Leichtbeton ? Blähton ? fertighaus ? massivhaus ?



  • Hi @ all
    ich bin gerade dabei einen anbieter zu finden für den Rohbau meines Hauses, das problem ist jetzt soo gekommen
    Ich habe einen Anbieter , der mir einen Kompletthaus, Fertighaus, also sozusagen wie ein Puzzle zusammen baut und das für wenig Geld, das haus ist ein NIEDRIGENERGIE haus,
    ich dachte eeehr an einem MassivHaus, also Zeigelhaus, einen ganz normalen haus, doch jetzt muss ich mich entscheiden ! was ist besser ?was sind die vorteile von jedem?
    und was ist Blähton?



  • Re: Leichtbeton ? Blähton ? fertighaus ? massivhaus ?
    Hallo Gästchen!
    Ich würde Dir zu einem Massivhaus (Ziegel oder Kalksandstein) raten, Fertighäuser haben immer ein paar schwachstellen. z.B. die Ecken werden normalerweise stumpf an einander gestellt und anschließend verschraubt und vergossen (verschäumt??) eine solche Fuge kann nicht dauerhaft so stabil und dicht sein wie eine im Verbund gemauerte Ecke. Bei Fertighäusern gibt es häufig probleme mit undichten Ecken und anschlüssen.
    Allerdings ist die Bauzeit natürlich nicht zu toppen!
    Trotzdem würde ich nicht über ein Fertighaus nachdenken.
    Blähton ist ein Ton der in eine bestimmten verfahren gebrannt und mit Luft versetzt wird.
    siehe auch www.fiboexclay.de
    Findet man auch in Hydrokulturen.
    Gruß Sascha



  • Re: Re: Leichtbeton ? Blähton ? fertighaus ? massivhaus ?
    Hallo zusammen
    ich arbeite in einer Firma die unter anderen auch Wände aus Leichtbeton (Blähton) herstellt. Es ist richtig, daß die Wände voreinander gestellt und vergossen werden.Das bedeutet aber nicht, das diese Stellen undicht werden. Schließlich kommt noch eine Klinkerschicht oder ein anderer Außenputz an diese Fertighäuser.
    Risse gibt es in gemauerten Häusern auch. Wir haben ein Haus aus Ziegeln gemauert. Auch dort gibt es Risse. Sogar mitten in der Wand. Eine Wand aus Blähton hat eine Bewehrung aus Betonstahl. Da gibt es keine Risse mitten in der Wand.
    MfG Josef



  • Re: Re: Leichtbeton ? Blähton ? fertighaus ? massivhaus ?
    Ein Fertighaus kann durchaus ein Massivhaus sein. Blähtonelementen sind genauso massiv wie modernes (Leichthochloch-)Ziegel-Mauerwerk.
    Wenn Du ein Haus als Niedrigenergiehaus zum kleinen Preis bekommst, dann ist das doch gut, allerdings würde ich mir gerade bei sehr billigen Angeboten (nagut auch bei teuren) die Firma und deren bishereige Objekte gut ansehen, billig ist nicht immer preiswert und Geiz ist nur geil wenn man nicht hinterher noch Geld nachwerfen muss.
    Wenn Du richtig schwer massiv bauen willst, dann nimm Kalksanstein-Mauerwerk oder Betonelemente und aussen eine dicke Dämmung drauf (Trennung von tragender und dämmender Ebene).
    Blähton ist sowas wie Seramis ;-) siehe auch da http//www.heinzebauoffice.de/bauen/kontext/1/bereich/baulexikon/lexikon_nummer/1161/index.html
    HTH Steffen



  • Re: Re: Leichtbeton ? Blähton ? fertighaus ? massivhaus ?
    Hallo Josef!
    Ich hab auch nicht gesagt, das die Ecken automatisch undicht werden, aber die Möglichkeit ist auf jedenfalls größer als bei der Gemauerten variante.
    Du sprichst von Rissen in gemauerten Häusern, die treten normalerweise nur auf bei Bergsenkungen oder sonstigen statischen Beanspruchungen auf. Da ist es wahrscheinlich egal ob gemauert oder betoniert das reißt.
    Die Eisen müssen in Beton drin sein um Spannungen die der Beton auf baut ausgleichen zu können ohne Eisen gibt es in jedemfall Risse.
    Außerdem finde ich das Wohnklima in Häusern mit Betonwänden eher bescheiden (um es mal vorsichtig auszudrücken). Wirklich begeistern kann Du mich dafür nicht.
    Gruß Sascha



  • Re: Re: Leichtbeton ? Blähton ? fertighaus ? massivhaus ?
    Sascha schrieb

    ...
    Außerdem finde ich das Wohnklima in Häusern mit Betonwänden
    eher bescheiden (um es mal vorsichtig auszudrücken). Wirklich
    begeistern kann Du mich dafür nicht.

