Coronavirus bei Hund und Katze Das müssen Sie als Haustierbesitzer jetzt wissen

Können Haustiere am Coronavirus erkranken? Können sie den Virus übertragen? Und was mache ich mit meinem Hund, wenn ich in Quarantäne bin? Wir verraten, was Sie als Haustierbesitzer jetzt wissen müssen.

Hund und Katze beim Tierarzt
Foto: FamVeld / iStock

In Zeiten des Coronavirus sind viele Menschen beunruhigt und zahlreiche Fake News in den sozialen Netzwerken tragen nicht gerade zu einer besonnenen Stimmung bei. Gerade in Bezug auf Hunde und Katzen finden sich viele Falschmeldungen im Netz und das mit teils verheerenden Folgen. So geben einige Menschen sogar ihre geliebten Haustiere aus Angst vor einer Ansteckung mit Coronaviren ab. Das muss jedoch nicht sein!

 

Können Haustiere das Coronavirus übertragen?

Zunächst einmal der deutliche Appell: Bitte geben Sie Ihre Haustiere nicht ab! Die meisten Meldungen im Netz bezüglich Haustiere und Corona beziehen sich auf folgende drei Fälle:

  1. Coronavirus ist nicht gleich Coronavirus: Coronavirus ist ein Oberbegriff für eine ganze Virenfamilie, darunter auch SARS, MERS sowie das Canine Coronavirus (CCoV) und das Feline Coronavirus (FCoV). Das Feline und Canine Coronavirus sind bereits seit den 1970ern bekannt, treten seitdem auch in Deutschland regelmäßig bei Hunde- und Katzenwelpen auf und haben nichts mit der aktuellen COVID-19-Pandemie zu tun: Während COVID-19 eine Atemwegserkrankung ist, verursachen die feline und canine Variante Darmbeschwerden.
  2. Hund in Hong Kong positiv getestet: Seit Februar macht die Meldung die Runde, ein Hund sei positiv auf das Coronavirus getestet worden. Tatsächlich wurde der Hund einer infizierten Frau schwach positiv getestet. Da er jedoch keinerlei Symptome zeigte und auch keine Antikörper bildete, wird davon ausgegangen, dass die Viren der Besitzerin sich schlicht auf dem Hund festsetzten – wie dies auf jeder Oberfläche geschehen kann – diesen aber nicht direkt infizierten.
  3. Katze in Belgien positiv getestet: Tatsächlich soll dies der erste positive Fall eines Haustieres mit COVID-19 sein. Die Katze habe sich angeblich angesteckt und anschließend vorrübergehend Atemwegsbeschwerden gezeigt. Viele Informationen sind zu diesem Fall jedoch leider nicht bekannt, sodass es voreilig wäre, daraus Schlüsse zu ziehen.

Fazit: Selbst, wenn eine Ansteckung von Mensch auf Tier und umgekehrt mit COVID-19 möglich ist, gehen Experten davon aus, dass die Gefahr außerordentlich gering ist, ansonsten gäbe es bereits wesentlich mehr Fälle von erkrankten Haustieren. Sind Sie selbst infiziert, sollten Sie sich jedoch vorsichtshalber öfter vor Streicheleinheiten mit Ihrem Haustier die Hände waschen und sich nicht von diesem im Gesicht ablecken lassen.

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Hundebesitzer unter Quarantäne

Eine weitere Frage, die vor allem Hundebesitzer beschäftigt: Darf ich unter Quarantäne mit meinem Hund Gassi gehen? Ganz klar: Nein! Sind Sie selbst infiziert oder besteht bei Ihnen der Verdacht dürfen Sie die Quarantäne nicht verlassen. Hundebesitzer sollten sich bereits im Vorfeld Gedanken darüber machen, wer im Zweifel mit ihren Hund Gassi gehen kann. Auch hier gilt jedoch bei der Übergabe des Tieres: Abstand halten! Waschen Sie sich vor und nach jedem Kontakt die Hände, verwenden Sie als Gassigänger am besten eine eigene Leine und kuscheln Sie nicht zu sehr mit dem Tier, da sich Viren auch in dessen Fell befinden können.

Alle anderen dürfen aufatmen: Aktuell ist das Gassi gehen selbstverständlich noch erlaubt. Selbst bei einer kompletten Ausgangssperre wie in Italien dürfen die Menschen mit ihren Hunden noch in unmittelbarer Nähe zum Haus Gassi gehen.

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