Nut in schmale Seite eines Brettes fräsen/sägen



  • Hallo,

    ich brauche eine 6mm breite Nut mittig in die schmale Seite (2cm) eines Brettes (ca. 1m lang, 12cm breit). Als Werkzeug habe ich bis jetzt eine Oberfräse oder Tischkreissäge ins Auge gefasst. Was würdet ihr empfehlen? Wie befestige ich das Werkstück am besten und wie wird die Oberfräse bzw. das Werkstück über die Tischkreissäge geführt ohne dass das ganze verrutscht. Da ich das Ganze mehrfach machen muss suche ich eine schnelle, effizente Methode ohne Verletzungsgefahr.

    Vielen Dank



  • Moin,

    deine Frage ist leider noch etwas unscharf. Hilfreich wären noch folgende Infos:

    • Nut umlaufend in alle Kanten?
    • Nut wie tief
    • Stückzahl
    • Wofür ist das ganze und wie genau müssen die Nuten sein?
    • Werkstoff?

    von der Tischkreissäge würde ich hier Abstand nehmen. Zumindest dann, wenn die Nut auch in die kurze Brettseite muss. Sonst musst du einen 1 m senkrecht hochstehenden "Lämmerschwanz" über die Säge schieben.

    Spontan fällt mir dazu noch ein Scheibennutfräser ein.

    Mit einem normalen Nutfräser könnte man das auch machen. Dann wäre aber erforderlich, jeweils eine Hilfsvorrichtung an das Brett anzuzwingen, um die Auflagefläche für die Fräse zu vergrößern, damit diese nicht kippelt.



  • Danke für deine Antwort. Habe leider keine Erfahrung mit der Oberfräse und kann mir das daher nicht so richtig vorstellen. Die Hilfskonstruktion mit Zwingen macht Sinn aber auch etwas Zeitaufwendiger. Hätte auch bedenken dass es verruscht, aber immerhin sollte die Verletzungsgefahr gering sein.
    Es sollen Rahmenelemente werden in die Hohlkammerplatten als Scheiben eingesetzt werden. Daher nur eine Nut Seite pro Brett. Aber schon Recht präzise damit die Scheiben ohne Klebstoff klemmen. Nuttiefe denke ich so ca. 1cm und als Material Hartholz für den Außeneinsatz z.b. Douglasie.



  • Moin,

    jetzt bitte noch mal zum Mitverstehen: Wo soll die Nut hin? In die Kante oder in die Brettfläche?
    0_1543993791300_nut.jpg

    Es ist auch immer noch nicht klar, in welche Kanten eine Nut soll. Nur in die langen Seiten oder auch in die kurzen? Wenn nur in die Langen, dann geht das mit einer einigermaßen brauchbaren Tischkreissäge sicher besser und schneller. Wie man beim Nuten auf der TKS seine Finger schützt, kann man sicher am besten in zahlreichen Videos auf youtube sehen. Hier kann man sehen, wie das generell funktioniert: https://youtu.be/nguzKwf8LgQ
    Hast du mal GENAU gemessen, ob deine Kammerplatten auch wirklich in eine 6 mm Nut passen? Mit so etwas bin ich neulich auch auf die Nase gefallen. Verlasse dich besser nicht darauf, dass die Platten nur durch Klemmen halten.

    1 cm Tiefe ist schon ordentlich tief. Plane ein, dass du solche Nuten mit der Oberfräse in mehreren Durchgängen fräsen musst.

    Auch bei der Tischkreissäge musst du mehrere Durchgänge machen, weil die Zähne am Blatt i. d. R. nur ca 3 mm breit sind.

    Zum Verletzungsriskio: Das ist bei der Arbeit mit Werkzeug, insbesondere mit elektrischem, immer gegeben. Bei der Oberfräse ist es eher überschaubar, alles Kreissägeartige, insbesondere Tischkreisägen erfordert hohe Aufmerksamkeit. Hier gilt es, sich über die richtige Handhabung und Sicherheitsmaßnahmen zu informieren.

    Wenn man Angst hat, darf man sich aber gerne vor Augen halten, dass mit solchen Maschinen jeden Tag zigtausende Menschen Arbeiten, die alle auch nur Wasser kochen.



