Baukindergeld bis wann? Auszahlung des Baukindergelds startet im März 2019

Das neue Baukindergeld der Großen Koalition boomt. Nach Informationen der zuständigen kfW-Bank sind bereits etwa einen Monat nach dem Start mehr als 500 Millionen Euro Fördergeld beantragt worden. Doch wann können Familien mit der Auszahlung des Baukindergelds rechnen?

Baukindergeld
Foto: Hersteller / VQC

Insgesamt wurden laut KfW bis jetzt knapp 25.000 Förderanträge registriert, die bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau eingegangen sind. Demnach haben vor allem Familien mit einem oder zwei Kindern die Anträge für den Zuschuss  gestellt. Anträge können ausschließlich für Baugenehmigungen und Kaufverträge gestellt werden, die zwischen dem 1. Januar 2018 und Ende 2020 abgeschlossen werden.

Hausbau Baukindergeld
 

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Der Staat zahlt Familien jährlich 1.200 Euro pro Kind beim Bau oder Kauf einer Immobilie – für einen garantierten Zeitraum von zehn Jahren. Mit dem Baukindergeld will die Bundesregierung gegen Wohnungsmangel und weiter steigende Mieten vorgehen. Das Baukindergeld wird nur an Familien und Alleinerziehende mit einem Kind und einem jährlichen Haushaltseinkommen von bis zu 90.000 Euro gewährt. Mit jedem weiteren Kind wird die Einkommensgrenze um jeweils 15.000 Euro erhöht. Das Baukindergeld wird voraussichtlich ab März 2019 ausgezahlt.

 

Keine Marktentlastung durch Baukindergeld

Ob die starke Nachfrage nach dem Baukindergeld allerdings auch einen neuen deutschlandweiten Bauboom auslösen wird, ist nach Überzeugung von Udo Schumacher-Ritz, Vorsitzender des Vereins zur Qualitäts-Controlle am Bau e.V. nicht zu erwarten. Vielmehr vermutet der VQC Mitnahme-Effekte der Bauherren, die ohnehin den Bau oder Kauf eines Einfamilienhauses vorhatten und sich jetzt über diese zusätzliche Subventionierung freuen. „Baukindergeld gleich Bauboom, gleich Schaffung zusätzlichen Wohnraums – diese Rechnung wird nicht aufgehen“, so Schumacher-Ritz.

Es sei hingegen zu befürchten, dass aufgrund der ohnehin angespannten Situation mit einem ausgeprägten Fachkräftemangel auf Deutschlands Baustellen regional mit weiteren Preissteigerungen zu rechnen ist. „Ein Fachkräftemangel, der sich mittlerweile auch in der steigenden Fehlerquote bei der Bauausführung bemerkbar macht, so Schumacher-Ritz. „Wenn der Zeitdruck auf dem Bau steigt, steigt auch die Fehlerquote in der Bauausführung“, lautet die einfache Formel.

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Sachverständige prüfen Bauausführung

Demzufolge rät der VQC Bauherren dringend, einen unabhängigen Sachverständigen mit zu Rate zu ziehen, der während der Bauarbeiten nach dem Rechten schaut und bei Bedarf korrigierend einschreitet. Zahlreiche Baufirmen haben erkannt, dass eine Qualitätskontrolle durch eine unabhängige Sachverständigen-Organisation essentiell ist. Nicht, weil sie ihren eigenen Fähigkeiten misstrauen, sondern weil sie die Kompetenz externer Fachleute schätzen und davon in der Folge profitieren. Genauso wie die Bauherren-Familien – eine echte Win-win-Situation.

Für eine externe Qualitätskontrolle am Bau müssen Bauherren – sofern sie im Baupreis nicht inkludiert ist – ca. 1 ein Prozent der Hauskosten einkalkulieren. „Geld, das gut angelegt ist“, so Schumacher-Ritz weiter. „Wir wissen, dass der Bau eines Hauses für die meisten Familien in Deutschland die größte Investition des Lebens ist und über viele Jahre finanziell enorm bindet. Wenn in den kommenden Jahren (vermeidbare) Folgeschäden entstehen, kann das manche Bauherren überfordern.

Quelle: VQC

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