Holzbeize (auf Wasserbasis)



  • Hallo Zusammen,
    da ich mir einen Holzschrank aus Fichte/Tanne Holz baue, möchte ich diesen wie meine bereits vorhandenen Schränke mit Holzbeize (auf Wasserbasis) Honiggelb beizen und anschließen wachsen.
    Kann mann Holzbeize selber Herstellen, ich möchte nämlich den Frabton in etwa treffen.
    Oder wo kann ich Holzbeize käuflich erwerben und wie kann man den Farbton evtl. heller oder dunkler bekommen.
    Hat jemand entsprechende Anleitungen, Tipps, Ratschläge.
    In wie weit beeinflusst der anschließende Holzwachs den Farbton, was muss ich im vorfeld beachten.
    Danke
    Gruß
    Markus



  • Re: Holzbeize (auf Wasserbasis)
    Hallo Markus,
    viele Beizen des gleichen Herstellers sind gut mischbar - frag' einfach im Fachhandel.



  • Re: Re: Holzbeize (auf Wasserbasis)
    du müsstes, e-mail haben.
    auszug aus meinem neusten rohbuch thema holzoberflächen
    hoffe es hilft dir.
    gruss miles
    p.s. copyright alle rechte beim autor!



  • Re: Re: Holzbeize (auf Wasserbasis)
    Danke Miles,
    das ist genau dass was ich für die Verarbeitung der Beize brauche.
    Aber, hat noch jemand tipps bzgl. der Wasserbeize selber, bezogen auf meine Honigfarbe für Fichte-Tanne Holz.
    Wie bekommt man den Honigfarbenden Ton am besten hin, oder gibt es Fertigprodukte die man erwerben kann. Hat jemand evtl. Mischvorschläge und Anweisungen.
    Im Baumarkt finde ich immer nur die Wasserbeize von Clou in Kieferfarbe.
    Danke
    Gruß
    Markus



  • Re: Re: Holzbeize (auf Wasserbasis)
    Hallo Markus,
    rate, warum ich von Fachhandel und nicht von Baumarkt schrieb.
    Mit 'honigfarben' habe ich nur Lasur- und Oel-Erfahrung. Fuer einen so schwachen Farbton brauchst du nicht unbedingt die Beize. Mein Oel stammte von Auro - deren Haendler findest du bei www.auro.de gelistet, und angeblich kannst du auch bei Obi selbst deren Produkte bestellen.
    Bei Oel wird's aber noch staerker nachdunkeln - da muesstest du erst mal einen mehrwoechigen Test machen, wie sich der Farbton entwickelt.



  • Re: Re: Holzbeize (auf Wasserbasis)
    Hallo Martin,
    zum Fachhandel komme ich leider erst nächste Woche. Aber nochmals Danke.
    Gruß
    Markus



  • Re: Re: Holzbeize (auf Wasserbasis)
    Hallo Martin,
    ich bin Deinem Rat gefolgt und habe einen Fachhändler aufgesucht.
    Nach dem ich dem Fachhändler eine Schublade meines bereits vorhandenen gebeizten und gewachsten Schrankes gezeigt habe, ist er zum Schluss gekommen, das es sich weniger um einen gebeizten handelt, sonder um einen gelaugten und gewachsten.
    Anhand von Farbplättchen hat er mir zu einem farblosen Flüssigwachs geraten.
    Also stehen für mich jetzt Beize, Laugen, Oel und Flüssigwachs zur Auswahl.
    Momentan tendiere ich mehr zum Oel oder Flüssigwachts.
    Aber was ist Laugen ? Bislang bin ich immer davon ausgegangen dass man alte Möbel ablaugt (eintaucht) um Farbreste zu entfernen.
    Gruß und schönes Weihnachtsfest
    Markus



  • Re: Re: Holzbeize (auf Wasserbasis)
    gelaugt = rohe holzoberfläche mit alkalischen mitteln benetzen (einstreichen).z.b. ätznatron ergibt einen gelblich grünen farbton, mit pottaschen (holzasche)lösung entsteht ein gelblich roter.(muster machen)und hersteller hinweise lesen!. danach mit säure (essigwasser) neutralisieren (sonst blüht kochsalz,als weislicher schleier,auf der holzoberfläche aus).
    Tipp ähnliche farbtöne ergeben wachsbeizen (verschiedene farb abstufungen im handel erhältlich).
    gruss und schöne feiertage an alle
    miles



  • Re: Re: Holzbeize (auf Wasserbasis)
    Hallo,
    mein Kommentar ist zwar etwas spät, aber ich hatte das gleiche Problem bei meinem Eßzimmertisch. Habe einiges ausprobiert und endlich das richtige gefunden
    Antik Lauge auf Zuckerbasis
    gibt es meiner Meinung nach nur bei Hornbach (Eigenmarke), sieht in der flasche sehr dunkel aus und kann verdünnt werden.
    nach dem trocknen habe ich den Tisch mit dem Holzöl von ikea geölt, der ganze Spass hat nur 15 € gekostet.
    ich hoffe ich konnte zur Entscheidungsfindung beitragen 😉
    Tanja



  • Hallo,

    ich hatte noch ein Flasche der Holz-Lauge Antik vom Hornbach und dacht es würde noch für ein Tisch reichen, leider ist nun nach der 2. Behandlung der Tisch nur zur Hälfte fertig.
    Leider gibt es die Beize beim Hornbach nicht mehr.

