Blume des Jahres 2019 heißt die "Blume des Jahres" Besenheide

Seit 1980 kürt die Loki Schmidt Stiftung jedes Jahr im Oktober die "Blume des Jahres". Mit der Wahl macht die Stiftung der Ehefrau des ehemaligen deutschen Bundeskanzlers Helmut Schmidt auf gefährdete Pflanzen und ihre Lebensräume aufmerksam.

Lange bevor sich die Grünen 1993 als Partei gegründet haben, versuchte Loki Schmidt Medien und Politik auf das Thema Umweltschutz aufmerksam zu machen: 1979 gründete sie dazu die "Stiftung zum Schutze gefährdeter Pflanzen", die 1985 in "Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung zum Schutze gefährdeter Pflanzen" umbenannt wurde und heute schlicht unter dem Namen ihrer Gründerin firmiert.

Gründe, auf schutzbedürftige Blumen aufmerksam zu machen, gab es damals wie heute genug: Zahlreiche Wildpflanzen waren durch intensive Landwirtschaft und Monokulturen in ihrem Bestand stark dezimiert oder sogar vom Aussterben bedroht. Auch die Nutzung von Freiflächen als Bauland raubt den Wildblumen ihren natürlichen Lebensraum.

 

Blume des Jahres – Wildpflanzenschutz seit 1980

Den ersten Titel „Blume des Jahres“ bekam 1980 der Lungen-Enzian verliehen: Die Wahl zur "Blume des Jahres" wird in jedem Jahr mit einer öffentlichen Aufklärungskampagne begleitet, die über den ökologischen Wert der ausgezeichneten Wildblume, deren Bestand in unseren Breiten gefährdet ist, informiert. Denn ohne Wissen kein Bewusstsein, ohne Bewusstsein kein Schutz der seltenen Gewächse und ihrer Naturlandschaft.

Garten
Gartenkalender: Das Gartenjahr im Oktober – Gartentipps

Gartenkalender: Das Gartenjahr im Oktober – Gartentipps

In einem Fotokalender präsentiert die Loki-Schmidt-Stiftung nicht nur die jeweilige "Blume des Jahres", sondern auch deren natürlichen Lebensraum: 2011 zum Beispiel lenkte die Wahl der Moorlilie den Blick auf das Moor insgesamt. Diese Naturlandschaft ist vielen Menschen kaum bekannt, aber zugleich durch Trockenlegungen und Torfabbau massiv gefährdet. Ziel ist es weiterhin, die Öffentlichkeit für den Wildpflanzenschutz zu sensibilisieren, "damit die seltenen Gewächse nicht vollständig aus der Naturlandschaft verschwinden".

Praxistipp: Eine vollständige Liste aller seit 1980 gewählter "Blumen des Jahres" finden Sie hier >>

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