Akku-Rasenmäher-Test Großer Akku-Rasenmäher Vergleichstest

Leise Akkumäher sind in dieser Saison ein Verkaufsschlager. Die Akku-Rasemäher im Test überzeugen mit einfacher Handhabung und hohen Flächenleistungen – aber es gibt auch Schwächen. Der TÜV Rheinland begleitete unseren Akku-Rasenmäher-Test von 12 Geräten. Alle Akkumäher wurden auf gleich großen Flächen getestet – im selben Gelände am selben Tag.

Diese Marken haben wir getestet:
  • Bosch
  • Einhell
  • Gardena
  • Ryobi
  • Sabo
  • Scheppach
  • Solo
  • Stihl
  • Wolf Garten

In unserem Test haben wir 12 Akku-Rasenmäher mit einer Schnittbreite um 40 cm verglichen. Diese Geräte sind für kleinere Gärten mit einer Rasenfläche bis etwa 400 Quadratmeter geeignet. Neben den links aufgeführten Produkten haben wir ebenfalls Modelle von For Q (Hornbach), Greenworks und Powerworks getestet.

Bei fallenden Preisen für die Lithium-Ionen-Speicherzellen sind leistungsfähige Akkumäher inzwischen auf Augenhöhe mit Benzinrasenmähern. Mehrere hundert Quadratmeter Mähfläche mit einer Akkufüllung ermöglichen es, übliche private Rasenflächen ohne Nachladen zu kürzen. Und vor allem: Akkumäher sind drastisch leiser als die Konkurrenz mit Explosionsmotor. Die Akkugeräte erfordern außer einer gelegentlichen Reinigung zudem keine Wartung.

 

Wie wurde getestet?

  • Flächenleistung: Wie viel Fläche mäht man mit einem Akku? Zur Beantwortung dieser Frage haben wir eine definierte Fläche gemäht (rund 8 cm Grashöhe auf ca. 5 cm Höhe) und die dabei benötigte Energiemenge des Mähers gemessen. Aus Messungen der tatsächlich im Akku gespeicherten Energiemenge konnten wir in der Folge die Mähfläche pro Akkuladung berechnen. Der Wert bildet unsere Testbedingungen ab, kann also je nach Rasenbeschaffenheit und Wuchsbedingungen abweichen.
  • Fangvermögen: Wie gut fangen die Mäher und wie gut wird der Fangkorb gefüllt? Dazu haben wir Praxisversuche vorgenommen.
  • Ausnutzung der Schnittbreite: Kann die theoretische Schnittbreite tatsächlich genutzt werden? Dazu haben wir fünf Bahnen gemäht und die Gesamtbreite ins Verhältnis zur Schnittbreite gesetzt.
  • Randmähen: An mauern bleibt ein Streifen Gras stehen. Wir haben gemessen wie breit dieser jeweils ist.
  • Sicherheit: Während des Betriebs dürfen keine torierenden Teile berührbar sein, außerdem müssen Abstände zum rotierenden Messer eingehalten werden. Die Vorgabe der Norm hat der TÜV Rheinland überprüft.

Akku-Rasenmäher

positiv aufgefallen im Akku-Rasenmäher-Test

  • Akkumäher können in Privatgärten mit Benzinern Schritt halten
  • Bei allen Mähern wird die Schnitthöhe zentral verstellt
  • Alle Geräte können nur mit einem abziehbaren Schlüssel gestartet werden
  • Alle Akkumäher sind gegenüber Benzinmähern erfreulich leise

negativ aufgefallen im Akku-Rasenmäher-Test

  • Bei einigen Mähern fällt ein Teil des gesammelten Schnittguts beim Abnehmen des Fangkorbs heraus
  • Einige Geräte ließen trotz Fangkorb Schnittgut liegen
 

Welches ist der beste Akku-Rasenmäher?

Eine hohe Flächenleistung pro Akkuladung und eine geringe Ladezeit – das ist die Hauptsache bei einem guten Akku-Rasenmäher, aber lange noch nicht alles. Neben einer guten Akkuleistung muss ein Akku-Rasenmäher auch noch alles können, was ein Elektro- oder Benzinrasenmäher kann: Er muss ein hohes Fangvermögen aufweisen, die Schnittbreite maximal ausnutzen, sicher nutzbar sein und das alles möglichst leise. Um zu erfahren Akku-Rasenmäher im Test in den einzelnen Punkten gut abgeschnitten haben, laden Sie sich weiter unten den ausführlichen Praxistest inklusive Vergleichstabelle herunter. Anhand der folgenden Vergleichs-Parameter können Sie sich bereits einen kurzen Überblick verschaffen:


Name: Bosch Advanced Rotak 36-660
Gewicht betriebsfertig (kg): 16
Akkuspannung (V)/ -kapazität (Ah)/ -energieinhalt (Wh): 36 / 2 / 72
Anzahl der Betriebsakkus/Addierter Energieinhalt: 1 / 67
Messerbreite (angegeben/gemessen, cm): 42 / 40
Material des Fangkorbs: Kunststoff / Gewebe
Füllstansanzeige: ja
Schnitthöhenverstellung: zentral (verstellt nur vorn)
Mitgeliefertes Zubehör: 2 Akkus, Lader
Test-Fazit: Sehr einfach bedienbar, gute Mäheigenschaften, sammelt Schnittgut weniger gut


