschnupfenmittel leicht müde, moderne Anti-Heuschnupfen-Wirkstoffe haben diese Nebenwirkung nicht mehr.

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Das beste Wetter für Allergiker ist dichter Landregen – dann werden die Pollen gründlich aus der Luft gewaschen. Bei schönem Wetter (trocken...

Nie wieder Heuschnupfen-Symptome? Längerfristige Hilfe versprechen sogenannte Hyposensibilisierungskuren, die der Arzt verabreicht. Normalerweise wird die sogenannte Hyposensibilisierung im Herbst begonnen und über drei Jahre in den Wintermonaten durchgeführt, wenn die Luft nahezu pollenfrei ist. Was viele nicht wissen: Es gibt auch ein Verfahren, das noch nach Start der Pollensaison anwendbar ist: die sogenannte intrasaisonale Immuntherapie. So können Spätentschlossene, für die die herkömmliche Immunisierung nicht mehr infrage kommt, noch kurz vor ihrer individuellen Leidenszeit behandelt werden.
Weitere Tipps zu den besten Heuschnupfenmittel gegen allergische Beschwerden sind bei praxisVita zusammengetragen >>

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