Terrasse renovieren - Fragen zu Gefälle und Dehnungsfuge



  • Hallo an alle Bau-Profis,

    ich bin gerade dabei, meine Terrasse zu renovieren.

    Bisher waren 33cm Fliesen verklebt, neu sollen 2cm Feinsteinzeug 60x60 draufkommen. Der Akustik wegen ebenfalls verklebt mit PCI S2 Flexkleber.

    Nach dem Abtrag der alten Fliesen und dem zugehörigen Fliesenkleber bin ich auf ein paar (kleinere) Problemchen mit der darunterliegenden Betonplatte gestoßen, zu deren Behebung ich ein paar Fragen habe. Schließlich sollen die neuen Terrassenplatten ja auch wieder minimum 15-20 Jahre halten und auch gerade ohne Stolperstufen liegen ;-)

    Insgesamt ist das Fundament in einem recht guten Zustand, keinerlei Risse und mit geeignetem Gefälle vom Haus in den Garten. Soweit so gut...

    Problem 1: Gefälle ausgleichen

    Wie geschrieben ist das Gefälle bereits vorhanden, leider nicht so gleichmäßig und durchgängig wie ich das erwartet hätte. So ist z.B. der letzte halbe Meter zum Haus hin teils komplett ohne Gefälle, am Sockel fehlt's hier und da bis zu 20mm.

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    Ich hätte den Beton mit PCI Gisogrund 2x grundiert und anschließend die Akkit 204 Ausgleichsmasse (Gefällemörtel) aufgebracht und schön geglättet.

    Kann ich das Gefälle teilweise ausbessern, oder muss ich die Ausgleichsmasse vollflächig auftragen?
    Könnte es wegen unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten, Materialverträglichkeit o.ä. irgendwann Probleme geben?

    Problem 2: Dehnungsfuge / Stoßfuge optimal befliesen
    Die Terrasse teilt sich auf zwei Fundamente auf, die im 45° Winkel vom Hauseck durch eine etwa 15-20mm breite Fuge mit innenliegendem Randdämmstreifen getrennt sind.

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    Das Verlegen der Fliesen wäre kein Problem, wenn diese Fuge einigermaßen gerade wäre - das ist sie aber leider nicht.

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    Mein Plan war ursprünglich, die Terrassenplatten im 45° Winkel mittig zu trennen und mit einer Fuge von ca. 10mm jeweils links und rechts entlang zu kleben. Die Fuge selbst hätte ich mit Silikon geschlossen.

    Jetzt allerdings habe ich mit dem Gedanken gespielt, die Fuge mit einer (Schlüter) Entkopplungsmatte ca. 20cm breit zu "überkleben" und die Fliesen dann wie oben beschrieben darauf zu verlegen. Vorteil wäre, dass aufsteigende Feuchtigkeit dann auch gleich ausgebremst wäre.

    Alternativ könnte ich mir auch eine Dehn- und Bewegungsfuge von Schlüter vorstellen, die ich in die Fuge einarbeite. Allerdings gibt's die nicht in der Fugenfarbe, die wir uns vorstellen - Blöd.

    Was würdet ihr mir in diesem Fall empfehlen?
    Bei sowas fehlt mir leider die Erfahrung, bisher habe ich eher im Innenbereich gefliest. :-)

    Vielen Dank
    Alex



  • Hallo, Ausgleichsmasse nicht komplett aufzubringen, sollte mit Grundierung gehen. Bezüglich der krummen Dehnungsfuge würde ich zur Entkopplungsmatte greifen. Allerdings nicht nur auf 20 cm Breite, hier würde ich mehr investieren und die komplette Fläche damit auslegen. Damit sollte man über Jahre Ruhe haben. Oberhalb der Estrichfuge würde ich dennoch ein Dehnfugenprofil einbauen, was Schlüter z.B. auch empfiehlt. Ich denke, durch die Entkopplungsmatte darunter, sollte es nicht problematisch sein, wenn es nicht exakt über der Estrichfuge verläuft.



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