Hausbau-Kredit Corona-Krise drückt die Zinsen für Bau-Darlehen

Das Corona-Virus hat die Welt in einen Ausnahmezustand versetzt. Vor allem wirtschaftlich ist es für viele Länder eine Belastungsprobe, darunter auch Deutschland. Freuen können sich jetzt aber Bauwillige: Die Zinsen für Baukredite werden wegen der Covid19-Krise auf ein historisches Tief gedrückt.

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Die Bauzinsen sind auf einem Rekordtief dank Corona, aber wie lange hält diese Phase an? Foto: imago images / Rupert Oberhäuser

Wie eine Welle erreichte das Corona-Virus vor ein paar Wochen auch Deutschland und flutete das Land mit einer Vielzahl von Infektionen. Das alltägliche Leben der Deutschen wurde massiv eingeschränkt, nicht zuletzt durch eine allgemeine Kontaktsperre. Auch wirtschaftlich zeigen sich erste Auswirkungen der Krise. An der Börse erreichte der DAX einen noch nie dagewesenen Tiefpunkt. Mittlerweile stehen kleine und mittlere Unternehmen vor der Insolvenz und müssen staatliche Hilfen beantragen. Bei all den negativen Nachrichten der letzten Tage sticht eine positive Meldung zur Baufinanzierung hervor und lässt die Herzen von Bauwilligen höher schlagen: Dank Corona sind die Zinsen für Baukredite erneut gefallen. Noch nie war es so günstig, ein Eigenheim zu bauen.

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Wie kommt es zu der Senkung der Zinsen für Baukredite?

Schuld am Allzeittief der Zinsen für Baukredite ist, laut Mirjam Mohr, Vorstandsmitglied der Interhyp-Gruppe, die Verunsicherung am Markt. Nach dem Einbrechen der Aktienmärkte legten viele Investoren ihr Geld in vergleichsweise sichere Staatsanleihen an. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihen fiel daraufhin auf ein Rekordtief von - 0,8 %. Zudem senkten Zentralbanken wie die amerikanische Fed den Leitzins drastisch. Dies drückte das Zinsniveau an den Kapitalmärkten insgesamt. Kreditnehmer von Baudarlehen profitieren jetzt davon. Auch Negativzinsen rücken wieder in den Fokus.

Bei all der Unsicherheit am Markt ist es der sicherste Weg sein Geld in Immobilien anzulegen und sich endlich das Traumhaus zu bauen, von dem man schon immer geträumt hat. Die Mehrheit der Kreditnehmer kann jetzt ein Darlehen mit einer 10-jährigen Zinsbindung für rund 0,6 % annehmen. Bei guter Bonität können es sogar nur 0,4 % sein. Das ist im Durchschnitt um 0,1 % besser als vor der Corona-Krise. 15 Jahre Zinsbindung bekommt man schon bei etwa 0,5 % Zinsen.

 

Bleiben die Zinsen für Immobilien-Darlehen so günstig?

Die Interhyp-Gruppe ist sich sicher, dass es dieses Jahr noch so günstig bleibt. Nur mit einem leichten Anstieg ist zu rechnen, wenn die Bundesanleihen nicht mehr so stark gefragt sind. Negativzinsen sind, außer vereinzelt bei Förderungen der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau), allerdings erstmal nicht zu erwarten. Andere Experten sehen es nicht so rosig. Der wirtschaftliche Abschwung kann auch auf Seiten der Banken zu einem Anstieg der Risikokosten und damit auch höheren Baufinanzierungskonditionen führen, meint Michael Neumann, Vorstandschef von Dr. Klein Privatkunden. Daher schätzt er die momentane Situation als extrem attraktiv für Bauwillige ein und mahnt, nicht auf noch günstigere Konditionen zu warten.

Quelle: Town & Country Haus

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