Wintergemüse

Salat und Kohl im Winter
Wintergemüse: Bunter Mangold ist eine Augenweide. Wer die Stiele mit etwas Laub anhäufelt und schützt, kann das Gemüse bis in den Winter hinein schneiden
Inhalt
  1. Warum Feinschmecker ein wenig Geduld brauchen
  2. Die Karriere der Rosetten
  3. Packen Sie das Blattgemüse direkt an der Wurzel
  4. Wintergemüse und frisches Frühlingsgrün in einem

Gemüse anbauen und ernten beschäftigt für viele Gärtner das ganze Jahr hindurch. Im Sommer ist die Ernte von Gemüse besonders ertragreich. Doch das Beste kommt zum Schluss: Wintergemüse wie Kohl und Co bieten gesunden Genuss und schenken uns späte Ernten. Aber auch winterharte Salatsorten sind bis zu einigen Minusgraden noch ein Vitaminspender im Gemüsebeet.

Knackige Endivien, purpurfarbener Kohl und milde Pastinaken, die Liste der Wintergemüse ließe sich fortsetzen. Auch im Winter zeigt sich der Garten spendabel und es gibt keinen Grund, in der kalten Jahreszeit auf wässrige Gewächshaustomaten oder in Plastikwannen verpackte Importsalate zurückzugreifen und die späte Ernte von selbst angebautem Gemüse auszulassen. Wer zwischen November und Februar mit offenen Augen über den Wochenmarkt geht, wird überrascht sein, wie groß die Vielfalt heimischer Wintergemüse ist und kann im nächsten Jahr sein Gemüse selbst anbauen.

 

Warum Feinschmecker ein wenig Geduld brauchen

Die meisten klassischen Herbstsalate wie Endivie, Zuckerhut und Radicchio gehören zur Familie der Zichoriengewächse und werden im Juni, kurz nach der Sommersonnenwende, ausgesät. Leider ist ihr leicht bitterer Geschmack nicht jedermanns Sache. Doch gerade die bitteren Inhaltsstoffe im Gemüse, wie das Intybin gelten als gesund, sollen die Verdauung fördern und sogar blutreinigend wirken. Wer Wintergemüse wie Endivie und Kollegen dennoch etwas milder mag, sollte mit der Ernte einfach ein wenig warten. Nach Frostperioden schmecken die Zichoriensalate milder und etwas süßer, sodass der Name Zuckerhut nicht mehr ganz so abwegig scheint. Auch bei den meisten Grünkohlsorten lohnt es sich, etwas später zu ernten. Der nach dem Frost gestiegene Zuckeranteil verleiht den Blättern ein recht mildes Aroma.

 

Die Karriere der Rosetten

Kaum zu glauben, dass der Feldsalat, der heute auf Wochenmärkten auf das Gramm genau abgewogen wird, bis zum 19. Jahrhundert als Unkraut galt. Das hat sich geändert, auch wenn er sich tatsächlich wie Unkraut vermehrt: Nicht geernteter Feldsalat samt sich nach der Blüte aus und wächst auch dort, wo Sie es nicht geplant haben. Für den Winteranbau eignen sich frostharte, langsam wachsende Sorten wie ‘Vit‘ und ‘Dunkelgrüner Vollherziger‘. Sie gelten als ideale Nachkultur, weil sie bis zum Frühjahr durchhalten und einfach nach Bedarf geerntet werden. Während Feldsalat den ganzen Winter über draußen bleiben kann, werden die Zichoriensalate geerntet, wenn das Thermometer unter - 5 °C bis - 8 °C fällt.

 

Packen Sie das Blattgemüse direkt an der Wurzel

Falls Sie das Salatbeet nicht bis zu diesen tiefen Frösten komplett abgeerntet haben und auch ein Vlies keinen ausreichenden Schutz vor den Frösten mehr bieten kann, haben Sie noch eine zweite Möglichkeit, um etwas Zeit zu gewinnen. Graben Sie Endivien, Zuckerhut und Radicchio samt Wurzelballen aus, legen Sie sie in mit Sand gefüllte Kisten und lagern Sie sie in einem kühlen Keller ein. So bleiben die Zichoriensalate mehrere Wochen frisch ohne den gesamten Kühlschrank für sich zu beanspruchen.Kopfkohlsorten wie Rot- und Weißkohl müssen Sie ebenfalls nicht im Kühlschrank lagern. Wer in einem alten Haus wohnt, hat vielleicht noch einen kalten Keller (als ideal gelten Temperaturen unter 10 °C) mit hoher Luftfeuchtigkeit, der als Lagerraum genutzt werden kann. Hier werden die ebenfalls mit der Wurzel geernteten Kohlpflanzen samt der äußeren Blätter kopfüber aufgehängt. In den meisten Häusern sind die Keller zu warm für diese Art der Lagerung. Ebenso wie Karotten können Sie Kohlköpfe dann draußen in einer der links beschriebenen Erdmieten einlagern und die Pflanzen ohne Wurzel ernten.

 

Wintergemüse und frisches Frühlingsgrün in einem

Einige Pflanzen überstehen den kompletten Winter und können selbst im Frühjahr noch genossen werden. Die Ernte von Feldsalat und Winterpostelein hört erst mit dem Einsetzen der Blüte, meist im April, auf. Selbst Grünkohl kann im Frühling gepflückt werden. Vorausgesetzt, Sie kennen folgenden Trick: Schneiden Sie nicht den kompletten Strunk, sondern streifen Sie Blatt für Blatt ab. Dann treibt die Pflanze aus den Achseln im Frühling neu aus. Diese Blättchen sind besonders zart und schmecken auch roh.

Fotos: Istockphoto, Fotolia, Karl Heinz Liebisch

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