In welchen Bereichen fällt euch Nachhaltigkeit noch schwer?


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    Hallo Leute!

    Die aktuelle Umwelt-Debatte dürfte mittlerweile jedem Menschen in Deutschland bekannt sein. Auch ich möchte meinen Beitrag dazu leisten und muss sagen, dass ich in den meisten Bereichen eh schon "nachhaltig" oder eher minimalistisch gelebt habe. So bin ich einfach. Ich brauche nicht viel Schnick-Schnack oder renne jedem Modetrend nach. So viel Rückgrat traue ich mir selbst schon zu. Doch niemand ist perfekt - wenn wir mal ehrlich sind. Besonders geht mir das Drucken von Unterlagen auf den Sack. Ja, natürlich erhält man die Online-Variante meist direkt in einer Email und kann sie somit immer dabei haben. Doch meine Kinder sind, vor allem durch die Schule oder den Nachhilfe-Unterricht, leider darauf angewiesen. Es stört mich ungemein, wie viel Druckerpatronen ich im Jahr bestelle.
    Wie läuft das nachhaltige Leben bei Euch? Habt ihr auch bestimmte Bereiche, in denen die ganze Sache noch verbesserungsfähig wäre?

    Freue mich auf eure Antworten und eine angenehme Diskussion.



  • im täglichen Leben versuche ich schon gewisse Einschränkungen zu machen und achte vor allem darauf, wenig Plastik zu verwenden - was natürlich nicht immer klappt. Ansonsten setze ich auf die Öffis, gehe viel zu Fuß, etc etc. Am schwierigsten Fällt es mir dann aber beim Reisen - denn im Alltag auf Nachhaltigkeit zu achten, macht schlussendlich auch nur mehr einen kleinen Teil aus, wenn man AUCH NUR EINMAL pro Jahr wohin fliegt...Da fühle ich mich gleich schlecht, wenn ich in ein Flugzeug steige.



  • Mir fällt es tatsächlich bei den täglichen Dingen noch schwer. Dass ich meinen Stoffbeutel vergesse wenn ich einkaufen gehe und Plastiktüten benutzen muss... Dass ich mein 'Pausenbrot' noch in Frischhaltefolie wickle, weil ich meine Brotdose am Abend vorher nicht gespült habe. Das möchte ich 2020 auf jeden Fall alles besser machen.



  • laut Statistiken verursacht der Transport die meisten Schäden - ich weiß aber nicht, ob dazu nur Autofahrten, Busfahrten etc. zählen, oder eben auch der Flug in den Urlaub - der Flug alleine versaut einem ja schon die eigene CO2 Jahresbilanz.



  • Das ist ein sehr wichtiges Thema für mich.

    Ich versuche momentan ein "Zero Waste" Leben und das bedeutet für mich eher minimalistisch zu leben und so wenig Plastik wie möglich zu konsumieren.

    Erst, als ich damit angefangen habe, habe ich gemerkt wie viel Plastik wir in unserem Leben verwenden! Manchmal wird es auch schwierig eine richtige Alternative zu finden (z.B. eine Feuchtigkeitscreme im Glas und nicht im Plastik).



  • Ich versuche regional einzukaufen, was oft echt schwierig ist, wenn man es nicht auf den Wochenmarkt schafft. Zudem versuche ich, Obst, Gemüse und Salat ohne Plastik zu kaufen, im Bioladen funktioniert das super und auch bei Rewe und Edeka ist es okay, im Discounter ist die Auswahl dann aber sehr begrenzt. Teilweise gehen wir auch in den Unverpacktladen und wir ernähren uns größtenteils vegan.
    Beim Reisen ist es tatsächlich auch bei uns schwierig, aber wir versuchen auch, nur ein Mal im Jahr zu fliegen und dann für mehr als nur einen Wochenendtrip.



  • Hallo!

    In Sachen Reisen fällt mir die Nachhaltigkeit nicht so schwer, da wir ohnehin auch oft Urlaub hier in Deutschland machen. Allerdings esse ich gerne Fleisch. Ich habe meinen Fleisch-Konsum zwar schon eingeschränkt, aber ganz darauf verzichten würde mir zugegebenermaßen sehr schwer fallen. Daher versuche ich, wann immer es geht, Fleisch aus der Region einzukaufen, das aus guter Haltung stammt.