  • Die Nut soll nur in die Kante. Vier Stück davon ergeben dann einen Rahmen in dem die Scheibe eingelassen ist. Die Platten sind etwas flexibel, 6mm sollten passen, ich habe die schon mal in 5,9mm Aluklemmprofilen genutzt.
    Dadurch dass die Kante ja nur 2cm breit denke ich dass ich auf jeden Fall eine Hilfskonstruktion brauche um das Werkstück oder Maschine zu führen



  • Evtl reichen auch 5mm als nuttiefe, da muss ich Mal probieren wie es mit der Stabilität aussieht da die Scheiben wie gesagt leicht flexibel sind und sich bei entsprechender Größe durchbiegen könnten



  • Ich klemme mich mal hier ein.

    Bau dir eine Rechtwinkelige Vorrichtung auf welcher du die Oberfräse entlang schieben kannst und an der du dein Werkstück festklemmen kannst. Die zeit die deine Vorrichtung braucht sparst du dir mit der Wiederholgenauigkeit am ende wieder ein.

    Gut hierzu finde ich die Youtube Kanäle von Lets-Bastel, Der Holzbastler, HolzWerken, Heiko Rech und Küstenholz Robert Hoffmann.

    Wobei grade beim Truppe (lets Bastel) immer wieder zwischen durch mal gute Ideen auf blitzen.



  • @steini77 sagte in Nut in schmale Seite eines Brettes fräsen/sägen:

    Ich klemme mich mal hier ein.

    Bau dir eine Rechtwinkelige Vorrichtung auf welcher du die Oberfräse entlang schieben kannst und an der du dein Werkstück festklemmen kannst. Die zeit die deine Vorrichtung braucht sparst du dir mit der Wiederholgenauigkeit am ende wieder ein.

    Gut hierzu finde ich die Youtube Kanäle von Lets-Bastel, Der Holzbastler, HolzWerken, Heiko Rech und Küstenholz Robert Hoffmann.

    Wobei grade beim Truppe (lets Bastel) immer wieder zwischen durch mal gute Ideen auf blitzen.

    Dem Tipp von Steini77 schließe ich mich an, wenn es denn mit der OF gemacht werden soll.

    Der Empfehlung von "Lets-Bastel" ausdrücklich nicht. Meine Restlebenszeit ist zu kurz, um diesem Wortschwallgenerator zuzuhören. Abgesehen davon macht der Mann unlautere Schleichwerbung.



  • Ich meine auf YouTube von Franks Shed die richtige Vorrichtung für die Oberfräse gesehen zu haben.



  • Die Nut zu fräsen geht am besten mit einer Nutenfräse.

    Ich vermute jedoch, dass du wahrscheinlich keine hast, dafür aber eine Tischkreissäge. Mit zwei zusätzlichen gleich hohen Brettern und Schraubzwingen kannst du mit der Tischkreissäge die Nut in das Brett sägen, auch wenn es nur 20mm breit ist. Dabei gehe wie folgt vor:

    1. das Brett, in welches die Nut gesägt werden soll, zwischen zwei gleichhohe (Hilfs-)Bretter legen (in meinem Beispiel beide mit einer Stärke von 20mm
    2. die drei Bretter mit Schraubzwingen zusammenpressen (alternativ kann man die auf miteinander verschrauben, sofern die Bohrlöcher des Brettes mit der Nut später nicht stören und/oder verdeckt sind)
    3. den Parallelanschlag der Tischkreissäge bei 27,0mm fixieren und das Sägeblatt auf die gewünschte Schnitttiefe einstellen (in diesem Fall auf 10mm)
    4. den ersten Schnitt machen
    5. für den zweiten Schnitt den Parallelanschlag bei 29mm fixieren und sägen
    6. für den dritten Schnitt den Parallelanschlag bei 30,6 fixieren und sägen
      Fertig ist die 6mm breite und 10mm tiefe Nut in dem Brett.

    Ich habe mal eine Zeichnung vorbereitet, wie das Ganze aussehen wird.

    0_1545490300093_Nut sägen mit Tischkreissäge.png

    Die zwei sog. Hilfsbretter sind notwendig, um den Abstand zwischen dem Parallelanschlag und des Sägeblattes zu vergrößern. Zusätzlich wird dadurch die untere Auflagefläche verbreitert, so dass das Brett im rechten Winkel auf dem Sägetisch geführt werden kann und nicht seitlich wegkippt.

    Obwohl ich selber zwar eine Nutenfräse besitze, gehe ich in vielen Fällen so, wie hier angegeben vor. Ich persönlich habe so oftmals schneller und gleichmäßiger Nuten gefräst, als mit der Nutenfräse.



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