Dispersionsfarbe Wandfarbe nach EN 13300

Wandfarbe ist nicht gleich Wandfarbe. Diese Erfahrung machen Heimwerker spätestens dann, wenn sie eine qualitativ minderwertige Dispersionsfarbe gewählt haben und schon bei der Verarbeitung Schwierigkeiten haben oder mit dem Ergebnis unzufrieden sind.

Doch bei dem großen Angebot von Dispersionsfarben ist es oft nicht leicht herauszufinden, welches Anstrichmittel sich für den eigenen Zweck am besten eignet und darüber hinaus qualitativ hochwertig ist.

Qualitäts farben zeichnen sich in erster Linie durch ihre Inhaltsstoffe aus. Der Farbton, das Deckvermögen und die Fülle (Schichtdicke) des Anstrichmittels werden durch den Anteil der Pigmente bestimmt. Je mehr Weißpigmente (Titandioxyd) eine Dispersionsfarbe enthält, desto besser deckt sie den Untergrund ab. Dies ist ein wichtiges Merkmal von Qualitätsprodukten. Der Arbeitsaufwand ist geringer, und als Streichergebnis steht eine gleichmäßige, wolkenfreie Oberfläche. Ist die Farbe an die Wand gebracht, sollte sie sich auch bewähren. Dies bedeutet unter anderem, dass sie sich gut reinigen lässt, notfalls auch mit einem nassen Schwamm. Wenn eine Farbe das aushält, spricht man im Fachjargon von einer „hohen Nassabriebbeständigkeit“. Dafür sind in Dispersionsfarben die Bindemittel Reinacrylat oder Vinylacetat verantwortlich. Auch hier gilt: Je mehr Bindemittel enthalten ist, desto höher liegt die Nassabriebbeständigkeit.

Dispersionsfarbe nach EN 13300

 

Qualität bei Dispersionsfarben erkennen

Ob eine Farbe hohen Qualitätsansprüchen gerecht wird, können Heimwerker anhand eines Etiketts am Gebinde erkennen. Darauf beurteilt die Europäische Norm EN 13 300 Dispersionsfarben nach den Kriterien Reinigungsfähigkeit, Deckkraft und Reichweite und teilt sie in verschiedene Qualitätskategorien ein. Die Nassabriebbeständigkeit unterteilt die EN 13 300 in fünf Klassen. Richtig robust sind dabei nur die Klassen eins und zwei. Farben der Klassen vier und fünf sind dagegen in Punkto Reinigungsfähigkeit nicht zu empfehlen. Die Deckkraft beurteilt die Norm in vier Kategorien. Sehr gut decken die Farben der Klasse eins (zu 99,5 Prozent und mehr). Und noch ein weiterer Punkt ist durch die Norm garantiert: Die erreichte Deckkraft bezieht sich immer auf die auf dem Eimer angegebene Reichweite und gewährleistet, dass man die versprochenen Quadratmeter im optimalen Streichergebnis erhält.

Reinigungsfähigkeit

Innenwandfarben werden in Klassen eingeteilt, die sich mit einer definierten Scheuermethode ermitteln lassen. Dabei entspricht:

  • Klasse 1: weniger als 5 μm Abrieb bei 200 Hüben
  • Klasse 2: weniger als 20 μm Abrieb/200 Hübe
  • Klasse 3: weniger als 70 μm Abrieb/200 Hübe
  • Klasse 4: weniger als 70 μm Abrieb bei 40 Hüben
  • Klasse 5: keine Anforderung

Deckkraft

Die Deckkraft ist für deutsche Verbraucher das wichtigste Kriterium bei Innenraumfarben. Die Norm schreibt bei der geprüften Klassenangabe eine Angabe der Reichweite vor:

  • Klasse 1: mehr als 99,5 % Deckvermögen
  • Klasse 2: mehr als 98 % Deckvermögen
  • Klasse 3: keine Anforderung

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