Welcher Grilltyp sind Sie?

Welcher Grilltyp sind Sie?

Die Entscheidung ist für Grillbegeisterte eine der schwersten: Welcher Grill ist der richtige? Schneller Gasgrill, spannender Holzkohlegrill, komfortabler Elektrogrill oder archaisch anmutender Barbecue-Smoker? Obwohl sich hierzulande allmählich ein Trend hin zum „Zweitgrill“ entwickelt, stellt sich immer die gleiche Frage: Welche Energiequelle, welche Grillform ist die bestgeeignete? Mit unserem Ratgeber finden Sie heraus, welcher Grilltyp Sie sind und worauf Sie beim Kauf achten sollten:

 

Das ursprünglichste Grillgerät ist das klassische Lagerfeuer, denn auch hier kann man Würstchen und Stockbrot grillen. Möchte man hingegen etwas Technisches, steht zu Beginn des Grillkaufs zunächst einmal die Entscheidung für eine Energieart. Zur Auswahl stehen hierbei Gas, Holzkohle bzw. Holzkohlebriketts, Strom aus der Steckdose oder Holz.

Wobei die Energieart auch Einfluss auf die gewünschten Garmethoden hat: So kann man mit einem strombetriebenen Elektrogrill beispielsweise „nur“ grillen, nicht aber barbecuen, weil man hierfür ein geschlossenes Grillsystem benötigt. Wer hingegen gerne mit unterschiedlichen Temperaturen grillt, entscheidet sich am besten für einen mehrflammigen Gasgrill oder einen Barbecue-Smoker nach amerikanischem Vorbild, der ebenfalls verschiedene Temperaturbereiche bietet.
Der Elektrogrill

Aus den Haushaltsabteilungen der großen Marktketten sowie dem Elektrofachhandel ist er nicht mehr wegzudenken, von eingefleischten „klassischen“ Grillern wird er aber oftmals kritisch beäugt. Er ist sehr komfortabel und auch gut für den Einsatz auf dem Balkon geeignet, wenn ein normaler Grill die Nachbarschaft auf den Plan rufen würde. Bis auf wenige Ausnahmen sind Elektrogrills immer so genannte Kontaktgrills, was bedeutet, dass das Fleisch oder Gemüse auf einer geschlossenen Grillplatte gegart wird.

Der Gasgrill

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Mit einem Gasgrill erreichen Sie mühelos hohe Temperaturen, die durch die Beschaffenheit des Grillgerätes noch unterstützt werden können. Übliche Grilltemperaturen mit Gas liegen bei 220-250 Grad Celsius. Mit einem geschlossenen Grillgerät, das die Hitze entsprechend konzentriert und speichert, erreichen Sie auch mühelos 300 Grad Celsius und mehr. Wobei solch hohe Grilltemperaturen allenfalls für das schnelle Schließen der Poren im Fleisch nützlich sind oder das Kurzzeitgrillen kleiner Fleischstücke. Viel saftiger bleiben Ihre Speisen, wenn Sie sie nach Barbecue-Methode mit niedrigeren Temperaturen garen. Unsere Empfehlung: Geben Sie allenfalls am Anfang kurze Zeit „Vollgas“, um den Grill vorzuheizen und drehen dann den Regler auf 20 bis 30 Prozent Leistung zurück.

Ein weiterer Vorteil, der für einen Gasgrill spricht, ist der hohe Bedienkomfort: Fünf bis zehn Minuten reichen völlig aus, um den Gasgrill auf volle Betriebstemperatur zu bringen – beim Holzkohlegrill ist nach dieser Zeit noch nicht viel zu holen. Nach einer vergleichsweise kurzen Abkühlphase kann man den Grill reinigen.

Tipp: Wer seine Zentralheizung zu Hause an das Erdgasnetz angeschlossen hat, kann seinen Gasversorger auch nach einem Erdgasanschluss für die Terrasse fragen: Mit Hilfe eines Bajonettverschlusses kann man dann auch einen Erdgasgrill an das Leitungsnetz anschließen und spart sich so den Aufwand für Flaschenkauf und –rückgabe. Allerdings muss das Grillgerät dann auch speziell für Erdgas ausgelegt sein – der „normale“ Gasgrill funktioniert hier nicht.

