Holzbild draußen



  • Hallo zusammen,

    ich habe letzes Jahr ein "Holzbild" gemacht und draußen an der Terasse aufgehängt.
    Das Bild besteht aus Kiefernholz-Stücken die zwischen 1-5cm tief sind. Diese habe ich telweise geflammt, dann bunt bemalt, mit Klarlack behandelt und mit wasserfestem Montagekleber auf eine lackierte Sperrholz-Platte geklebt. Außen drum ist noch eine L-Profil-Leiste als Rahmen.

    Leider hat mein Werk den Winter nicht überlebt. Zm einen arbeitet das Holz, so dass die äußeren Klötzchen bis zu ca 3cm aus dem Rahmen geschoben wurden.
    Zum anderen haben etliche Klötzchen dunkle Stockflecken (Schimmel?) bekommen.

    Meine Fragen:

    lassen sich die Flecken entfernen?
    Wie kann ich die Klötzchen befestigen, so dass sie sich nicht lösen aber gleichzeitig arbeiten können?

    Falls ich das Bild nocheinmal neu machen sollte: Was könnte ich anders machen um es Outdoor-tauglicher zu machen? Z.B. anderes Holz, Vorbehandlung, Lack, Montage...)

    Vielen Dank für eure Tipps,

    Sebastian

    Vorher:

    vorher 1.jpg
    vorher 2.jpg

    Nachher:
    nachher3.jpg
    nachher2.jpg
    nachher1.jpg



  • Moin,

    das ist echt reizvoll und schade drum. Bei der Montage wurde leider nicht berücksichtigt, dass das Holz nicht nur quer zu Faser wächst, wenn es nass wird, sondern auch schüsselt, d. h. seine Form verändert, so dass sich die Klötze gegenseitig um so mehr gegenseitig drücken. Dazu kann dann noch Wasser überall dazwischen laufen und bei Frost auch noch durch Ausdehnung schiebt.

    Die Stockflecken weisen darauf hin, dass der Klarlack gänzlich ungeeignet ist. War das Acryllack? Ich halte es aber ohnehin für schwierig, dass Holz so zu beschichten, dass es wirklich gut geschützt ist, weil hier genau die Hirnseiten, also die Schnittflächern quer zur Maserung am meisten exponiert sind.

    Wäre ich an deiner Stelle, würde ich die Klötze nach dem Bemalen und gründlichem Trocknen mit Kunstharzlack mehrfach lackieren. Vorher aber sicherstellen, dass sich dieser mit den Malfarben verträgt.

    Zur Befestigung würde ich sie durch die Grundplatte durchschrauben. Und zwar mit Flachkopfschrauben (Pan heads) und Unterlegscheiben auf der Rückseite der Platte. In die Platte würde ich dazu deutlich größere Löcher bohren als der Schraubendurchmesser, damit das ganze Spiel hat. Außerdem würde ich zwischen den Klötzen jeweils ein, zwei Millimeter Luft lassen.

    Ich fürchte aber insgesamt, dass Holz hier ein ungeeigneter Werkstoff ist, wenn das Werk dauerhaft bewittert wird.



  • @schraubwurst

    Vielen Dank für die Einschätzung und die Tipps. Da hätte ich das wohl besser drinnen aufgehängt...
    Hat jemand eine Idee, welcher Werkstoff sich besser eignen würde für so eine Art von Mosaik im Außenbereich?
    Die einzelnen Teile sollten etwas unregelmäßige Dicken haben.

    Kann ich anderes Holz nehmen? Klinker? Irgendwelche Kunststoff- oder Dämmplatten? Bin für alle Ideen offen! Einfach mal in den Baumarkt fahren und gucken ist ja etwas schwierig zur Zeit.

    Gruß,
    Sebastian



  • @sevo Der Reiz liegt ja für mich darin, dass es Holz ist und das Material noch erkennbar ist. Mit farbigen Alkydharzlacken und Alkydharz-Klarlack wird das Problem vermutlich erst später auftreten, aber irgendwann auch dort, da diese Lacke viel spröder sind und dazu neigen, irgendwann zu reißen. Wenn dann Wasser eindringt, ist auch nicht mehr viel zu machen. Natürlich kannst Du für draußen andere Materialien nehmen: Keramik z. B. oder Betonquader, die Du gießt. Bei Kunststoff musst Du auf die Haftung der Farbe achten. Aber das wird immer anders wirken, als Dein Holzbild, als es noch "frisch war". Und bei vielen Materialien wie z. B. Beton wird das Bild vermutlich viel zu schwer ...
    Wie wäre es z. B. mit sauber (heiß) geschnittenem Styrodur? Einfach mal ausprobieren ...



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