Brennholz

Natürliches Brennholz aus dem Wald erlebt angesichts hoher Energiepreise einen wahren Boom. Am größten ist das Sparpotenzial, wenn Sie bei Ihrem KBrennholz für den Kamin selbst für Nachschub sorgen.

Brennholz

Sprichwörtlich ist, dass das Holzfeuer im heimischen Kamin dreifach wärmt: Zuerst beim Holzschlagen im Wald, dann beim Holzspalten daheim – und schließlich als prasselndes Feuerchen im Kamin. Freilich ist es erheblich einfacher geworden, den Rohstoff Baum zu formatgerechtem Brennholz zu verarbeiten. Ketten-, Säbel- und Wippkreissäge sowie elektrische Holzspalter ersetzen die Muskelkraft und sparen Zeit. Allerdings erfordern diese zum Teil nicht ungefährlichen Maschinen einige Sachkenntnis – deshalb werden zunehmend zum Beispiel Lehrgänge zur Kettensägen-Nutzung angeboten, die Laien den sicheren Umgang mit diesem Werkzeug vermitteln. Gerade für die Nutzung einer Kettensäge sollten Sie sich darüber hinaus eine geeignete Schutzausrüstung mit einer Schnittschutzhose zulegen – bei der Holzgewinnung im öffentlichen Wald machen dies viele Forstverwaltungen zur Pflicht.

 

Was kostet Brennholz?

Sie sind kein Waldbesitzer? Dann steht am Anfang der Holzgewinnung die Suche nach preiswerten Holzquellen. Je nachdem, wie stark Sie selbst Hand anlegen wollen, können Sie zum Beispiel selbst Restholz der professionellen Holzernte direkt im Wald zuschneiden und abtransportieren, fertig als Meterware zugeschnittene Holzstämme ab Forstweg kaufen und weiterverarbeiten oder kaminholzgerecht abgelängtes Brennholz kaufen und nur noch spalten.
Praxistipp: In dem Video sehen Sie, wie Sie mit einer finnischen Spaltaxt Brennholz schlagen können:

 

Natürlich können Sie auch fertig gespaltenes Brennholz kaufen – dieses gibt es sogar ofenfertig abgelagert zur sofortigen Verfeuerung. Auf Wunsch wird dieses auch bei Ihnen am Haus angeliefert und gebrauchsfertig gestapelt. Jeder Arbeitsgang macht das Holz aber natürlich teurer. Als übliche Handelsmenge von Brennholz gilt der Raummeter – das ist die Holzmenge, die sich beim Stapeln des Holzes in einem Kubikmeter ergibt. Achtung: Ein Raummeter gestapelter Stämme enthält weniger Holz als bei bereits gespaltenem Brennholz!

 

Brennholz richtig lagern

Trocken, sonnig und am besten etwas zugig – bei diesen Lagerbedingungen trocknet das Brennholz optimal. Kaminholzregal können Sie entweder als Bausatz im Laden kaufen oder selbst bauen. Zum Entzünden des Feuers im Kamin nutzen Sie am besten feineres Spanholz, das beim Spalten als Restmaterial anfällt. Sinnvoll ist es auch, etwas Nadelholz feiner zu spalten, um es dann als Anzündholz verwenden zu können. Für diesen Zweck eignet sich auch Restholz aus der Heimwerkstatt besonders gut – denn dieses Material ist besonders trocken und weitgehend harzfrei. Teilen und spalten Sie das Holz am besten direkt nach dem Einschlag, denn das frische Holz ist am einfachsten zu bearbeiten. Außerdem trocknet luftig und regensicher gelagertes Scheitholz erheblich schneller.

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Die Garage oder das Gartenhaus sind als Unterbringung für Kaminholz deshalb ungeeignet – am besten ist ein trockener, offener Unterstand an einer windabgewandten Seite des Hauses, idealerweise mit ein paar täglichen Sonnenstunden. Nach rund ein bis zwei Jahren ist das Brennholz dann trocken genug, um verfeuert zu werden. Optimal ist es, wenn Sie dann jeweils wenigstens zwei Tagesvorräte direkt im Wohnraum am Kamin lagern. Denn dann haben Sie einen Tagesvorrat bequem parat, die zweite Kaminfüllung kann in der Zimmerwärme nachtrocknen und brennt dann am nächsten Tag noch etwas besser. Nutzen Sie zum Anfeuern etwas Zeitungspapier und Spanholz, erst dann allmählich größere Stücke auflegen und die erst voll geöffnete Luftzufuhr drosseln – so brennt der Kaminofen lange und umweltverträglich.

Quelle: selbst ist der Mann

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