Holz härten



  • Re: Holz härten
    Hallo,

    da ich selbst auch danach suche wie ich das Selbst hinbekomme hier eine eigene Erfahrung, die ich mit einigen Freunden gemacht hatte.

    Wir bauen eine mittelalterliche Kanone und dazu möchte ich das Holz, Eiche bzw. Esche aushärten. Bei Freunden meiner Gruppe hatten wir mal folgendes erlebt: Einer von Ihnen, ein Ingenieur, hatte das Kanonenrohr selbst gegossen und zum auskühlen in der Form 48 std in der Brennkammer stehen lassen. Uns fiel leider damals dann auf, als wir die Türen öffneten, das die zwei Holzräder noch mit in der Kammer standen. Aber sie waren völlig intakt, noch besser sogar, das Holz war nicht mehr so "weich" wie am Anfang (es waren alte Eicheräder, man konnte aber einzelne Spänchen abziehen wenn man wollte)doch plötzlich waren sie wie "versteinert". Knallhart, man brach sich eher die Fingernägel ab als etwas davon abzubekommen. Wir konnten sogar mit einem Stück metall dagegenschlagen, das Holz hatte fast nichts aber die Metallstange eine schöne Kerbe. Ich weiß leider nicht mehr wieviel Grad es in dieser Kammer hatte als wir die 48std ablaufen ließen, aber anscheinend bringt es doch etwas.

    Ich suche aber für den Selben Zweck eine Heimwerkerlösung ^^ also wer Ideen hat darf gerne weiter posten. Wie ist das mit dem hier erwähnten Bootslack? Es muss halt Wetterbeständig sein und bisschen was aushalten (wird halt geschossen, sprich Schwarzpulver, ständiges auf und abladen usw).

    Danke und Gruß Matze



  • Re: Holz härten
    Hallo,
    Ich bin bei meiner (ganz Ähnlichen) Suche auf folgendes gestossen:
    "Härten" mit Epoxid:
    http://epoxidharze.net/morsches-holz-mit-epoxidharz-reparieren/
    und (Historisch interessanter)zum Schmauchen von Rädern:
    http://www.exar.org/wp-content/uploads/2013/07/lässig-websiteartikel.pdf
    und zum härten mit Leinöl:
    http://rolfrost.de/firnis.html
    lg Anita



  • So mal 2020 ein kleines Update um das Thema zum Abschluss zu bringen.

    Für alle Zweifler hier der Link mit dem Quellennachweis den ich in der Praxis auch schon erfolgreich genutzt habe: http://www.exar.org/wp-content/uploads/2013/07/lässig-websiteartikel.pdf

    Es ging um Holzstäbe (Wanderstab, Kampfstab usw.) aus Haselnuss in meinem Fall.
    Der Artikel drehte sich um Holzräder. Prinzip ähnlich gleich.

    Mit Feuer härten funktioniert tatsächlich. Also 100 Gummipunkte für alle Befürworter.

    Meine ERFOLGREICHEN Versuche gingen so:

    Den Stab nicht verkohlen lassen, sondern nur so viel Hitze dran lassen das es sich dunkel verfärbt aber keine Kohlenschicht entsteht.
    Es riecht dann meist nach Karamellartigen Duftstoffen, dies ist aber je nach Holzart unterschiedlich, zeigt einem aber ziemlich sicher wann man mit der Hitze aufhören sollte.
    Am besten kleine Holzproben mal nehmen zum testen und dann weis man woraus man achten muss.

    3 Stäbe aus Haselnuss konnte ich damit erfolgreich härten und sie halten immer noch nach 5 Jahren, wobei ich sie hin und wieder Öle.

    PS: Ich denke der Threadersteller ist schon in Rente und interessiert sich nicht mehr für das aushärten von Holz xD

    PS an alle: Streitet euch weniger...das Leben ist zu kurz dafür 😉



  • @woodarea51 Sapperlot, was für ein wundervoll unausgegorener Schmarn. Zum einen fehlt hier, wie im Rest dieser ewigen Diskussion, eine brauchbare Definition, was unter "Härte" verstanden wird. Brinell-Härte, Shore-Härte, oder ganz was anderes, was eigentlich gar nicht Härte heißt? Geht es um die Bruch / Biegefestigkeit oder Beständigkeit gegen Fäulnis?

    Zum anderen wird nicht beschrieben, welchen Belastungen die besagten Haselnussstäbe ausgesetzt wurden und es fehlt auch eine "Kontrollgruppe", ob die Stäbe nicht genau so gut ohne das Backe-Backe-Kuchen-Verfahren gehalten hätten.

    Insofern bring deine Wortmeldung wohl kaum irgendwas zum Abschluss.


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