Familienbett



  • Guten Tag zusammen,

    ich bräuchte ein paar Meinungen dazu, ob meine folgende Idee zu einem Bett so umsetzbar ist oder was noch verbessrungswürdig ist.
    Leider habe ich nämlich von der Holzbearbeitung nicht so viel Ahnung und das wäre das erste Projekt in dieser Art.

    Kurz eine Erklärung warum ich das Projekt angehen möchte.
    Wir sind Eltern zweier Kinder. Den Eltern unter dem Community sind die nächtlichen Überfälle ins eigene Bett wahrscheinlich bekannt.
    Da ich schon mit 197cm recht groß und dementsprechend breit bin, wird es nachts dann manchmal etwas eng in einem 1,8m Bett.
    Dadurch das ich Zugriff auf ein CAD Programm habe, habe ich mich mal hingesetzt und ein Konzept erstellt, die Bilder dazu lade ich mit hoch und helfen die Erklärung zu veranschaulichen. Die Grundsätzliche Idee zu diesem Bett habe ich aus einem DIY Blog gefunden.

    Das Bett ist so geplant, dass der Rahmen aus einer einfachen Balkenkonstruktion besteht mit einem Querschnitt von 100mmx200mm. Die Liegefläche des Bettes soll 2000mmx2700mm betragen, wobei die Matratzen auf drei 900mm breiten Lattenrosten aufliegen. Das Gesamtmaß des Betts beträgt 2900mmx2200mmx400mm. Die Füße bestehen aus dem gleichen Material wie der Rahmen und bieten eine große und stabile Auflagefläche auf dem Boden. Die Unterbrechung in der Breite ist beabsichtigt, falls wir in der Zukunft das Bett wieder auf ein Maß von 1800mmx2000mm verkleinern wollen. Ich habe geplant die einzelnen Balken nur vertikal miteinander zu verdübeln, damit das Holz besser arbeiten kann. Die Bohrungen würde ich mit einer Bohrschablone bohren.
    Die Unterkonstruktion soll aus vier Leisten und einigen Stützfüßen bestehen, die werden dann miteinander und zum Teil mit dem Rahmen verschraubt. Da diese Teile nicht zu sehen sein werden lege ich dabei nur Wert auf Stabilität und Maßhaltigkeit in der Länge.
    Zusätzlich werden noch vier Stützen benötigt, da am Kopfende ein kleines Regal montiert werden soll. Das Regal soll auf dem Kopfende des Betts und auf den Stützen aufliegen. Hierbei wird eine kleine Ausnehmung für die Fußleisten benötigt. Die beiden Äußeren Stützen sollten aus dem gleichen Material sein wie der Rahmen, die inneren beiden können wieder aus dem Material der Unterkonstruktion sein.

    Bei einer Anfrage an einen ortsansässigen Holzlieferanten wurde mir "BSH (Brettschichtholz) Fichte - Zuschnitt -GL24h nach EN 14080:2013" vorgeschlagen, was auch preislich gut passen würde. Oder sollte ich da besser ein anderes Holz verwenden?

    Schonmal vielen Dank an alle, die sich die Mühe gemacht haben das zu lesen.
    Und ich hoffe die Leute vom Fach fallen beim lesen nicht komplett vom glauben ab.

    Bleibt alle Gesund

    Viele Grüße
    Patrick

    Bett.JPG



  • Hallo Patrick, das sieht doch schon sehr gut aus! Zwei Punkte würde ich ggf. noch checken: Wie hoch ist der Gesamtaufbau von Lattenrost und Matratze? Einen Rollrost würde ich wegen dem mangelnden Schlafkomfort nicht nehmen. Ein richtiger Lattenrost kann schnell 8 oder 10 cm hoch sein, dann wäre die Matratze nicht mehr ausreichend seitlich geführt (du hast ja nur 15 cm Tiefe!). Die Matratzen gehen dann "aus dem Leim"; es sollte mindestens die Hälfte, besser 2/3 der Matratzenhöhe im Bettkasten stecken. Das andere ist die Länge: Bei 197 Körpergröße könntest Du auf 210 oder 220 cm Länge gehen. Ist aber natürlich eine Frage des Geldes, da überlange Matratzen auch meist überteuer sind ...



  • Moin @metaller,

    Könntest du bitte mal dein Bettgestell mit der Unterseite dem Betrachter zugewandt hochkant auf der langen Seite liegend hier 'reinstellen?

    r.png



  • Was meinst du mit 'Möbelholz'?
    Was für 'Konstruktionsholz' meinst du?



