Boden ausgleichen Höhen unterschied berechnen



  • Ahoi ,

    Muss in einem kleinen Badezimmer den Fußboden ausgleichen doch irgendwie kapier ich diesen Satz hier nicht.

    "Wasserwaage oder mit einer Schlauchwaage, indem Sie die Höhe der Raumecken und des Raummittelpunktes messen. Die Höhenunterschiede notieren Sie sich. Dann addiert man die einzelnen Werte und teilt die Summe durch die Anzahl der Messpunkte. So ergibt sich ein Mittelwert für den Höhenunterschied."

    Kann mir da jemand helfen und ein beispiel schreiben.



  • @klaus4 kann mir da keiner helfen 🤔



  • Immer noch keiner der helfen möchte 😪



  • Ich weiß nicht, ob es sinnvoll ist, aber was ich machen würde: ich würde zunächt einen Vermessungsingenieur fragen.
    Warum?
    Die haben "in groß" genau die gleichen Fragestellungenm. Sollte sich etas ergeben, bitte unbedingt Feedback. Danke und alles Gute.



  • So, einfache Sache:

    Du unterteilst dir dein Badezimmer in etwa gleich große Felder. Kannst dir evtl. Malerkrepp nehmen und damit z.B. das Zimmer in Höhe und Breite dritteln. Im Beispiel nehme halbiere ich den Raum nur vertikal und horizontal.
    Bei den Kreuzen misst du dann die Höhenunterschiede, ebenso wie an den Wändern des Raumes, wo sie das Krepp "schneidet", und an den Ecken (macht dann 3x3 Messpunkte). Das geht am besten mit einer Schlauchwaage. Die kann man sich billig kaufen oder auch selbst machen.
    Dein Mittelpunkt ist dein Referenzpunkt. Da setzt du den einen Teil der Waage hin. Mit dem anderen Fuß wanderst du von Punkt zu Punkt und und trägst die Werte in eine Tabelle ein, das kann das so aussehen.

    3 -4 3
    1 0 -2
    -2 -1 -2

    Hast als niedrigsten Wert -4, addieren wir mal zur Veranschaulichung drauf.

    7 0 7
    8 4 2
    2 3 2

    Dein größtes Gefälle ist 8mm tief/hoch. So hoch würdest du dann aufschütten PLUS die Mindestdicke der Ausgleichsmasse (bitte Anleitung des Produktes beachten). Die Mindestschichtdicke gibt es aus 2 Gründen:

    1. Punktuelle Last kann so gleichmäßig auf die benachbarte Unterschicht verteilt werden.
    2. Der Oberflächenspannung der Masse muss entgegengewirkt werden, damit sie richtig fließen kann, sich selbst verteilen kann. Ansonsten fließen Flecken nicht richtig zusammen und es bleibt immer eine "Schmierschicht" mit einer gewissen Mindestdicke auf einer Oberfläche, die nicht wegfließen kann.

    So jetzt weiter zum Beispiel.
    Anhand der zwei Punkte weißt du examplarisch, dass da der Unterschied 8mm beträgt. Wenn du dir die Punkte seitlich vorstellst und eine Verbindungslinie zeichnest, merkst du, dass näherungsweise auf halber Distanz der Unterschied 4mm beträgt.
    Indem man nun einen Durchschnitt aller Werte berechnet, kommst du nun auf das durchschnittliche Gefälle.
    7 + 0 + 7 + 8 + 4 + 2 + 2 + 3 + 2 = 35
    Geteilt durch die Anzahl deiner Messpunkte (9) macht das 3,8mm.
    Jetzt hat dein Produkt eine Mindestschichtdicke von z.B. 5mm, dann addierst du die darauf (= 8,8mm).
    Hat die Masse einen Verbrauch von 1kg pro mm pro m² und dein Raum ist 10m² groß, dann rechnest du:
    8,8 * 10 * 1 = 88kg.
    Du bräuchtest also 88kg Ausgleichsmasse (Wasserwert natürlich nicht mit einberechnet, die Verbrauchsangabe bezieht sich auf das Gewicht des Pulvers).
    Randdämmstreifen, Haftbrücke und Entlüftungswalzen nicht vergessen (Nagelschuhe wären hilfreich).

    Viel Spaß



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