Förderung für Heizung und Solarstrom Bafa-Förderung für Solarthermie sichern
Jede dritte Heizung ist komplett veraltet, bei Ölheizungen liegt die Zahl sogar bei der Hälfte. Das ist nicht nur für die Umwelt schlecht, sondern vor allem auch für den Geldbeutel. Dabei stehen Sie bei der Modernisierung Ihrer Heizung nicht alleine da. Wir verraten Ihnen, mit welchen Förderungen für Heizungen Sie rechnen können.

Auch wenn man mittlerweile ganze Solaranlagen im Internet bestellen kann, empfiehlt sich die komplette Selbstmontage nur für Fachleute. Nicht nur, dass man auf dem Dach herumturnen muss, ebenso gilt es, die für das vorhandene oder neue Heizsystem ergänzende Solaranlage auszuwählen. Auch die Kollektorfläche muss passen. In jedem Fall sollte man sich vor Kauf und Installation nach Förderungen für Heizungen erkundigen!
Hauptförderer sind das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sowie die KfW Bankengruppe. Beide Stellen fördern sowohl die Heizungsmodernisierung sowie die Anschaffung einer Heizungsanlage auf Basis erneuerbarer Energien sowie Kombi-Geräte. Teilweise ist auch eine Kombination beider Förderungen möglich. Hierbei darf es jedoch nicht zu einer Doppelförderung einer Maßnahme kommen.
Achtung: Während die Fördermittel der BAFA nicht zurückgezahlt werden müssen, vergibt die KfW lediglich Kredite zu besonders günstigen Konditionen.
Wer ein Eigenheim bauen möchte, kann sich über eine Förderung freuen. Welche das ist und wie Sie diese erhalten, zeigt das Video:
Förderung Heizung
Wollen Sie eine Förderung beantragen oder einen Überblick bekommen, wie viel in Ihrem Fall konkret gefördert werden kann, helfen die Internetauftritte von BAFA und KfW weiter. Erkundigen Sie sich vor der Inanspruchnahme bitte immer erst direkt beim BAFA oder der KfW. Dort erhalten Sie auch Informationen bezüglich der unterschiedlichen Bedingungen für die Förderungen. Suchen Sie jedoch nur nach einer groben Übersicht der Fördermaßnahmen, verschaffen wir Ihnen im Folgenden einen Überblick der Förderungen zum aktuellen Stand (2017).
Heizungsmodernisierung
Veraltete Heizungen kosten einem über die Jahre meist mehr Geld als man durch eine zeitige Modernisierung ausgegeben hätte. Dennoch vernachlässigen viele dieses wichtige Thema. Wann es Zeit wird für eine Modernisierung lässt sich allgemein natürlich nicht sagen. Allerdings sollte gut alle 15 Jahre über eine Erneuerung der Anlage nachgedacht werden und diese zumindest auf ihre Effizienz überprüft werden. Damit eine neue Anlage – diese können zwischen 5 000 und 15 000 Euro kosten – nicht zu sehr den Geldbeutel belastet, lohnt es sich, eine Förderung in Anspruch zu nehmen.
BAFA-Förderung für Heizungen
- Die Modernisierung von Heizungspumpen und Warmwasser-Zirkulationspumpen
- Der hydraulische Abgleich
In Verbindung mit dem hydraulischen Abgleich können zusätzlich folgende Installationen gefördert werden:
- Voreinstellbare Thermostatventile
- Einzelraumtemperaturregler
- Strangventile
- Technik zur Volumenstromregelung
- Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik und Benutzerinterfaces
- Pufferspeicher
- Professionelle Einstellung der Heizkurve
Höhe der Förderung:
Die Förderung beträgt 30 % der Nettoinvestitionskosten, höchstens jedoch 25 000 Euro pro Standort.
KfW Förderung für Heizungen
- Der Austausch ineffizienter Heizungsanlagen durch effiziente Anlagen
- Eine optimierte Einstellung der neuen Anlage
Höhe der Förderung:
- Bis zu 100 000 Euro
- 0,75 % effektiver Jahreszins
- Bis zu 27 500 Euro Tilgungszuschuss, abhängig davon wie gut der Energiestandard nach der Sanierung ist
Anschaffung einer neuen Heizungsanlage auf Basis erneuerbarer Energien
Auch bei der Anschaffung einer komplett neuen Heizungsanlage auf Basis erneuerbarer Energien helfen BAFA und KfW weiter.
BAFA Förderung
Gefördert wird Anschaffung von Solarthermieanlagen, Biomasseanlagen und Wärmepumpen in Bestandsgebäuden sowie teilweise auch in Neubauten.
Höhe der Förderung:
- Biomasseanlagen: bis zu 8 000 Euro pro Vorhaben
- Solarthermieanlagen: bis zu 20 000 Euro pro Vorhaben, höher bei einer ertragsabhängigen Förderung
- Wärmepumpen: bis zu 15 000 Euro pro Vorhaben
KfW Förderung
- Solarthermieanlagen bis 40 Quadratmeter
- Biomasseanlagen zwischen 5 kW und 100 kW Nennwärmeleistung
- Wärmepumpen bis zu 100 kW Nennwärmeleistung
- Kombinierte Heizungsanlagen
Höhe der Förderung:
- Bis zu 50 000 Euro
- 1,31 % effektiver Jahreszins
- Bis zu 10 Jahre Kreditlaufzeit bei festem Zinssatz
Förderung Photovoltaik
Die Förderung von Photovoltaik-Anlangen sieht etwas anders aus als die Förderung von modernen Heizungsanlagen. Hierfür gibt es ebenfalls ein Förderprogramm der KfW sowie zusätzlich dazu eine spezielle EEG-Förderung.
EEG-Förderung
Die Förderung beruft sich auf dem Gesetz zur Förderung der erneuerbaren Energien aus dem Jahr 2000. Hierbei wird der überschüssige Strom in das Stromnetz eingespeist und entsprechend vergütet. Aktuell beläuft sich die Vergütung auf maximal 12,20 Ct/kWh. Die Einspeisevergütung verliert jedoch langsam an Bedeutung, da die Vergütung immer weiter sinkt, sodass es in Zukunft lohnenswerter ist, in Solarstromspeicher-Systemen zu investieren und den Strom einfach selber zu nutzen. Hier kommt die Förderung der KfW ins Spiel …
KfW-Förderung
Die KfW fördert aktuell die Nutzung von stationären Batteriespeichersystemen für Photovoltaik-Anlagen. Die Anlage darf dabei 30 kWp nicht überschreiten, sie muss sich in Deutschland befinden und mindestens 5 Jahre betrieben werden. Pro Anlage kann zudem nur ein Batteriespeichersystem gefördert werden.
Höhe der Förderung:
- Bis zu 100 % der Nettoinvestitionskosten
- 1,10 % effektiver Jahreszins
- Bis zu 20 Jahre Zinsbindung