Alleskleber

Alleskleber funktionieren physikalisch durch Verdunstung der enthaltenen Lösungsmittel. Das macht sie vielseitig – begrenzt aber die Haltekraft.

Alleskleber – Diesen Klebstoff kennt wohl jeder – und vermutlich haben auch Sie mindestens eine Tube in der Schublade. Kein Wunder – hält dieses Produkt doch, was es verspricht: Durch die Lösungsmittel – zu denen technisch auch Wasser gehört – können Oberflächen gut benetzt werden, die in Schwebe enthaltenen Klebstoffpolymere sind so meist ideal in Position zu bringen. Bei der Aushärtung muss das Lösungsmittel allerdings entweichen können, daher sind Verklebungen ideal, bei denen einer der beiden Materialpartner durchlässig, also porös oder saugfähig ist. Nur bei kleinen Bereichen von wenigen Zentimetern Breite ist eine Verdunstung zur Seite hin ausreichend, die Aushärtung dauert entsprechend länger.

Baustoffe
Jeder Kunststoff braucht einen speziellen Kleber

Klebstoffe für Kunststoffe Kunststoffkleber funktionieren meist nach dem Prinzip der Kontaktkleber. Dabei muss der Klebefilm nach dem Auftrag...

 

Alleskleber ist nicht gleich Alleskleber

Unter den Allesklebern gibt es einige Spezialisten mit unerwartet hoher Klebkraft. So gibt es je nach Anwendungsbereich schon Klebeformen, die eine Reparatur oder die Handhabung für Kinder erleichtern können. Alleskleber ist sowohl in Flaschen-, Dosen- oder aber auch Tubenform erhältlich. Unterschiedliche Kopföffnungen erleichtern dann zum Beispiel zusätzlich das präzise Arbeiten. So kann man beispielsweise mit Alleskleber Kraft besonders gut Folien verkleben und Alleskleber Super ist besonders gut für Reparaturen einsetzbar – die spezielle Tube erlaubt eine besonders exakte Platzierung. 


Alleskleber gibt es mittlerweile in vielen verschiedenen Formen und Varianten.

Schon gewusst? Alleskleber sind in der Regel flüssig eingestellt und können die Oberfläche daher gut benetzen. Lösungsmittelhaltige Alleskleber können auch kleinere Spalten füllen und härten transparent aus – das ist bei vielen Bastelarbeiten nützlich. Auch bei reichlichem Auftrag wellt sich Papier nur wenig.

 

Alleskleber entfernen – aber wie?

Alleskleber ist bekannt für seine Hartnäckigkeit, darum verwenden wir ihn so gerne für Reparaturen und Montagetätigkeiten. Was aber, wenn der Kleber an Stellen kommt, wo er nicht hin soll? Besonders Textilien saugen den Kleber schnell auf und scheinen im Nu ruiniert zu sein. Aber keine Sorge: die meisten Alleskleber lassen sich mit ein wenig Geduld wieder entfernen. Wichtig ist dabei, dass Sie das geeignete Lösungsmittel für den jeweiligen Klebstoff finden.
Tipp: Um Klebeflecken auf dem Lieblings-T-Shirt Ihres Kindes zu vermeiden, können Sie auch lösungsmittelfreien Alleskleber kaufen. Dieser ist in seiner Klebekraft zwar begrenzter, reicht bei den meisten Bastelarbeiten für Kinder aber aus.
Frische Flecken sollten Sie mit einem mit Alkohol (Spiritus) getränkten Baumwolltuch bedecken und mit Alufolie abdecken, damit das Lösungsmittel einwirken kann. Nach einiger Zeit, kann der Kleber dann mit einem stumpfen Gegenstand vom Textil abgelöst werden und danach gewaschen werden.
Sollten die Alleskleber-Flecken schon eingetrocknet sein, ist Alkohol meist nicht stark genug. In solchen Fällen können Lösungsmittel wie Aceton, Ethylacetat oder Nitroverdünner helfen. Vorsicht: Achten Sie bei der Verwendung von Lösungsmitteln auf Ihre Sicherheit! Stellen Sie sicher, dass Feuerquellen in der Umgebung ausgeschaltet sind und der Raum gut belüftet ist.

Quelle: selbst ist der Mann 12 / 2017

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