  • Schonmal vielen Dank für eure Antowrten!

    Mir ist aufgefallen, dass die Maße in der Skückliste nicht ganz richtig sind. Hier ist es gerade etwas stressig...daher verschiebe ich das Projekt noch ein paar Wochen nach hinten, behalte eure Anregungen aber im Kopf.

    @gereon-bruendt sagte in Familienbett:

    Hallo Patrick, das sieht doch schon sehr gut aus! Zwei Punkte würde ich ggf. noch checken: Wie hoch ist der Gesamtaufbau von Lattenrost und Matratze? Einen Rollrost würde ich wegen dem mangelnden Schlafkomfort nicht nehmen. Ein richtiger Lattenrost kann schnell 8 oder 10 cm hoch sein, dann wäre die Matratze nicht mehr ausreichend seitlich geführt (du hast ja nur 15 cm Tiefe!). Die Matratzen gehen dann "aus dem Leim"; es sollte mindestens die Hälfte, besser 2/3 der Matratzenhöhe im Bettkasten stecken. Das andere ist die Länge: Bei 197 Körpergröße könntest Du auf 210 oder 220 cm Länge gehen. Ist aber natürlich eine Frage des Geldes, da überlange Matratzen auch meist überteuer sind ...

    Das mit der höhe von dem Lattenrost schaue ich mir nochmal genauer an.

    Es ist wahrscheinlich einfach nur Gewohnheit aber ich hatte mal größere Matratzen und finde die kürzeren angehenmer.

    @nexus sagte in Familienbett:

    Moin @metaller,

    Könntest du bitte mal dein Bettgestell mit der Unterseite dem Betrachter zugewandt hochkant auf der langen Seite liegend hier 'reinstellen?

    r.png

    Die Unterseite ist die Darstellung oben links auf der Zeichnung.

    @nexus sagte in Familienbett:

    Was meinst du mit 'Möbelholz'?
    Was für 'Konstruktionsholz' meinst du?

    Mir wurde gesagt, dass es da einen Unterschied geben kann. Das man günstigeres Holz für die Unterkonstruktion nimmt, bei dem die Bearbeitung und Optik nicht so gut ist, um Kosten zu sparen.



  • Hallo Metaller,

    Dein Konzept ist m.E. ausreichend und richtig. Bzgl. der Höhe würde ich die "Beine" so berechnen, dass die Sitzhöhe (Matratzen-Oberkante) etwa Deiner Wadenhöhe entspricht.

    Da Du die Vorder- und Hinterwange ja sowieso in zwei Teilen ausgelegt hast würde ich das ganze Bett getrennt bauen (noch eine weiter Auflageleiste beim kurzen Teil) und die beiden Teile nur anstellen (natürlich fest verankert). Dann kann man später (wenn die Kinder "aus dem Bett sind") zu einem normalen Doppel-Bett zurückkehren und hat noch ein Gäste-/Kinderbett übrig. Die dann nötigen Seitenwangen kannst Du jetzt schon anfertigen und lagern oder später bauen.



  • @lothar70 sagte in Familienbett:

    ..Da Du die Vorder- und Hinterwange ja sowieso in zwei Teilen ausgelegt hast würde ich das ganze Bett getrennt bauen (noch eine weiter Auflageleiste beim kurzen Teil) und die beiden Teile nur anstellen (natürlich fest verankert). Dann kann man später (wenn die Kinder "aus dem Bett sind") zu einem normalen Doppel-Bett zurückkehren...

    Sowas kam mir auch gleich in den Sinn.
    Das 900mm breite Bett-teil rechts als 'Applikation' an das Doppelbett-Gestell leicht rückbaubar - oder besser ausklinkbar nur temporär anfügen.

    Allerdings halte ich den Aufbau des Rahmens, insbesondere die Belastbarkeit als nicht ausreichend - schon gar nicht bei diesen Ausmaßen des Familiienbettes.
    Wenn du das Bett hochkant auf die Längsseite stellen würdest, so wie auf deiner Grafik, dann bräuchte es nicht viel Seitendruck, und es würde zur Seite wegklappen - die Eckverbindungen würden ausreißen.
    Würdest du es auf die Schmalseite stellen, könnte es sich sogar fast ohne zutun zusammenfalten...

    Klar - so soll das Bett ja nicht stehen, aber ich will hier nur die Schwachstellen aufzeigen - und Scherkräfte sind ja in einem Bett auch nicht auszuschließen (besonders, wenn Kinder mit im Spiel sind).

