Biogarten Ökologisch gärtnern im Einklang mit der Natur

Zurück zu den Wurzeln: Biologisch gärtnern im Einklang mit der Natur: Viele Menschen entdecken mit dem eigenen Biogarten alte Traditionen und Konzepte neu.

Biogarten
Im Biogarten ersetzt die Grabegabel den Spaten. So wird der Boden gelockert, ohne dass die Schichten im Aufbau gestört werden. Foto: Nabu / Christine Kuchem-Groß

Gesunde Ernährung und ein ökologisch bewusster Alltag stehen auch bei jungen Leuten wieder stark im Fokus. Das bedeutet, beim Einkauf im Supermarkt nicht wahllos alles in den Wagen zu legen – und im Idealfall sogar, den eigenen Garten wie zu Großmutters Zeiten zu bewirtschaften. Was vor 15, 20 Jahren noch als "alternativ" galt, ist heute total im Trend, Schrebergärten sind in den großen Städten längst wiederentdeckt, andere buddeln gemeinschaftlich auf privat bewirtschafteten Ackerflächen für die eigene Ernte.

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4 Regeln für den biologischen Anbau

Mit einfachen Grundregeln können Sie ohne viel Schnickschnack Obst und Gemüse wachsen lassen, Kräuter und bunte Blumen ziehen. Das Konzept des Biogartens beschränkt sich nämlich nicht auf den Nutzgarten! Ist der Garten erst einmal richtig im Lot, wird er viel weniger Arbeit machen, als Sie jetzt vielleicht denken. Das Gärtnern mit der Natur funktioniert aber nur, wenn Sie alle wichtigen Grundregeln anwenden, damit sich ein ökologisches Gleichgewicht ergibt.

  1. Ganz wichtig dabei ist das richtige Kompostieren, um den Boden lebendig, fruchtbar und gesund zu erhalten. Der Kompost ist sozusagen der „Bauch“ des Gartens, der alle organischen Abfälle zu nährstoffreichem Humus umformt.
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  2. Damit alles gut wächst und gedeiht, braucht es auch eine bedarfsgerechte Pflanzennahrung. Es gibt viele bewährte organische Dünger wie etwa Holzasche, Hornspäne oder Pferdemist – mittlerweile sogar portionsgerecht in gepresster Pelletform. Preiswert ist eine selbst angerührte Pflanzenjauche aus Brennnesseln. Die ist zwar keine Wohltat für die Nase, dient dafür aber als praktischer Allrounder.
  3. Um das Bodenleben anzuregen und die Erde feucht und locker zu halten, gilt es, etwas Unordnung zuzulassen. Denn Mulchmaterial wie Laub, bestimmte Pflanzenreste, Rinde oder auch Grasschnitt – in lockeren Schichten – schützt den Boden. So brauchen Sie weniger zu gießen, zu düngen oder Unkraut zu jäten. Auch hier wirkt das Prinzip des Kreislaufs als echte Arbeitserleichterung.
  4. Wenn Sie nun noch die richtigen Pflanzen nebeneinandersetzen, können Sie ganz ohne viel Zutun gesundes Wachstum fördern und Schädlinge oder Krankheiten abwehren. Solche Mischkulturen verhindern, dass der Boden einseitig ausgelaugt wird, und sind schon jahrzehntelang erprobt. Wer eine gute Nachbarschaft bildet, sehen Sie unten in der Tabelle:

Biogarten

Quelle: selbst ist der Mann 4 / 2014

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