Werkbank selber bauen

Platzprobleme kennt wohl jeder. Im Werkkeller ist es oft eng, oder er ist gar nicht vorhanden. Mit dieser kleinen Werkbank zum Selberbauen lässt sich trotzdem trefflich arbeiten, wie unser Bauplan-Thema (02/2010) zeigt.

Sie sollte in keiner Werkstatt fehlen – eine robuste und vielfältig nutzbare Werkbank. Die Arbeitsfläche ist das Herzstück des Werkstatttisches. Sie ist ausgesprochen robust und lässt sich alternativ auch auf einem stabilen Tisch montieren. Diese Bauanleitung zeigt, wie Sie die Werkbank selber bauen – inkl. den Bau des Werktisch-Aufsatzes mit Spannzwingen.

Direkt zur Bauanleitung

Eine klassische Hobelbank ist ein schönes und ungemein praktisches Möbel. Eine solide Werkbank sollte eine gewisse Masse mit sich bringen, um stabilen, sicheren Stand zu gewährleisten, wenn an ihr gearbeitet wird. Aber leider ist ein herkömmlicher Werktisch meist entweder zu groß für die beengten Platzverhältnisse zu Hause, oder er ist zwar klein, dafür jedoch leicht und wackelig und damit für viele Anwendungen schlichtweg untauglich.

 

Mobile, platzsparende Werkbank selber bauen

Ein ganz wesentlicher Bestandteil einer Werkbank ist die Spannzange, mit der Werkstücke sicher gehalten werden, während sie bearbeitet werden. Wir haben eine solide, rund 4 kg schwere Guss-Vorderzangenführung verbaut, mit der sich Gegenstände hervorragend sowohl direkt als auch indirekt über selbstgebaute Bankhaken und eine entsprechende Lochreihe einspannen lassen.

Die Werkbank zum Selberbauen ist nur 80 cm breit, rund 67 cm tief (zuzüglich Spannzange) und 87 cm hoch. Die Höhe können Sie jedoch problemlos variieren, denn diese sollte zu Ihrer Größe passen. Als Faustmaß gilt hier: Die Werkbankhöhe entspricht dem Abstand vom Boden bis zum Handgelenk wenn Sie aufrecht stehen.

Für diejenigen, die eigentlich gar keinen Platz haben, bietet die Werkbank eine weitere Einsatzmöglichkeit: Die Spann- und Arbeitsfläche ist einfach über die Unterkonstruktion gestülpt und kann ohne diese als Aufsatz-Werkbank auf jeden (stabilen) Tisch montiert werden. Hierzu befinden sich in den Zargen Öffnungen, in denen Sie Zwingen ansetzen und so den Werktisch auf dem jeweiligen Tisch fixieren können. Wenn Sie die Werkbank einmal nicht benötigen, lässt sie sich platzsparend aufrecht stehend lagern.

 

Werktisch mit vielfältigen Funktionen

Das Untergestell ist allerdings nicht nur stabiler Träger für die Arbeitsfläche, es bietet darüber hinaus einigen Zusatznutzen: die Werkzeugschublade, das seitliche Werkzeugdepot, den Zwingenhalter und die Werkzeugablage.

Die rechte Ablage haben wir mit diversen Aufnahmen für die Arbeitsgeräte ausgestattet, die am häufigsten benötigt werden und schnell greifbar sein sollten. Ein Wort sei noch zu den Bankhaken gesagt: Achten Sie beim Kauf des Rundstabs darauf, dass der tatsächliche (nicht der angegebene) Durchmesser exakt dem Lochdurchmesser der Bankhaken-Lochreihe entspricht. Praxistipp: Diese Löcher sind im übrigen als Sacklöcher ausgeführt, damit kein Holzstaub in die Schublade rieselt.

 

Anwendungen für die selbst gebaute Werkbank

Durch die Anordnung der Bohrungen für die Bankhaken und die stabile Spannzange lassen sich verschiedene Werkstücke auf Ihrer Werkbank gut fixieren. Da sich runde Bankhaken im Gegensatz zur klassischen Variante in den Löchern drehen lassen, fixieren sie auch runde Werkstücke sicher. Die Bankhaken selbst können Sie individuell gestalten. Während wir in Bild 13 18-mm-Sperrholz verwendet haben, wurde hier 5-mm-Material auf den Rundstab geschraubt. Natürlich lassen sich Werkstücke auch direkt bestens einspannen – z. B. zum Hobeln.

Quelle: selbst ist der Mann 2 / 2010

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