    Solch ein Problem kann man natürlich einfach mit zwei gekreuzten Diagonalstreben auf der Unterseite beseitigen.

    Aber ich möchte dir sonst noch ein anderes Konzept vorstellen, was sehr viel stabiler, einfacher aufzubauen und wohl auch kostengünstiger ist, und das ich selbst schon erfolreich und sehr zufriedenstellend bei einem Bettenbau angewendet habe:

    Ein sehr stabiler Rahmen aus KVH, der natürlich selbsttragend frei stehend ist, und die gesamte Last aufnimmt, aber selbst grottenhässlich ist, was man aber nicht sehen kann.

    An diesem Rahmen wird zur optischen 'aufhübschung' ein zweiter Holzrahmen befestigt, der selbst keiner Belastung ausgesetzt ist, sodaß hier die Material-Auswahl viel größer ist.
    Dieser zweite Rahmen ist dann wie Kleidung, die man überzieht - das kann Smoking oder Jogginganzug sein - je nach Geschmack und Budget.

    Ich will dir das mal am Beispiel eines Autos zeigen:

    Nimm mal einen gewöhnliches KFZ und demontiere alle Türen und Klappen, alle Kotflügel, sowie Motorhaube, und sonst alles Blech, was sich einfch abschrauben lässt: Übrig bleibt Fahrwerk, tragender Rahmen, Räder und Motor und so Zeugs.
    Aber das Teil funktioniert immer noch wie vorher - nur jetzt mit 'Mexikanischer Air-Condition' und stark reduzierter Optik.
    Waschstraße ist auch nicht mehr zu empfehlen - aber darum geht es hier ja nicht...

    Theoretisch könntes du jetzt das Blechkleid einer Superluxus-Limousine drüberstülpen und festtackern - fährt immer noch wie vorher, sieht nur plötzlich super aus!
    Hinten dran ist ein schicker Anhänger im gleichen Stil, den du auch abmachen kannst - das ist dein Extra-900mm-Bett, wegen der zusätzlichen 'Fahrgäste', die dann irgendwann ausbleiben werden (seufz).

    Bevor ich dir hier eine konkrete Zeichnug anfertige, möchte ich allerdings wissen, ob du ernsthaft interessiert bist - sonst spare ich mir die Mühe.
    Und ein paar Fragen hätte ich dann vorher auch noch...

    Egal, wie du dich entscheidest - ich möchte auch noch unbedingt auf @Gereon-Bruendt's Hinweis wegen der 'Eintauch-Tiefe' der Matratze in den Rahmen aufmerksam machen, und daß dabei die Höhe des Lattenrostes zu berücksichtigen ist!

    Gruß,

    N.



  • @nexus sagte...

    ... Und ein paar Fragen hätte ich dann vorher auch noch...

    • Wie hoch schätzt du die Gesamtbelastung des 'Bettinhaltes' ein?
      (Gewicht aller Menschen inkl. der Invasionsstreitkräfte + Matratzen + Lattenroste + evtl. Haustiere + sonstiger Bettbesuch)

    • Wie ist die Bodenbeschaffenheit der Stellfläche?
      (Teppich, Parkett, Laminat, Fliesen...)

    • Welches Alter haben die beiden Invasoren?

    • Wie hoch schätzt du deine Fähigkeit in Sachen Holzbearbeitung ein?
      (1=Profi - 10=absoluter Laie)

    • Hast du bei Bedarf mindestens eine Hilfsperson?
      (nur zum halten und so...)

    • Wie wichtig ist dir (neben dem erforderliche Maß) Belastbarkeit und Solidität?
      (1=sehr - 10=es reicht, wenn's hält)

    • Wie wichtig ist dir die Qualität und der Wert der Baustoffe?
      (1=nur das Beste - 10=Economy please)

    • Hast du irgendwelche individuelle optische oder praktische Besonderheiten im Sinn?
      (bestimmte Beschläge, Verzierungen, Fresken, Wasserspeier, Minibar, Einstiegshilfe, usw...)

    Bevor du jetzt denkst, ich sei ein geheimes Markt- und Meinungsforschungsunternehmen will ich dir sagen, daß ich es besser finde, gleich am Anfang einen evtl. relevanten Infostand zu haben, als hinterher und zwischendrin alles mühselig zu erfragen oder schlimmer noch: zu übersehen...
    So kann ich gezielt die entsprechenden Materialien und Vorgehensweisen vorschlagen.
    Ich mach das hier auch nicht zu einem bestimmten Nutzen, sondern lediglich aus Spaß, Interesse und privat zu helfen.

    Gruß,

    N.


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