  • Mir fällt es bei Lebensmitteln teilweise noch schwer Plastik zu umgehen. Gefühlt jedes zweite Produkt ist in Plastik. Wo ich kann, greife ich zur Glas-, Papier- oder Unverpackt Variante, aber trotzdem sammelt sich jedes Mal wieder so viel unnötiger Plastikkram an. Leider habe ich auch keinen Unverpackt- Laden in direkter Nähe, sonst würde ich darauf umsteigen. Und auf der Arbeit im Büro bin ich auch immer wieder etwas bestürzt darüber, wie viele Plastikfolien wieder neu bestellt werden müssen. Da frage ich mich immer wo die alle hin gehen und ob das denn wirklich sein muss alles so zu verpacken.



  • Ja, so ähnlich geht es mir auch... und Papiertüten halten nunmal auch
    einfach nicht so gut... die Lösung ist vielleicht mehr kleine Einkäufe... wenn man
    die Zeit hat...



  • Dem kann ich nur zustimmen. Mir persönlich fällt es auch extrem schwer im Lebensmittelbereich auf Plastik zu verzichten, was ich echt schade finde. Ich finde hier könnte von den Firmen mal etwas geändert werden (dort wo es natürlich geht). Man braucht schließlich keine 3 Paprika in einer Tüte, wenn man diese auch so oder im Netz mitnehmen könnte.

    Im kosmetischen Bereich habe ich für mich bereits tolle Alternativen entdeckt und verwende diese mittlerweile sogar lieber als die herkömmlichen Produkte.



  • Ich persönlich verzichte auf jegliche Arten von Plastik. Hierbei fällt mir immer wieder auf, wieviele Restaurant immer noch Plastik Strohhalme benutzen. Meistens wissen es die Kunden nicht, dass in ih Getränk direkt ein Plastikstrohhalm gesteckt wird und können so selbst nichts dran ändern. Aber ich finde das Pappstrohhalme genau so ihren Zweck erfüllen. Deshalb verstehe ich nicht, warum viele Restaurant immer noch die Plastik Variante verwenden.



  • Sehr interessantes und relevantes Thema.
    Für mich ist es immer noch bei Kleinigkeiten wie das Einpacken vom Mittagessen in einer Plastiktüte, wenn ich kein Platz für eine kleine Box habe oder beim Einkaufen vergesse ich ständig meine Obst- und Gemüsebeutel und muss dann für einige Sachen Plastiktüten benutzen. Auch bei Klamotten ist es für mich ziemlich schwer preislich akzeptable, nachhaltige Sachen zu finden.



  • Mir fällt es beim Einkaufen auch immer sehr schwer, weil alles in Plastik verpackt ist. Oder manchmal finde ich es schwer eine Glasflasche mitzuschleppen dann greife ich doch noch zu Plastikflaschen.



  • Das Plastikproblem finde ich auch noch schwierig zu ändern, da muss ich auch immer nach Alternativen suchen. Was ich letztens entdeckt habe sind ökologische Banken, die auch nachhaltige Projekte unterstützen. Die Idee dahinter finde ich auch sehr gut und lohnt sich bestimmt.
    Was die Strohhalme angeht verstehe ich auch die Cafés und Restaurants oftmals nicht, da ich die zum Teil schon unnötig finde..



  • Manchmal fühlt es sich an, wie ein Kampf gegen Windmühlen. Ich bin in den Wintermonaten immer in Mexiko und Abseits der Touristenpfade ist es so schlimm, überall liegen PET Flaschen an den Strassenrändern, Tüten und Styroporverpackungen. Eigentlich gilt seit Oktober eine Verbot von Plastiktüten im Supermarkt und seit diesem Jahr ein Verbot von Plastik Strohhalmen. Doch die meisten Geschäfte halten sich nicht dran. Es ist ihnen einfach egal. Und wenn ich dann mit meinen Stoffbeuteln an der Kasse stehe, ernte ich seltsame Blicke. Manchmal legen sie auch ganze Kühlschränke an der Strasse ab. Der wird dann teilweise ausgeschlachtet und der Rest bleibt einfach liegen. Die Stadt kommt regelmässig um den an der Seite zu mähen, aber da wird einfach grosszügig drum rum gemäht.
    Dabei könnte es so schön sein. So viel grüne Natur. Da ist es in Deutschland alles schön und gut, aber wenn andere Länder nichts machen ist es unheimlich traurig.

