Heilpflanze des Jahres Johanniskraut ist die Heilpflanze des Jahres 2019

Dass Pflanzen mehr können als hübsch aussehen, ist hinlänglich bekannt: Doch jenseits von Kamillentee und Arnika-Tinktur können auch viele andere Gartenpflanzen zu einem gesunden Lebensstil beitragen. Mit der Wahl zur "Heilpflanze des Jahres" will der Verein NHV Theophrastus den Blick auf die heilsame Kraft der Pflanzen lenken.

Die Heilpflanze des Jahres wird in Deutschland seit dem Jahr 1990 jährlich gekürt: Zunächst haben sich die "Heilkräuterfreunde Deutschlands e.V." darum gekümmert, doch 2004 wurde der Verein aufgelöst. Mit dem "Verein zur Förderung der naturgemäßen Heilweise nach Theophrastus Bombastus von Hohenheim, gen. Paracelsus e.V." (NHV Theophrastus) hat sich 2003 ein Nachfolger gefunden, der die jährliche Wahl zur "Heilpflanze des Jahres" veranstaltet.

Ziel des NHV Theophrastus ist es, Informationen zu heilenden Wirkungen von Kräutern anhand der ausgewählten Pflanze exemplarisch zu vermitteln und auf die Bedeutung der Phytotherapie in der Medizin hinzuweisen, wie die wikipedia zur Heilpflanze des Jahres berichtet.

 

Arzneipflanze des Jahres

Neben der "Heilpflanze des Jahres", wird auch die "Arzneipflanze des Jahres" gekürt: Die Arzneipflanze des Jahres zeichnet der "Interdisziplinäre Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde am Institut für Geschichte der Medizin der Universität Würzburg" aus. Seit 1999 will das Gremium mit der Wahl zur Arzneipflanze des Jahres die Bedeutung der Pflanzen in der Medizin und ihre pharmazeutische Nutzung betonen.

  • Arzneipflanze des Jahres 2019: Weißdorn stammt aus der Familie der Rosengewächse und wird seit vielen Jahrhunderten gegen Herz- und Kreislaufbeschwerden eingesetzt, auch konnte die Wirkung von Weißdorn auf das Herz belegt werden. Tobias Niedenthal vom Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde erklärt die Wahl zur Arzneipflanze 2019 so: "Der größte Vorteil ist, dass Nebenwirkungen fast nicht vorhanden und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten nicht bekannt sind."
  • Arzneipflanze des Jahres 2018: Gewöhnlicher Andorn – Jahrhundertelang gehörte der Lippenblütler zu den beliebtesten Heilpflanzen und findet auch heute noch wegen seiner schleimlösenden Wirkung als Hustenmittel Verwendung. Mit der Auszeichnung zur Arzneipflanze 2018 wollen die Würzburger Wissenschaftler dem zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Andornkraut wieder zu Popularität verhelfen.
 

Giftpflanze des Jahres

Um die Wahl zur "Giftpflanze des Jahres" kümmert sich seit 2005 der "Botanische Sondergarten in Hamburg-Wandsbek". Die Wahl erfolgt seit 2004 in öffentlicher Abstimmung und soll besonderes Augenmerk auf die Giftwirkung von Pflanzen lenken, die in Deutschland bei der Gartengestaltung verwendet werden.

 

Aufklärung tut Not: Denn Pflanzen, deren giftige Wirkung unbekannt ist, können leicht unnötige Vergiftungsunfälle bei Erwachsenen und Kindern hervorrufen.

  • Giftpflanze des Jahres 2019: Aronstab – Im Frühling formt der Aronstab mit seinen großen, pfeilförmigen Blättern eine Kesselfalle aus, um Insekten zu fangen, die den auffälligen braunen Kolben anfliegen. Im späten Sommer bildet die Pflanze am Ende dieser Stiele leuchtend rote kleine Früschte aus. Sie sind bei Vögeln sehr beliebt (So breitet sich der Aronstab aus), für Mensch und Tier aber sehr giftig (schon der Verzehr ist schmerzhaft)! Auch die Blätter ("Beifang" beim Bärlauch-Sammeln!) sind ungenießbar.
  • Giftpflanze des Jahres 2018: Wunderbaum (Rizinus) – Wegen seiner dekorativen sternförmigen Blätter und der attraktiven Früchte ist der Wunderbaum eine beliebte Zierpflanze in Parks und Gärten. Doch in den weichstacheligen roten Samenkapseln lauert Gefahr: Das äußerst giftige Ricin in den auffällig marmorierten Samen kann schon bei Hautkontakt riskant sein!

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