Fachkräftemangel verteuert Hausbau Heimwerker gelassen trotz Handwerker-Flaute

Neun Wochen auf einen Klempner, elf Wochen auf einen Fensterbauer, bis zu 17 Wochen auf einen Gebäudereiniger warten? Die Buchungszeiten für Handwerker werden immer länger. Doch fleißige Heimwerker können dieser Entwicklung gelassen gegenüberstehen!

Fachkräftemangel
Foto: Christopher Burns / unsplash

Die andere Seite des Problems: das Bauen in Deutschland wird durch den Handwerker-Effekt zunehmend unbezahlbar! Wirtschaftsboom und Fachkräftemangel - bis zu einer Viertelmillionen offener Stellen und der stetig wachsende Bedarf an neuem Wohnraum sind dabei nur zwei Faktoren, die die Handwerker fast aller Branchen begehrter machen denn je. Neun bis zehn Wochen Wartezeit auf einen Dachdecker, Klempner oder Fensterbauer seien völlig üblich, teilt der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) mit.
Auch über Vermittlungsplattformen im Internet, die dabei hilfen, für alle anfallenden Arbeiten des täglichen Lebens kostenfrei den passenden Handwerker oder Dienstleister zu finden, fällt die Handwerkersuche zunehmend schwer.

Fein raus sind alle Heimwerker, die selbst anpacken! Wer seine Heizung warten, den Durchlauferhitzer anschließen oder den Dachboden dämmen kann, kommt sofort dran und spart durch seine Muskelhypothek zudem viel Geld!

 

Ohne ausreichend viele Handwerker wird Hausbau teurer

Aber natürlich zeigt die Zahl der Wochen oder Monate, in denen man Geduld üben muss, nur eine Seite des Problems: Das Bauen von privaten Wohnungen und Häusern wird in Deutschland zunehmend unbezahlbar. Die neuesten Daten des Statistischen Bundesamts zeigen den anhaltenden Trend. Private Wohngebäude waren im Neubau im August 2018 rund 4,6 Prozent teurer als noch im Vorjahresmonat. Damit nehmen Baupreise mehr als doppelt so schnell wie andere Verbraucherpreise zu.

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Zum einfachen Angebot-Nachfrage-Problem gesellen sich in Deutschland aber noch weitere Schwierigkeiten – v.a. durch umfassende gesetzliche Vorgaben wie Stellplatz- und Energieeinsparverordnungen, Anforderungen zur Barrierefreiheit und Schallschutz oder die steigende Grunderwerbssteuer. 

Für das Jahr 2019 sieht Ferdinand Seulen, Geschäftsführer der Handwerker-Plattform blauarbeit.de, eine exponentielle Verstärkung des Problems: "Die neusten Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen einmal mehr, wie der Fachkräftemangel im Handwerk zu einem der größten strukturellen Probleme Deutschlands wird."

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