Lackierarbeiten, Türrahmen, Schränke



  • Hallo Ihr Lieben, irgendwie habe ich ein ganz großes Problem mit den im Titel aufgeführten Arbeiten. Eigentlich stelle ich mich normalerweise nicht so ungeschickt an. Es geht um Metalltürrahmen mit uraltem Lack. Diese habe ich gründlich geschliffen um eine griffige Oberfläche zu erhalten, natürlich Schleifstaub entfernt.

    Dann war ich im Fachhandel und habe mir einen guten Lack empfehlen lassen. Heraus kam dabei von CWS der Duotop Satin Aqua. Fußleisten, wo man zügig lackieren konnte, ließen sich prima streichen.

    Bei den Türrahmen muß man leider manuell mit dem Pinsel an etlichen Stellen vorarbeiten, um dann ein Röllchen zu nutzen.

    Klingt ja erst einmal nicht problematisch aber dieser Lack trocknet einfach viel zu schnell. Dies führt zu unschönen Nähten, Streifen und rauhen Oberflächen, insofern man nochmals über die Fläche streichen muß, weil man nicht erhindern kann, dass man beim Streichen der Nachbarfläche ggf. auch die schon gestrichene nochmals berührt. Ich hoffe ihc habe mich verständlich ausgedrückt.

    Ich müßte in absehbarer Zeit auch Einbauschränke streichen. Nur leider sind auch hier neben der Röllchenarbeit Pinselarbeiten notwendig (Zierleisten die erst einmal gestrichen werden müssen, bevor man an die Flächen geht) , sodaß ich durch das schnelle Trocknen keine sauberen Oberflächen hinbekomme.

    Wie macht ihr sowas? Was für Lacke verwendet man?

    Danke im Voraus für Eure Hilfe.

    Maja



  • @maja2003 sagte in Lackierarbeiten, Türrahmen, Schränke:

    CWS der Duotop Satin Aqua

    Moin,

    zum einen versuche ich bei Pinselarbeiten mit wasserbasierten Lacken, immer gleich nach dem Herumgepinsel mit einer Rolle zu verschlichten. Also nicht erst alle Pinseleien am Rahmen machen und dann später mit der Rolle arbeiten sondern sozusagen: Stelle pinseln-->rollen, Stelle pinseln-->rollen, etc. Immer schön nass in nass um den Rahmen herum und Fläche für Fläche arbeiten.

    Außerdem könntest du mal beim Hersteller anfragen, ob irgendwas dagegen spricht, den lack noch etwas mit Wasser zu verdünnen. Laut Merkblatt ist der Lack gebrauchsfertig eingestellt. Nach meiner Erfahrungs sind Lacke aber gerne einfach zu dickflüssig eingestellt.

    Außerdem kann man die erste Lackschicht auch nach ein paar Tagen noch mal leicht fein zwischenschleifen und damit Striemen beseitigen. Dabei aber schön feinfühlig arbeiten. Gerne das Schleifpapier direkt mit der Hand /ohne Schleifklotz führen.

    Maler hassen Wasserlacke wie der Teufel das Weihwasser genau aus den von dir beschriebenen Gründen. Die Lacke ziehen furchtbar schnell an und ziehen sich nicht gut glatt. Dafür trocknen sie auch sehr schnell durch, tränen kaum und stinken nicht wochenlang.

    Blöderweise bewohnt man als Heimwerker in der Regel die Baustelle und hat keine Lust, sich selbst mit den stinkenden, langsam trocknenden aber eigentlich viel hochwertigeren Kunstharzlacken wochenlang selbst zu begasen.

    Bin übrigens kein Profi, das nur der Vollständigkeit halber.



  • @schraubwurst Danke für deine Antwort. Ich nehme gerne Lackgeruch hin, wenn das Ergebnis dadurch besser wird.
    So schnell wie der genannte Lack trocknet, kann man nicht arbeiten. Ich habs jetzt mit Verdünnen versucht, auch über die Mengenangabe des Herstellers hinaus. Das führt leider nicht dazu, dass der Lack weniger schnell trocknet.

    Und ganz ehrlich, ich habe hier 10 Türrahmen zu streichen und später riesige Flächen an Einbauschränken. Da will ich nicht ewig nacharbeiten müssen, nur weil der Lack zu schnell getrocknet ist.

    Ich habe mich auch mal über die modernen PU Lacke informiert. Da scheint das Problem auch nicht besser zu sein.



  • Wenn du jetzt auf Kunstharzlack umsattelst noch ein paar kleine Hinweise:

    Wichtigster Hinweis: bevor du an deine Türen gehst lackiere ein Übungsstück. Kunstharzlack hat eine gemeine Eigenschaft: Er verläuft gerne noch mal, wenn man gar nicht mehr damit rechnet. Da muss man ein bisschen üben.

    Auch Kunstharzlacke sind oft zu dick eingestellt. Gleich eine Kanne Verdünner mit kaufen. Am besten vom gleichen Hersteller. Verdünner ist nicht immer gleich Verdünner.

    Kunstharzlacke vertragen sich oftmals nicht mit Altanstrichen auf Wasserbasis. Ggf. Verträglichkeit testen!

    Für K.h.-lacke braucht man andere Pinsel und Rollen als für Wasserlacke.



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