Farbtemperatur Energiesparlampe: Lichtstrom & Farbtemperatur

ESL: Lichtstrom & Farbtemperatur

Bei der alten Glühfadenlampe wusste man, was man bekommt, wenn auf der Packung 100 Watt stand: helles klares Licht, das angenehm warm schien. Dass dieses Empfinden eher eine persönliche Einschätzung war, verdrängen wir erfolgreich. Mit dem Einzug von Energiesparlampen und LED ist die Bandbreite der Lichtqualität unserer Leuchtmittel größer geworden – die richtige Auswahl damit schwieriger. Neben der Helligkeit ist vor allem die Lichtfarbe, die sogenannte Farbtemperatur für die Wahrnehmung des Lichts entscheidend. Hier erfahren Sie, wie sich die Farbtemperatur des Lichts auf unser Wohlbefinden auswirkt und wie Sie das passende Leuchtmittel im Regal finden.

Dass sich weißes Licht aus den Spektralfarben zusammensetzt und nur weiß scheint, wissen die meisten Verbraucher. Je nach Anteil der verschiebenen Wellenlängen erscheint das Licht uns wärmer (= rotstichiger) oder kälter (= blauer). Damit man diese subjektive Wahrnehmung objektiv fassen und beschreiben kann, wird die Farbtemperatur in der physikalischen Einheit °Kelvin gemessen. Zum Vergleich: Eine Kerze strahlt mit einer Farbtemperatur von 1.500 Kelvin Licht ab, eine 100 Watt starke Glühlampe erzeugt 2.800 Kelvin, während die Sonne am Morgen bzw. Abend eine Farbtemperatur von ca. 5.000 Kelvin zeigt – in der prallen Mittagssonne bei klarem Himmel ist es noch mehr.

Leuchtmittel – auch Energiesparlampen und LED – sind heute im Handel überwiegend in drei "Licht-Farbtönen" erhältlich:

  • Warmweiß entspricht einer Farbtemperatur von < 3000 Kelvin
  • Neutralweiß entspricht einer Farbtemperatur von 3000 bis 5000
  • Tageslichtweiß entspricht einer Farbtemperatur von > 5.000 Kelvin

Wie Sie die verschiedenen Angaben zu Lumen, Lux und Kelvin auf der Leuchtmittelpackung unterscheiden, erfahren Sie hier:

Elektro & Leuchten
 

Energiesparlampe

Lumen, Kelvin & Co.: Diese Informationen stehen auf den Hüllen von Energiesparlampen

 

Farbtemperatur: Farbiges Licht bei LED & Co.

Eine natürlichere Farbwiedergabe als bei Glühlampen kann man mit Tageslicht-Energiesparlampen erreichen. Die Lampen tragen Packungsangaben wie „Nature Color“ oder „Daylight“ sowie die technischen Hinweise „6500K“ und „CRI: Ra 92“. Sie eignen sich besonders für Computerecken, Schreibtischlampen und Arbeitsplätze.

Die Farbtemperatur wird in °Kelvin angegeben. Dabei gilt: Je kleiner der angegebene Zahlenwert, desto wärmer, gelber wirkt das Licht. Je höher die Zahl, desto kühler, blauer erscheint es.

Außerdem verrät der RA-Wert, wie farbneutral das Leuchtmittel ist, also, in wie weit Farben von gegenständen durch das Kunstlicht verändert wahrgenommen werden. Farben, zum Beispiel von selbst ausgedruckten Fotos oder beim Malen, erscheinen unter Tageslicht-Leuchtmitteln ausgewogener und natürlicher als beim klassischen gelben Glühlampenlicht.

Helligkeit von Energiesparlampen

In einem wichtigen Punkt muss sich der Verbraucher umgewöhnen. Das Maß für die Helligkeit einer Energiesparlampe ist nicht (mehr) die Watt-Zahl, sondern die Lumen-Angabe. Energiesparlampen eineiger Hersteller sind sogar heller als es die Effizienzklasse A verlangt. Daher ist der sorgfältige Vergleich der Verpackungsangaben wichtiger denn je.

Beispielsweise muss eine 11 Watt Energiesparlampe mindestens 531 Lumen haben. Lichtstarke Energiesparlampen bringen bei gleichem Stromverbrauch bis zu 700 Lumen und sind besonders energieeffizient. Die gewohnte Angabe in Watt, die die Leistungsaufnahme des Leuchtmittels beschreibt, verliert ihre Aussagekraft, bleibt aber zu Vergleichszwecken auf der Packung angegeben.

Grafiken, Foto: Megaman, Osram

Quelle: selbst ist der Mann

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