Netzwerkkabel flexibel durch Wand verlegen



  • Hallo,

    ich habe eine Frage zur Verlegung von beispielsweise Netzwerkkabeln durch eine Wand hindurch, ohne dabei auf Flexibilität zu verzichten.

    Ich bin nicht so der Heimwerker, habe daher wenig Ahnung. Ich habe aber bei Kabeln oftmals das Bedürfnis, sie irgendwann mal tauschen zu können, daher bin ich eher nicht so der Freund von sehr "festen", permanenten Lösungen.

    Nehmen wir mal an, ich wollte ein fertiges Netzwerkkabel (an dem bereits Stecker dran sind) durch eine Innenwand hindurch ins Nebenzimmer legen wollen. Dann müsste ich ja ein Loch bohren mit ausreichendem Durchmesser, sodass auch der Stecker hindurchpasst. Und vielleicht auch mal ein weiteres Kabel, je nachdem was man halt so vorhat. Nehmen wir also mal an, das Loch hätte 2cm Durchmesser. Nun wäre das Kabel aber relativ lose in diesem Loch. Gibt es für solch eine Durchführung in irgendeiner Weise eine "professionelle" Lösung? Zum Beispiel eine kleine "Dose" bzw. Blende die man auf jede Seite stecken kann zur Abdichtung? Aber eben so, dass man das jederzeit ohne Werkzeug wieder aufmachen kann um etwas an der Verkabelung zu ändern?

    Ist solch ein Weg überhaupt generell zu empfehlen? Oder wäre ein solches Loch bereits ein Problem wenn es um Heizung und (auch Schall-)Dämmung ginge?



  • Hallo
    ich kenne für solche Problemfälle nur sowas:
    https://www.amazon.de/Kopp-341817082-Kunststoff-Abzweig-Baldachin-weiß/dp/B0029MCTJ2/ref=sr_1_8?__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&dchild=1&keywords=baldachin&qid=1599747891&sr=8-8

    "Professionell" wäre, das Kabel in der Wand wieder auf einen Dose zu legen und da dann wieder anzustecken. Mir ist so eine "pofessionelle" Lösung aber auch zu aufwändig und bevorzuge so nen "Abzweig-Baladachin, wie man ihn auch für die Verlegung von Deckenlampen verwenden kann. Diese Dose ist dann auch dicht. Wenns eine Ziegelwand ist, lönnte man das Loch dann noch mit Dämmaterial auffüllen, aber bei 2cm Loch? Wir haben Trockenbau und haben da auch nur ein Loch gebohrt. Aber das ganz tief. In Höhe der Sockelleisten der Bodelbeläge. Da sieht man dann die Kabel und den Durchgang nicht.

    Gruß, Gerhard



  • ah ok danke ja sowas waere eine moeglichkeit. besonders schoen ist es natuerlich nicht, aber gut, dass es nicht besonders schoen wird war natuerlich schon von vorneherein mit einberechnet 🙂



  • Moin,

    ich würde einfach ein 16 mm (ich meine, das würde bei einem RJ54-Stecker reichen) Loch bohren , das kabel durchstecken und dann einfach ein bisschen Küchenrolle in das Loch zum Abdichten stopfen. Vorher das Koch gründlich mit dem Staubsauger reinigen. Ein zweites Kabel mit irgend einem Stecker wirst du ohnehin nicht/nur sehr schwer durch das Loch bekommen, weil dir das erste Kabel den Weg versperrt. Man übersieht dabei ganz gerne, dass das Kabel nicht schnurgerade, sondern in Bögen durch das Loch läuft.



  • Ja, deshalb war eben die Idee das Loch ein bisschen groesser zu machen, rein von der Funktionalitaet her wuerde ich es auch mit einem Durchmesser von 4-8 cm machen, aber das koennte halt evtl was Daemmung angeht eine doofe Idee sein. Daher fragte ich mich ob es da nicht eine "saubere" Loesung gibt, z.B. auch im professionellen Umfeld (z.B. in Firmengebaeuden oder sowas). Es muss wie gesagt nicht schoen sein, notfalls stellt man einen Schrank davor 😄



  • habe gerade so ein teil hier entdeckt, vielleicht waere auch das was:
    https://www.irrgeher.com/abdichtungsplatte.html



  • Ah, sieht gar nicht schlecht aus, richtig professionell. Damit wäre das Poblem dann erledigt, oder?
    Gruß
    Gerhard



  • Im Prinzip ja, WENN ich es denn so mache 🙂

    Aktuell denke ich doch drueber nach, ob eine gescheite Netzwerk-Dose nicht doch die bessere Loesung waere... aber das sehe ich dann 🙂
    Trotzdem gut zu wissen dass es sowas gibt, vielleicht brauche ich das auch mal an anderer Stelle.