Der Holzkohlegrill

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Die qualitative wie preisliche Bandbreite bei Holzkohlegrills ist mit Abstand die größte: Vom 2 Euro Einmalgrill (den wir schon aus Umweltgründen nicht empfehlen) bis zum Luxusholzkohlegrill für über 1000 Euro werden unzählige Modelle angeboten. Doch die Wahl fällt nur auf den ersten Blick schwer:

Fälschlicherweise nehmen viele Leute an, dass man sich bereits mit der Wahl des Grills für einen der beiden Brennstoffe entscheidet, was völliger Unsinn ist. Denn Holzkohlebriketts sind nichts anderes als einfacher Holzkohlestaub, der mit Hilfe von Stärke zu Briketts gepresst wird. Sie können also beide Brennstoffe in jedem üblichen Holzkohlegrill verwenden – und sollten dies am besten gleichzeitig tun. Denn das Brennverhalten der beiden Glutbringer unterscheidet sich deutlich voneinander: Während die Holzkohle verhältnismäßig leicht entzündbar ist und bereits nach circa 20 Minuten eine schöne Glut bietet, brennen Briketts zunächst viel schlechter an, weil sie dichter sind. Dafür brennen Briketts aber fast dreimal so lange wie Holzkohle und bringen auch eine größere Hitze.

Natürlich ist ein sicherer Stand für jeden Grill wichtig – bei Holzkohlegeräten sollte man aber aufgrund des vergleichsweise geringen Gewichtes und der hohen Verletzungsgefahr besonders auf die Standfestigkeit achten. Grundsätzlich gilt dabei: Auf unebenem Untergrund stehen drei Füße sicherer als vier.

Des weiteren sollten Sie das Aschesystem unter die Lupe nehmen: Wo sammelt sich die Asche und wie leicht ist sie nach dem Grillen entnehmbar? Durchdachte Holzkohlegrills haben einen Aschekasten oder ein anderes Auffangbehältnis, über das man die Aschereste ohne größere Grillumbauten entsorgen kann. Weniger „schlaue“ Grills muss man erst auf den Kopf stellen, um die Asche herauszubekommen – das ist umständlich und auf Dauer entnervend.

Der Barbecue-Smoker

Bei uns Exot, in Amerika der Klassiker: In punkto „archaisches“ Grillen machen Barbecue-Smoker die mit Abstand beeindruckendste Figur auf der Terrasse oder im Garten: Mit einem Gewicht von 150 kg bis 3,5 Tonnen verkörpern diese „Lokomotiven“ wie kein anderes Grill- oder Barbecue-Gerät die amerikanischen Lieblingstugenden „groß – schwer – gewaltig“.

Das Funktionsprinzip eines Smokers ist einfach aber genial: An der rechten Seite befindet sich die Feuerbox, in der man eine Glut und mit Hilfe aromatischer Hölzer einen feinen Rauchgeschmack erzeugt. Je nach gewünschter Temperatur oder Garmethode bleibt die Feuerbox entweder offen oder wird teilweise oder ganz geschlossen. In der Mitte des Smokers ist die eigentliche Garkammer, in der Fleisch, Fisch und Beilagen gleichzeitig zubereitet werden können. Da die warme Luft ständig ausgetauscht wird, findet keine Geschmacksübertragung der einzelnen Lebensmittel untereinander statt. Die Garkammer bleibt grundsätzlich während des Garvorganges geschlossen – jedes neugierige „Nachgucken“ verlängert die Garzeit im Schnitt um eine Viertelstunde. Links befindet sich, je nach Modell, entweder ein kleiner Kamin oder ein großes Warmhalte- und Räucherrohr, in dem wahlweise gegart oder warm geräuchert werden kann.

Mehr Informationen zum Grillen mit dem Barbecue-Smoker finden Sie bei Fire & Food

Fotos: Fire & Food

 

Quelle: selbst ist der Mann

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