Name: Einhell GE-CM 43 Li M
Gewicht betriebsfertig (kg): 16,7
Akkuspannung (V)/ -kapazität (Ah)/ -energieinhalt (Wh): 18 / 4 / 72
Anzahl der Betriebsakkus/Addierter Energieinhalt: 2 /130
Messerbreite (angegeben/gemessen, cm): 43 / 43
Material des Fangkorbs: Kunststoff
Füllstansanzeige: ja
Schnitthöhenverstellung: zentral
Mitgeliefertes Zubehör: 2 Akkus, Lader, Mulchkeil
Test-Fazit: Einfach bedienbar, sehr gute Mäh- und Fangleistungen, etwas labil


Name: Ryobi RLM18x41H240F
Gewicht betriebsfertig (kg): 20,2
Akkuspannung (V)/ -kapazität (Ah)/ -energieinhalt (Wh): 18 / 4 / 72
Anzahl der Betriebsakkus/Addierter Energieinhalt: 2 / 133
Messerbreite (angegeben/gemessen, cm): 40 / 39,5
Material des Fangkorbs: Kunststoff / Gewebe
Füllstansanzeige: ja
Schnitthöhenverstellung: zentral
Mitgeliefertes Zubehör: Mulchkeil, 2 Akkus, Lader
Test-Fazit: Sehr einfach bedienbar, mittlere Reichweite und Fangleistungen, lange Ladezeit

 

Aktuellen Akku-Rasenmäher Test herunterladen

Akku-Rasenmäher-Test
Umfang: 6 Seiten
kostenlos!
PDF herunterladen »

Die Test-Tabelle mit allen detaillierten Prüf-Ergebnissen zum aktuellen Akku-Rasenmäher-Test finden Sie hier als Download >>

 

Wie laut sind Akku-Rasenmäher?

Die Akku-Rasenmäher in unserem Test kamen auf eine Lautstärke zwischen 71 und 81 dB/A, was dem normalen Verkehrslärm entspricht. Akku-Rasenmäher sind daher nur unmerklich lauter als Elektro-Rasenmäher. Im Vergleich dazu, erreichen Benzin-Rasenmäher eine Lautstärke zwischen 80 und 88 dB/A, also in etwa der Lautstärke eines Presslufthammers aus zehn Metern Entfernung.

Gartenpflege
Ratgeber Rasenmäher - 10 wichtige Punkte beim Kauf

Im Frühjahr beschäftigen sich viele Gartenbesitzer mit dem Kauf eines Rasenmähers. Hier einige Tipps für den Kauf.

 

Wie lange mäht ein Akku-Rasenmäher?

Die Akku-Rasenmäher, die in unserem Praxistest gut bis sehr gut abschnitten, erreichten mit einer Akkuladung eine Flächenleistung zwischen 466 und 676 m². Für einen durchschnittlichen Garten reicht die Akkuleistung der Akku-Rasenmäher mittlerweile also definitiv aus.

 

Wer ist besser: Akku- oder Elektro-Rasenmäher?

Ob Sie sich für einen Akku- oder einen Elektro-Rasenmäher entscheiden, hängt vor allem auch immer von der Beschaffenheit Ihres Gartens ab. Ein Akku-Rasenmäher hat den deutlichen Vorteil der Flexibilität. Hat Ihr Garten also mehrere Nischen oder Ebenen und müssen Sie danach auch noch den Vorgarten mähen, ist das Kabel eines Elektro-Rasenmähers definitiv im Weg. Bei relativ geradlinigen Gärten schwindet dieser Vorteil und die Entscheidung zwischen Akku- und Elektro-Rasenmäher wird zur reinen Geschmackssache: Stört Sie das Kabel mehr oder das regelmäßige Aufladen des Akkus?

Gartenpflege
Test: Elektromäher

Auf kleinen Rasenflächen spielen Elektromäher ihre Stärke aus: Wir haben neun Modelle getestet

 

Wer ist besser: Akku-Rasenmäher oder Benzin-Rasenmäher?

Sie haben einen großen Garten von weit über 500 m²? Dann ist ein Benzin-Rasenmäher eindeutig die bessere Wahl, denn er bietet eine hohe Leistung für vergleichsweise wenig Geld. Für kleinere Gärten lohnt sich allerdings die Anschaffung eines Akku-Rasenmähers. Die Geräte sind nicht nur wesentlich leiser und leichter als die Benzinmäher, sondern kommen auch komplett ohne Abgase und regelmäßige Wartungen aus.

Gartenpflege
Benzinmäher Test

11 Benzin-Rasenmäher mit Antrieb und großer Schnittbreite treten gegeneinander an

Quelle: selbst ist der Mann 6 / 2019

Beliebte Inhalte & Beiträge
Mehr zum Thema
Copyright 2020 selbst.de. All rights reserved.