    Schöne Grüsse



  • Es ist ein leidiges Thema, das auch bei uns immer wieder zur Sprache kommt. Ich habe sehr viele Freunde, die gar nichts in der Art erst versuchen, weil sie denken es bringt eh nichts. Habe aber letztens auch ein Zitat auf IG gesehen, das meinte: "wir brauchen nicht ein paar Menschen, die es perfekt machen, sonder Millionen Menschen, die es unperfekt machen."
    Das hat mich schon wieder so etwas motiviert. Ich kaufe halt normal meine Jeans, aber manchmal auch aus Bio-Baumwolle. Ich esse nicht immer bio oder vegan, aber manchmal! Und damit fühle ich mich schon ganz gut. bestes Beispiel war auch letztens wieder, dass wir umgezogen sind und im Baumarkt bei den Umzugskartons standen und dachten, dass das doch jetzt nicht wahr sein kann. Wir hatten schon welche, aber die sind natürlich durchs lange Lagern im Keller total vermodert. Kaufen wir dann einfach immer wieder neue? habe mich dann etwas im Internet schlau gemacht und hier gebrauchte Umzugskartons gefunden.
    Und danach haben wir sie bei ebay Kleinanzeigen verschenkt, um den Kreislauf am Leben zu erhalten. Es ist doch halt einfach nicht normal, dass wir so verschwenderisch leben und wir sind nur kleine Leute. Was ist mit den großen Konzernen? Da kümmert sich nicht wirklich jemand. Aber ich hoffe, dass immer mehr Menschen ein bisschen tun. Und ich hoffe ich werde auch besser darin



  • @wolfmond das finde ich auch. Man kann es eh niemals perfekt machen und es gibt doch auch niemanden, der einem sagen kann, was jetzt richtig oder falsch ist. Sogenannte "Nachhaltigkeit-Polizei" bringt uns im Endeffekt auch nicht weiter, wenn wir etwas verändern wollen. Ich denke auch, dass kleine Schritte schon eine Menge auswirken können, wenn nur genug Leute diese kleinen Schritte gehen. Ich versuche auch in jedem Bereich meines Lebens wenigstens Kleinigkeiten zu verändern.
    Was allerdings noch ein wenig fehlt, ist meiner Meinung nach die Aufklärung und Vermittlung in der Schule, da das ganze Thema so wichtig für alle ist und es leider nicht behandelt wird.



  • @alexpacktan sehe ich auch so! Ich verstehe schon irgendwie, warum manche so extrem drauf pochen, weil nur so bekommt man zumindest etwas. Zum Beispiel haben die Menschen damals extrem hart die gleichgeschlechtliche Ehe gefordert. Alle dachten dafür sei es noch zur früh, aber man hat wenigstens dann die eingetragene Lebenspartnerschaft bekommen. Dadurch, dass man mehr verlangt, bekommt man meist zumindest ein bisschen. Es gab ein offizielles psychologisches Wort dafür, aber leider fällt es mir nicht mehr ein 😞
    Ich versuche dann etwas, dass die nachhaltigkeitspolizei und so sagt, einfach nicht zu persönlich zu nehmen...ich weiß ja, dass ich tue, was ich kann



  • @wolfmond stimmt natürlich auch. Wenn etwas Druck erzeugt wird, passieren gewisse Veränderungen schon schneller. Man muss dabei aber auch immer noch realistisch bleiben in dem, was man selbst schaffen kann. Und einiges muss nun mal auch von weiter oben entschieden werden (wie jetzt das Strohhalm-Verbot).



  • Ich versuche, mich vegan zu ernähren und in meinem Umfeld dadurch auch ein bisschen das Bewusstsein für das Thema zu schaffen. Bei uns gibt es nun einen Fairteiler, wo man zweimal die Woche Lebensmittel aus Supermärkten bekommt, die die Sachen normalerweise wegschmeißen. Wenn man sieht, was da alles wegkommt, wird einem schlecht. Ich denke auch, dass da viel mehr aus der Politik kommen muss. Es kann nicht sein, dass Containern teilweise strafbar ist.
    Weniger Plastik fällt mir ehrlich gesagt noch schwer, da könnte ich auf jeden Fall noch mehr an mir arbeiten.


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1974

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