  • Kabel ohne Stecker verlegen und den Stecker anschließend selber crimpen.
    Geht flott und ne passende Crimpzange kostet nur 5-10,- Euro.

    Wäre mir persönlich allemal lieber, als ein riesiges Loch durch die Wand zu bohren, in dem im Endeffekt nur ein dünnes Kabel liegt.



  • Danke für die guten Informationen.



  • @jokk3l Zum einen möchte gerne wissen, wo man benutzbare Zangen für den reis bekommt, zum anderen verballert man erst mal einige Stecker, bis man dass Gefummel auch tatsächlich hinbekommt. Und die Stecker kosten auch Geld.



  • eben, ich mags halt unkompliziert. selber crimpen hab ich nie gemacht, ich will dann halt auch dass das kabel wirklich funktioniert, wenn man fehler macht ist es gut moeglich, dass es zwar scheinbar funktioniert, aber nicht mit voller geschwindigkeit oder es halt oft uebertragungsfehler gibt usw.

    mich hatte es einfach auch mal grundsaetzlich interessiert, ob es eine verfuegbare loesung fuer diese sache gibt. muessen ja nicht netzwerkkabel sein, koennen ja alle moeglichen kabel sein. klar werden viele vermutlich eine "sauber verlegte" loesung ansprechender finden, am besten in der wand wo keiner etwas sieht. aber gerade auch im professionellen umfeld haette ich jetzt vermutet, dass es vielleicht eine gaengige fertige loesung gibt fuer flexiblere, spontanere kabelverlegung. stellt euch einfach mal vor, es waere ueblich, in jeder wand irgendwo ein sauberes loch zu haben mit 6cm durchmesser, fuer genau diesen zweck. so ueblich wie steckdosen. das wuerde man dann vermutlich nicht in frage stellen, wenn das in jedem haus so waere. und man koennte jederzeit mal ein kabel durchziehen wenns mal noetig waere, aus welchem grund auch immer.



  • @Schraubwurst sagte in Netzwerkkabel flexibel durch Wand verlegen:

    @jokk3l Zum einen möchte gerne wissen, wo man benutzbare Zangen für den reis bekommt, zum anderen verballert man erst mal einige Stecker, bis man dass Gefummel auch tatsächlich hinbekommt. Und die Stecker kosten auch Geld.

    Günstige Zangen findet man überall online.
    Die taugen vielleicht nicht, wenn man das regelmäßig oder beruflich macht, aber für hier und da mal einen Stecker crimpen reichen die günstigen Dinger locker.
    Übrigens kostet selbst ne Knipex nur knapp über 20,-.

    Für nen kleinen Schein in die Kaffeekasse kann man die oft auch beim örtlichen Computerladen ausleihen. Meistens bekommt man da auch direkt noch ein, zwei Stecker und nen paar Ratschläge dabei.
    Hab das auch lange so gemacht, bis ich mir Crimpzange, Auflegewerkzeug und Tester gekauft hab. Übrigens auch kein Profiwerkzeug, sondern was günstiges. Hat völlig ausgereicht um drei Einfamilienhäuser und ein kleines Büro komplett zu verkabeln.

    "Verballert" hab ich bisher 2 Stecker. Von wahrscheinlich mehreren hundert.
    Beide male weil ich unter Zeitdruck zu hektisch war.
    Also total vermeidbar.
    Gibt doch haufenweise gute Videos im Netz zu dem Thema. Bißchen vorher recherchieren, dann klappt das auch ohne große Probleme.

    Edit//
    Mir fällt gerade noch ein, dass ich letztens in nem Katalog (war von Kabelscheune glaub ich) auch RJ45 Stecker gesehen habe, die werkzeuglos montiert werden konnten. Also keine Crimpzange erforderlich.
    Dafür waren Stecker preislich bei 5/6 Euro.
    Hab aber keine Erfahrung mit den Dingern hinsichtlich Praktikabilität und Stabilität.
    Aber vielleicht wäre das ja eine Alternative.



  • Stimmt, sowas waere auch noch eine Loesung.

    Worauf ich auch noch gestossen bin, sind die folgenden Dosen, diese haben innen auch eine Buchse, sind also wirklich SEHR simpel zu verkabeln. Man muss halt in der Wand dann ein kurzes Patch-Kabel "verlegen". Ich denke mal die Verluste ueber die Steckverbindungen sollten minimalst sein:

    https://www.kabelscheune.de/Netzwerkdosen/Netzwerkdose-Cat-5e-Patch-Patch-2xRJ45-Unterputz-weiss.html



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