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Raumproportionen
Unser Raumgefühl orientiert sich unbewußt an der Natur. Wir sind gewohnt, den meist hellen Himmel über uns und auf dem Boden die dunkleren Farben von Sand, Steinen, Erde, Moos oder Gras zu sehen. In Räumen, die nach dieser, von der Natur vorgegebenen farblichen Gliederung gestaltet sind, fühlen wir uns instinktiv wohl. Wenn man diese Aufteilung von hell und dunkel und die optische Wirkung der Farben berücksichtigt, können architektonische Mängel oder unschöne Raumproportionen geschickt ausgeglichen werden. Mit Hilfe der richtigen Farbwahl lassen sich die Proportionen eines Raumes optimal beeinflussen. Dies ist z.B. bei Altbauwohnungen mit hohen Wänden oder Neubauten interessant, um Räume optisch zu senken bzw. zu erhöhen.
1. Ein niedriger Raum wirkt höher, wenn...
- die Wandfarbe oben mit der Decke abschließt, so daß kein Wandstreifen in Deckenfarbe bleibt
- die Decke in einem hellen Farbton bzw. weiß gestrichen wird
- die Decke zusätzlich beleuchtet wird (indirekte Beleuchtung).
2. Ein hoher Raum wirkt niedriger, wenn...
- man die Wandfarbe nicht oben mit der Decke abschließen läßt, sondern einige Zentimeter der Wände in der Deckenfarbe einfaßt (evtl. Bordüren-Abschluß)
- man die Decke in dunklen Farbtönen streicht
- die Beleuchtung nach unten gerichtet wird.
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