Akku-Reparatur Akkus reparieren statt entsorgen

Ist der Akku vom Werkzeug kaputt, bleibt einem meist nur eine Lösung: Eine neuer Akku muss her. Aber ist das wirklich die einzige Lösung? Oder kann man Akkus reparieren?

Akkus reparieren
Wie kann man vermeiden, dass man die Akkus reparieren muss? Foto: sidm / KEH

Volle Pulle schleifen, sägen, bohren – aktuelle, leistungsfähige Akku-Werkzeuge stehen ihren netzgebundenen Konkurrenten nicht nach. Außer in der Ausdauer – denn natürlich ist die im Akkupack enthaltene Energie begrenzt. Sie können aber einiges tun, um die Leistungsfähigkeit des Akkus zu erhöhen und eine Akku-Reparatur zu vermeiden. Die heute weit verbreiteten Lithium-Ionen-Akkus reagieren sehr empfindlich auf Hitze und Überladung – die interne Elektronik schaltet die Stromabgabe deshalb bei Überschreiten gewisser Werte ab. Doch schon zuvor kann das chemische Gleichgewicht in den Akkuzellen leiden – dann ist die Akku-Reparatur schneller nötig.

 

Akkus reparieren oder Zellen tauschen?

Auch wenn Li-Ion-Akkus inzwischen einige tausend Ladezyklen überstehen – sie halten meist nicht so lang wie das Elektrowerkzeug. Oft lohnt sich der Kauf eines Ersatzakkus oder – falls nicht mehr lieferbar – ein Zellentausch.

Werkzeug
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Praxistipp: Volle Zellen würden bei langer Lagerzeit schneller altern, bei zusätzlicher Hitzebelastung – etwa in einer Gartenhaus im Sommer – könnten Sie sogar Schaden nehmen. 

 

Akku-Reparatur vermeiden

Ist der Akku defekt, kann man den Akku reparieren. Doch bevor Sie eine Akku-Reparatur vornehmen, können Sie vermeiden, dass der Akku überhaupt kaputt geht.

  • Vermeiden Sie, dass sich der Akku stark erhitzt: Setzen Sie ihn nicht starker Sonnenbestrahlung aus – etwa im Auto oder auf der Heizung.
  • Gönnen Sie dem Akkuwerkzeug eine Pause nach extremer Belastung, denn auch dabei erwärmt sich der Stromspeicher.
  • Tiefentladung vermeiden: Schaltet das Gerät bei leerem Akku ab, sollten Sie nicht wieder einschalten, um das letzte bisschen Energie herauszukitzeln: Durch die erneute Stromentnahme könnte die Mindestspannung unterschritten werden. Im Extremfall kann das Akkupack dann nicht mehr geladen werden. Passiert das bei Kälte, können Sie allerdings noch versuchen, den Akku vor dem Laden schonend auf Zimmertemperatur zu erwärmen.

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Sollten Akkupacks mechanisch beschädigt werden, ist Vorsicht geboten: Die enthaltenen Chemikalien können mit Feuchtigkeit extrem stark reagieren und sich entzünden. Beschädigte und verbrauchte Akkus nur bei einer entsprechenden Sammelstelle entsorgen.

Quelle: selbst ist der Mann 2 / 2018

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