Werkbank klappbar

Eine nicht alltägliche Lösung für eine Komplett-Werkstatt ist unser Bauplanthema (02/2008), das wir kompakt in einem puristisch anmutenden Schrank versteckt haben. Wie Sie die Werkbank klappbar bauen – aber dennoch werkstatttauglich und stabil – zeigt Schritt für Schritt diese Bauanleitung. Den Bauplan mit allen Maßen gibt es zum Bestellen.

Direkt zum Bauplan:

Hinter den Türen der klappbaren Werkstatt im Schrank ist jede Menge Platz für Werkzeug, Kleinteile und eine Klappe, die sich mit wenigen Handgriffen zu einer variablen Arbeitsplatte umfunktionieren lässt.

Der Werkstattschrank könnte, was sein Äußeres betrifft, auch im Wohnzimmer stehen. Sein Innenleben und die damit verbundenen Möglichkeiten aber weisen ihm eher einen Platz ohne Teppichboden zu. Für gut 200 Euro können Sie diese klappbare Werkbank nachbauen. Ihre ungefähren Maße: 2000 x 1000 x 320 mm (H x B x T). Der Clou ist, dass sich trotz der geringen Tiefe hinter den Türen eine komplette Werkstatt verbirgt. Die Werkstatt im Schrank bietet genügend Stauraum sowohl für Elektro- und Handwerkzeuge als auch für eine Menge Kleinteile und Zubehör. Selbst der Bankhakenhalter und der Anschlag lassen sich platzsparend unterbringen.

 

Klappbare Werkbank selber bauen

Der Schrank besteht überwiegend aus 18 und 15 mm dicken Birken-Multiplexplatten, die Rückwand aus 5er Sperrholz. Verbunden sind die Korpuselemente (Seitenwände, Böden und Steg) mit bündig eingesenkten Schrauben und Holzleim. Für die Bodenfreiheit sorgen zwei untergeschraubte Leisten. Da der Schrank und damit auch die Arbeitsplatte möglichst in der Waage stehen sollte, sind hier – vor allem bei unebenen Böden – durch passende Zulagen Korrekturen möglich.

Die Rückwand verhindert eine Verwindung der gesamten Korpuskonstruktion. Dabei ist Verschrauben besser als Nageln. Das erleichtert eine mögliche Demontage. Die vier Türen sind mit Stangenscharnieren (auch Klavierband) an den Seitenwänden angeschlagen. Zu beachten ist dabei, dass die Schrauben für die Türrahmen deutlich kürzer sein müssen, als das Material dick ist.
Werkbank im Schrank

Im Schrank: Werkbank zum Klappen

Der Klappen-Aufbau ist das Herzstück des Schranks: Hinter geschlossenen Türen verborgen, entfaltet die Klappe bei der Verwandlung in eine ­Arbeitsplatte ihre volle Funktionalität. Und die lässt jedes Heimwerkerherz höher schlagen. Denn der vordere quadratische Ausschnitt erlaubt das Einsetzen verschiedener, auf bestimmte Elektrogeräte zugeschnittene Trägerplatten. Für deren Austausch sind lediglich vier Schrauben zu lösen und die gewünschte Platte mit bereits befestigtem Werkzeug auf den Dreiecken zu fixieren. Aufgehängt ist die Klappe am Zwischenboden mit Scharnieren. Für zusätzliche Stabi­lität sorgen die umlaufend verleimten Kantenleisten. Die beiden seitlichen sind im mittleren Bereich ausgeschnitten, um bei Bedarf Platz für Zwingen zu lassen.

Der stabile Anschlag, ausgestattet mit Staubabzugbox, erlaubt nicht nur präzise Arbeiten mit einer Oberfräse. Er hilft auch durch paralleles Verändern seiner Position dabei, eine Stichsäge, die sich ja nicht unbedingt für lange, gerade Schnitte anbietet, zur Kreissäge werden zu lassen. Denn die war wirklich nicht mehr unterzubringen. Voraussetzung für gelungene Schnitte ist allerdings, dass sowohl das Elektrowerkzeug als auch das Sägeblatt von hochwertiger Qualität sind. Geiz ist bei Elektro- und Handwerkzeugen nicht wirklich geil.

 

Werkbank im Schrank

Der Korpus dieser klappbaren Werkbank bietet Platz für alle beweglichen Teile: Schlossen benötigt die Werkbank nicht mehr Raum als ein Schrank ...

 

Bauplan Komplett-Werkstatt (02/2008): Hinter den Türen des Schranks ist jede Menge Platz für Werkzeug, Kleinteile und eine Klappe, die sich mit wenigen Handgriffen zu einer variablen Werkbank umfunktionieren lässt.

Quelle: selbst ist der Mann 2 / 2008

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