Zimmertüren

Inhalt
  1. Türkauf nach Maß
  2. Anordnung der Tür im Raum
  3. Abmessungen für Türen (nach DIN)
  4. Beim Türkauf auf Qualität achten

Schöne Zimmertüren sind ein Blickfang in der Wohnung. Zu jedem Einrichtungsstil bieten die Hersteller die passende Tür an. Oft versteckt sich der qualitative Unterschied einer Zimmertür zwischen zwei Deckplatten.

Türen trennen und verbinden Räume und machen in sich abgeschlossene Welten möglich. Außerdem kann eine einzelne Tür den Charakter eines Raumes oder sogar einer ganzen Wohnung bestimmen. Die Hersteller bieten die unterschiedlichsten Produkte an: Das beginnt bei der furnierten Standardtür, geht über die hochwertige Weißlacktür mit Oberlicht oder die Vollholztür im Landhausstil mit Rundbogen bis hin zur modernen Designtür mit Lichtausschnitt.

Planen Sie einen Neubau, achten Sie auf eine sinnvolle Anordnung der Türen: Sollen neben der Tür noch Schränke stehen, dann wählen Sie den Türausschnitt so, dass rechts und links noch genügend Platz bleibt (siehe Zeichnungen unten). Treffen zwei Türen in einer Raumecke zusammen, so dürfen sie nicht zusammenschlagen. Wie ein Raum künftig genutzt wird, entscheidet auch über die so genannte Anschlagsrichtung des Türblattes: In welche Richtung soll sich die Tür öffnen lassen? In den Raum hinein, das ist üblich, oder etwa vom kleinen Gäste-WC in den Flur? Öffnet man eine Tür und betritt einen Raum, so ist es angenehmer, wenn man ihn überblicken kann und nicht direkt gegen das Türblatt schaut.

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Tür fachgerecht einbauen

Den Einbau einer Innentür muss nicht der Schreiner übernehmen – das können Sie auch selbst

 

Türkauf nach Maß

Vor allem zwei Dinge sind im Vorfeld zu klären: Zum einen müssen Sie sich überlegen, ob die Tür links oder rechts angeschlagen sein soll, damit sie sich in die geplante Richtung gut und wunschgemäß öffnen lässt. Bei einer sogenannten DIN-rechts-Tür sind die Bänder rechts sichtbar, bei einer DIN-links-Tür entsprechend links. Zum anderen müssen Sie vor dem Kauf genaues Maß nehmen. Sie benötigen die Maueröffnungsbreite, die Maueröffnungshöhe, die Wandstärke einschließlich Putz und ggf. Fliesen sowie die Oberkante des fertigen Fußbodens.

Sollte Ihnen ein Verkäufer anhand der ermittelten Maße tatsächlich keine Tür empfehlen können, wenden Sie sich direkt an einen Hersteller. In der Regel sind in Türprospekten verschiedene Rohbaumaße und die dazu passenden Türen und Zargen aufgeführt. In unserem Fall beträgt die Wandöffnungsbreite 760 mm. Hierzu passen das Türblattaußenmaß mit einer Breite von 735 mm sowie das Zargenfalzmaß von 716 mm. Manch ein Altbau verlangt unter Umständen auch nach einer Maßanfertigung vom Schreiner.

 
 

Anordnung der Tür im Raum

Ungünstig: Der Raum ist nicht überschaubar, wirkt kleiner als er ist
 
Der Schrank versperrt den Raum. Zwischen geöffneter Tür und Wand sollte der Abstand 8 cm messen.
 
Verlust von Stellfläche: Diese Türanordnung ist für Schränke mit der üblichen Tiefe von 75 cm ungünstig.
 
Vorteilhafte Anordnung: Zum Raum hinführend und mit ausreichender Schrankstellfläche.
 
 

Abmessungen für Türen (nach DIN)

Abmessungen Türen

Das genaue Maß Ihrer Tür zu bestimmen, ist leichter als Sie denken: Drei Maße brauchen Sie. Zuerst messen Sie die lichte Öffnungshöhe und -breite der Wandöffnung, worin das Türelement später eingesetzt wird. Die Höhe messen Sie ab der Oberkante des Fertigfußbodens, also ab Parkett, Teppich oder Fliesen. Für die Zarge messen Sie die Mauerstärke inklusive Putz, Fliesen oder anderen Wandverkleidungen. Wichtig: Die Maße immer an mehreren Punkten nehmen.

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Türgriff wechseln

Eine Drückergarnitur samt Griffen und Beschlägen lassen sich leicht selbst austauschen

 

Beim Türkauf auf Qualität achten

Der qualitative Unterschied von Zimmertüren versteckt sich zwischen den Decklagen. Die einfachste Ausführung sind Waben aus Karton, die für gleichmäßige Abstände zwischen den Außenplatten sorgen. Diese kostengünstigen Türen werden häufig im Wohnbereich eingesetzt. Aufgrund der leichten Bauweise verschleißen die Beschläge nicht so schnell. Allerdings dämmen Kartonwaben Schall und Wärme nur mäßig.

Zusätzlich eingebaute Spanplattenstreifen stabilisieren die Türblätter, verbessern allerdings nicht den Schall- und Wärmeschutz. Schwerer und mechanisch stärker belastbar sind Türen mit vollflächigen Röhrenspan-Einlagen. Wer höhere Anforderungen an Schall- und Wärmeschutz stellt, kann zu Türblättern aus Vollspanplatten oder modernen Verbundwerkstoffen greifen. Übrigens lassen sich die meisten Türen um einige Zentimeter kürzen, ohne dass die Füllung sichtbar wird. Nach wie vor beliebt sind klassische Massivholztüren. Damit sich das Türblatt nicht verzieht, bestehen sie meist aus einem Eichen- oder Fichtenholzrahmen und einer Füllung aus schichtweise verleimtem, aus massivem oder aus stabverleimtem Holz.

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Tür reparieren

Ist die Zimmertür arg beschädigt, ist eine umfangreiche Reparatur der Tür erforderlich

Auch die Kantenform des Türblattes prägt das Erscheinungsbild wesentlich. Man unterscheidet die eckige, profilierte oder die runde Kante. Stumpf einschlagende Türblätter bilden mit der Zarge eine Einheit.

Wo zum Öffnen eines Türflügels wenig oder gar kein Platz vorhanden ist, sind Schiebetüren eine elegante und praktische Alternative. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Schiebetüren, die auf einer Schiene vor der Wand und solchen, die in das Mauerwerk laufen.

Fotos: sidm / Archiv

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