5 Tipps gegen Hitzeschäden Was Garten und Balkon vor Extremwetter schützt

Heftige Temperaturschwankungen prägen den Juli-Anfang. Alle beten, dass die befürchtete Rekordhitze noch ausbleibt. Hier finden Sie einfache Tricks, um den Garten vor Dürre zu schützen!

Tipps gegen Hitze-Sommer
Foto: Hersteller / Bausparkasse Schwäbisch Hall

Die beiden vorangegangenen Sommer haben in vielen Gärten ihre Spuren hinterlassen. Doch der Sommer wird noch heißer. Zugleich sind die Böden außergewöhnlich trocken, wie das Helmholtz-Zentrum berichtet: Vor allem wochenlange Trockenperioden mit Temperaturen von über 30 Grad machen vielen heimischen Gärten zu schaffen. Ein paar einfache Maßnahmen helfen, die Pflanzen gut durch den Sommer zu bringen.

Nicht nur Gartenbesitzern kann es im Sommer zu warm werden, auch der Garten braucht bei extremen Temperaturen etwas Abkühlung, um sich zu erholen. Wir haben Stefan Speicher von der Bausparkasse Schwäbisch Hall um 5 Tipps gebeten, damit der Garten den Sommer gut übersteht.

 

So retten Sie Ihren Garten durch die Sommer-Hitze

Während in der Wohnung verdunkelte Räume und Klimageräte für angenehme Kühle sorgen, brennt die Sonne im Garten ungehemmt auf Beete und Rasen herab. Nur wer rechtzeitig die folgenden fünf Schutzmaßnahmen gegen Hitze ergreift, kann seinen Garten vor den schlimmsten Hitzeschäden bewahren:

  1. Tipp: Mediterrane Kräuter
    Besonders Pflanzen wie Thymian, Lavendel und Salbei kommen mit Trockenperioden gut zurecht. „Sie verdunsten ätherische Öle, die nicht nur für einen angenehmen Duft sorgen, sondern auch ihre Umgebung kühlen“, sagt Stefan Speicher. Staunässe, wie sie nach Starkregen auftreten kann, mögen sie dagegen nicht. „Ein durchlässiger Boden, mit einem hohen Anteil an Kies, leitet die Feuchtigkeit gut von den Wurzeln weg“, empfiehlt der Experte. Kombiniert mit Pflanzen wie Katzenminze oder der Königskerze entsteht ein schöner Kiesgarten.
     
  2. Tipp: Rasen ade, Bodendecker olé
    „Besonders der Rasen ist ein absoluter Wasserschlucker“, weiß Speicher. „Bodendecker sind hier eine gute Alternative für Flächen, die nicht begehbar sein müssen.“ Wer keine Bodendecker in seinem Blumenbeet mag, der kann den Boden auch anders abdecken. Mulch ist dafür eine gute Alternative, aber auch andere organische Materialen wie Rasenschnitt oder reifer Kompost. „Außerdem fördern sie die Struktur des Bodens und reichern ihn mit Nährstoffen an“, empfiehlt Stefan Speicher. 
  3. Tipp: Wasser konservieren
    Generell sollten Pflanzen besser selten, dafür aber ordentlich gegossen werden. Das fördert kräftige Wurzeln, und die Pflanzen können sich ihr Wasser besser aus tieferen Schichten holen. Das Wasser sollte dazu ca. 20 Zentimeter tief einsickern. „Wer generell seltener gießen will, der sollte zur Hacke greifen, besonders nach dem Gießen oder Regen“, rät Stefan Speicher. „Das Hacken unterbricht die Kapillarströme, und das Wasser bleibt länger in den tieferen Bodenschichten.“ Als Faustregel gilt hier, einmal hacken spart dreimal gießen.
    Gartenpflege
    Blumen gießen

    Im Topf ist nur wenig Erde, die Wasser speichert, daher müssen Sie Ihre Blumen gießen

  4. Tipp: Richtig Wässern
    Der Experte empfiehlt dringend, mittags auf keinen Fall zu gießen. „Der ideale Zeitpunkt zum Bewässern ist morgens.“ Denn dann verdunstet am wenigsten Wasser. Zur Not können die Pflanzen am Abend gewässert werden, was allerdings Schädlinge fördern kann, da die Pflanzen dann in der Nacht feucht sind. Auch sollten gezielt die Wurzeln gewässert werden. Rosen zum Beispiel mögen es nicht, wenn die Blätter gegossen werden.
    Gartenpflege Rasen bewässern
    Rasen bewässern

    Der am weitesten verbreitete Fehler beim Rasen bewässern ist: zu wenig Wasser! Jeden Tag verdunstet ein Quadratmeter Rasen bis zu vier Liter Wasser...

  5. Tipp: Lebensretter Sonnenschirm
    Gerade auf dem Südbalkon kann es im Sommer richtig heiß werden. Die Sonneneinstrahlung ist mittags am höchsten und auch am Abend gibt die aufgeheizte Fassade noch Wärme ab. Ein kippbarer Sonnenschirm oder eine Markise sind fast schon Pflicht, um die Blumen vor zu starker Sonneneinstrahlung zu schützen. „Tränken ist hier besonders wichtig“, rät Speicher. Wer keinen Wasseranschluss auf dem Balkon hat und sich die ständige Lauferei ins Badezimmer oder die Küche sparen möchte, kann auf ein Bewässerungssystem mit Wassertank setzen. „Gerade für Balkone gibt es gute Bewässerungssysteme“, so Speicher, „und hochwertige Systeme haben sogar eine solarbetriebene Pumpe.“ Kombiniert mit einem Feuchtigkeitssensor gießen solche Systeme komplett selbstständig.

Quelle: Bausparkasse Schwäbisch Hall

Beliebte Inhalte & Beiträge
Mehr zum Thema
Copyright 2020 selbst.de. All rights reserved.