    Da das "Wohnklima" zu grossen Teilen vom Innenputz getragen wird, wirst Du zwei gleich verputzte (und gedämmte) Wände aus Beton und $Mauerwerk allein am Raumklima nicht unterscheiden können. Das roher Beton, eine unpersönliche und kalte "Ausstrahlung" hat, ist eher psychologischer Natur.



  • Re: Re: Leichtbeton ? Blähton ? fertighaus ? massivhaus ?
    Hallo Steffen!
    Natürlich hat der Innenputz einen großen Anteil am Raumklima aber trotzdem gibt es unterschiede zwischen Beton und Mauerwerk. Die modernen hochdämmenden Ziegel geben schon ein anderes Klima und Dämmverhalten. Die Wärmeleitfähigkeit ist schon meß und fühlbar anders. Nicht nur Psychologischer Natur.
    Gruß Sascha



  • Re: Re: Leichtbeton ? Blähton ? fertighaus ? massivhaus ?
    Sascha schrieb

    ...Die modernen hochdämmenden Ziegel geben schon ein
    anderes Klima und Dämmverhalten. Die Wärmeleitfähigkeit ist
    schon meß und fühlbar anders. ...
    genau so wie bei Leichtbeton mit Blähtonzuschlägen, wenn dann musst Du schon ähnliche Produktre vergleichen Leichthochlochziegel-MW mit Leichtbeton oder KS-MW mit Normal-Beton (und natürlich mit gleicher Wärmedämmung)



  • Re: Re: Leichtbeton ? Blähton ? fertighaus ? massivhaus ?
    Ok! Vergleichen wir KS mit Normal-Beton.
    KS Wand 17,5cm Rohdichte 1,4 = k-Wert 2,27 (ungedämmt)
    Beton 15cm Rohdichte 2,2-2,4 = k-Wert 3,83 (ungedämmt)
    Mit Wärmedämmung 60mm/035
    KS-Wand k-Wert 0,46
    Beton k-Wert 0,52
    zum Vergleich Ziegel LHZ 0,8 = k-Wert 0,29
    Leichtbeton hab ich leider auf die scnelle nicht gefunden liegt aber sicher drüber.
    Hinzu kommt das Beton/Leichtbeton auch einen schlechteren u-Wert hat. Was sich ebenfalls negativ auf das Wohnklima auswirkt. Natürlich spielen viele andere Faktoren eine Rolle. (Innenputz, Art der Dämmung usw.) Aber wie heißt es so schön, eine Kette (Wandaufbau) ist nur so stark (gut) wie ihr schwächstes Glied.
    Für mich persönlich kömmt so ein Beton/Leichtbeton Fertighaus jedenfalls nicht in frage.
    Gruß Sascha



  • Re: Re: Leichtbeton ? Blähton ? fertighaus ? massivhaus ?
    Sascha schrieb

    ...

    zum Vergleich Ziegel LHZ 0,8 = k-Wert 0,29
    Leichtbeton hab ich leider auf die scnelle nicht gefunden liegt
    aber sicher drüber.
    LHZ 0,8 Lambda[R] = 0,39W/(mK)
    LHZ 1,0 Lambda[R] = 0,45W/(mK)
    LB 0,8 Lambda[R] = 0,39W/(mK)
    LB 1,0 Lambda[R] = 0,49W/(mK)
    nimmt sich also nicht wirklich ;-)
    Bei Normalbetonwänden würde ich aber auch mit einer grösseren Dämmstoffdicke arbeiten, ausserdem ist bei Beton die Speicherung recht gut.

    Hinzu kommt das Beton/Leichtbeton auch einen schlechteren
    u-Wert hat.
    das U und k das gleiche Ausdrücken ist Dir aber schon klar?