    Über Google finde ich nicht zu Holzbeize und Zucker oder Karamel

    Laut Beschreibung enthält die Beize gekochter Zucker, und natürlich zugelassenen Lebensmittelfarben

    Ich kann es nicht nachvollziehen , warum da Produkt nicht mehr angeboten wird, das es offensichtlich keine Chemie enthält.

    Kann jemand weiter helfen?

    MfG



  • Hallo Kdmwn,

    Holzbeizen sind eigentlich nur Farbstoffe (Pigmente) in Lösungsmittel (Wasser, Spiritus, modernere Lösungsmittel), welche die Aufgabe haben, den Farbstoff etwas tiefer in das Holz hinein zu transportieren.

    Wenn auf Deiner Hornbach-Beize was von "gekochtem Zucker" und "Karamel" steht, so ist das genau das selbe, was man zum Karamel-Herstellen macht: Zucker in etwas Wasser erhitzen und warten bis er leicht gebräunt ist (dann ggf mit Sahne aufgießen). Könntest Du also in der Küche selber machen. Wenn du davor Manschetten hast: im Lebensmittelgeschäft gibts "Zuckerkulör" (bei den Koch- und Back-Zutaten). Das ist das selbe und wird zum dunkel Färben von Saucen verwendet.

    Wenn wir schon in der Küche sind: Das Kochwasser von Rote Bete ist ein wunderbarer Rot-Farbstoff (weiß jede Hausfrau nach dem Schälen ohne Handschuhe) und mit dem Wasser von Zwiebelschalen hat man früher Ostereier gefärbt (gelb bis braun, je nach Konzentration). Auch Henna (für orientalische Bemalungen) ist eine wunderbare Naturfarbe. Nur für Blau und Grün muß man auf Lebensmittelfarbe (auch bei Koch-und Back-Zutaten) ausweichen.

    Die Farbintensität von (blass)Gelb bis (Dunkel)Braun, bzw. Rosa bis Tiefrot ist dann nur noch eine Frage der Konzentration (=Menge der Farbpigmente in der Lösungsmenge).

    Persönlich hab ich das noch nicht ausprobiert. Aber ich wüßte nicht, warum das nicht gehen sollte. Wasserfeste Farben (Indanthren-Farben) gibt es erst seit den 50er Jahren.

    Anmerkung: mit echten Beizen, die die Materialstruktur verändern und dadurch Farbänderungen bewirken, haben die üblichen Holzbeizen nix zu tun. Da würde es dann auch wirklich "chemisch".

    Anmerkung 2: Momentan habe ich etwas Probleme mit dem heute üblichen wasserbasierten Lack auf wasserbasierter Beize: vor dem Lackieren sehr gut durchtrocknen lassen und sauber ausbürsten, sonst verschmieren noch ungebundene Pigmente!

    Ansonstern viel Spass beim Probieren

    Lothar



  • Hallo Lothar,

    danke für deine Antwort.

    Ich verstehen den Satz nicht "Wenn du davor Manschetten hast:"

    Ich habe eigentlich keine Zeit und Nerven das rum zu probieren,
    beim Wohnzimmertisch sollte das ja gleich auf Anhieb passen.
    Ich habe kein Probeholz an dem ich testen könnte.

    Hast du da ein Rezept?

    Ich habe vom Rest in der Flasche der Holz-Lauge Antik noch ein paar Tropfen probiert und es schmeckte neutral.
    Wenn da Zucker drin ist, müsste das doch süßlich schmecken oder?

    MfG



  • Hallo kdmwn,

    "Wenn du davor Manschetten hast" = Wenn Dir das zu unsicher/kompliziert/für Dich nicht umsetzbar erscheint oder weil Deine Frau Angst um ihre schönen Töpfe hat.

    Ich habe eigentlich keine Zeit und Nerven das rum zu probieren, beim Wohnzimmertisch sollte das ja gleich auf Anhieb passen. Ich habe kein Probeholz an dem ich testen könnte. : Wenn Du kein Original hast wirst Du nicht umhin kommen etwas herum zu experimentieren! Und mit einer schon halb gebeizten Fläche ist es noch viel komplizierter einen gleichmäßigen Farbton zu erreichen.

    Hast du da ein Rezept? : Nein, s.o.

    Ich habe vom Rest in der Flasche der Holz-Lauge Antik noch ein paar Tropfen probiert und es schmeckte neutral.
    Wenn da Zucker drin ist, müsste das doch süßlich schmecken oder?
    : Nein, das Süße wird ja verbrannt! Zuckerkulör schmeckt eher leicht bitter. Karamell ist der geschmackliche Übergang von süß zu bitter/rauchig.

    MfG Lothar



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