  • Re: Re: Leichtbeton ? Blähton ? fertighaus ? massivhaus ?
    Hallo Steffen!
    Wir haben anscheinend verschiedene Tabellen. Bei mir steht der
    LHZ 0,8 mit 60mm 035 mit 0,29 drin.
    Bei Normalbeton (was ist schon Normal?;)) mußt Du auch mit größeren Dämmstoffdicken arbeiten weil Du sonst überhaupt nich die ENEV einhällst.
    Mit u meinte ich eingentlich das Griechische mü, (kann ich leider nicht anders ausdrücken) = Diffusionswiderstandszahl
    oder anders ausgedrückt sd-Wert = diffusionäquivalente Luftschichtdicke.
    Bei Betonbaustoffen sitzt Du (übertrieben gesagt) in einer Tropfsteinhöhle. (Ok, sehr übertrieben!)
    Nix für ungut ist halt meine Meinung. Alles hat seine Vor und Nachteile.
    Gruß Sascha



  • Re: Re: Leichtbeton ? Blähton ? fertighaus ? massivhaus ?
    Sascha schrieb

    Hallo Steffen!

    Wir haben anscheinend verschiedene Tabellen. Bei mir steht der

    LHZ 0,8 mit 60mm 035 mit 0,29 drin.
    das wird schon stimmen für die Wand, hab ich nicht nachgerechnet, ich habe die reinen Baustoffkennwerte angegeben

    Bei Normalbeton (was ist schon Normal?;)) mußt Du auch mit
    größeren Dämmstoffdicken arbeiten weil Du sonst überhaupt nich
    die ENEV einhällst.
    richtig

    Mit u meinte ich eingentlich das Griechische mü, (kann ich
    leider nicht anders ausdrücken) = Diffusionswiderstandszahl
    dann schreib doch µ (AltGr+M) oder einfach Mü ;-)
    oder anders ausgedrückt sd-Wert = diffusionäquivalente
    Luftschichtdicke.
    Der Wasserdampfdiffusion durch die Wand wird in der Regel ein viel zu hoher Einfluss auf das Raumklima zugeschrieben. Der Einfluss der Speicherfähigkeit des Innenputzes (Zement, Kalk, Gips, Lehm) ist wesentlich höher, glaub mir.
    Bei Betonbaustoffen sitzt Du (übertrieben gesagt) in einer
    Tropfsteinhöhle. (Ok, sehr übertrieben!)

    nein, mit Sicherheit nicht, schau Dir mal einen beliebigen DDR-Plattenbau an, trockenere Wohnungen hab ich kaum woanders gesehen.

    Nix für ungut ist halt meine Meinung. Alles hat seine Vor und
    Nachteile.

    Gruß Sascha



  • Re: Re: Leichtbeton ? Blähton ? fertighaus ? massivhaus ?
    "dann schreib doch µ (AltGr+M) oder einfach Mü"
    danke für den Tipp!
    "Der Wasserdampfdiffusion durch die Wand wird in der Regel ein viel zu hoher Einfluss auf das Raumklima zugeschrieben."
    Sehe ich anders.
    "nein, mit Sicherheit nicht, schau Dir mal einen beliebigen DDR-Plattenbau an, trockenere Wohnungen hab ich kaum woanders gesehen."
    So ein Ding hab ich zum Glück noch nie von innen gesehen.
    Liegt es vielleicht daran, daß es an allen ecken Zieht??? (nicht ganz ernst gemeint ;) )
    Gruß Sascha



  • Re: Re: Leichtbeton ? Blähton ? fertighaus ? massivhaus ?
    Sascha schrieb
    ...

    "nein, mit Sicherheit nicht, schau Dir mal einen beliebigen
    DDR-Plattenbau an, trockenere Wohnungen hab ich kaum woanders
    gesehen."

    So ein Ding hab ich zum Glück noch nie von innen gesehen.
    Warum zum Glück? Damals[tm] war nicht alles schlecht, damals hatten wir ja auch noch einen Kaiser ;-). - Mal im Ernst wer sich mit Bauen beschäftigt, wird früher oder später mit industriellem Betonplattenfertigbau in Berührung kommen.
    Liegt es vielleicht daran, daß es an allen ecken Zieht???
    nö an der Ofenheizung ;-))



  • Danke für eure Tipps, haben mir bei der Entscheidung, welches Fertighaus wir bauen sollen, sehr geholfen. Niedrigenergie wie Minergie oder Ähnliches soll ja auch zu empfehlen sein.



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  • Bei uns in der Gegend werden auch zunehmend Fertigteilhäuser gebaut und ich habe mich selbst auch schon ein wenig in die Richtung informiert. Da gibt es schon gute Sachen, auch Fertighäuser in Massivziegelbauweise und solche, bei denen die Grundrisse mehr oder weniger individualisierbar sind.

    Denke, sowas ist schon eine Möglichkeit, die man beim Bauen zumindest in Betracht ziehen und mit anderen Optionen vergleichen sollte.



  • Its ein netter Pfosten Dank für das Teilen


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