Vliestapete kleben

Vliestapeten selbst verarbeiten
Inhalt
  1. Tropffreie Vliestapete verkleben
  2. Vliestapeten in allen Variationen
  3. Wichtig: Der Untergrund muss zum Tapezieren glatt sein

Vliestapete ist auf dem Vormarsch: Sie erleichtert das Tapezieren erheblich und ist in sehr großer Auswahl erhältlich. Ohne Weichzeit und klebrige Tapetenbahnen lässt sich die Vliestapete kleben – vielleicht der entscheidende Vorteil gegenüber der Raufasertapete! Sehen Sie, wie Sie Wände vorbehandeln müssen, wie Sie Vliestapete kleben, ohne in tropfendem Kleister zu stehen und wie Sie Beschädigungen an der Vliestapete schnell ausbessern ...

Leicht war es sicher nicht, als Fürst Franz Joseph zu Salm Reifferscheidt im Jahre 1937 eine Goldledertapete aus dem 18. Jahrhundert anschleppte und sie im Ostflügel von Schloss Dyck an der Wand montierte. Und montieren ist hier auch das richtige Wort, denn mit einer modernen Vliestapete hatten die mit einer Blattsilberschicht belegten Kalb-, Ziegen- oder Schafledertapeten wenig gemein.

Vliestapeten bestehen nämlich aus einem glatten und reißfesten Fasermaterial (Zellstoff, Textilfasern) statt aus schwer beschichtetem Leder. Sie sind dimensionsstabil, sodass sie sich weder zusammenziehen noch ausdehnen.

 
 

Tropffreie Vliestapete verkleben

Somit entfallen die sonst üblichen Weichzeiten: Vliestapeten werden einfach trocken ins Kleisterbett gelegt. Das erleichtert besonders das Tapezieren der Decke, denn man muss nicht mit der schweren, eingekleisterten Tapete überm Kopf hinweg hantieren. Stattdessen schneidet man die Bahnen zu, streicht den Kleister mit Quast oder Malerrolle an Decke oder Wand und legt direkt die Tapete auf. Es empfiehlt sich, den Kleister satt aufzutragen, so kann man die Tapetenbahn in Ruhe ausrichten. Zu wenig Kleister wird von der Tapete aufgesogen bzw. bindet schnell ab – eine Korrektur der eingelegten Bahn ist dann nicht mehr möglich.

Tapezieren
 

Vliestapete tapezieren

Auch wenn Sie das erste Mal Vliestapete tapezieren, brauchen Sie keine Scheu zu haben

Tapezieren
 

Vliestapete verarbeiten

Was Sie bei der Verarbeitung von Vliestapeten beachten sollten, zeigt diese Anleitung

Renovieren
 

Vliestapete kleben

Weil die Weichzeit komplett entfällt, kleben Sie Vliestapeten heute direkt an die Wand

 

Vliestapeten in allen Variationen

Der Handel bietet weiße und eingefärbte Vliestapeten an. Letztere lassen sich zwar bei Bedarf auch überstreichen, bieten aber zunächst den Vorteil, genau dies nicht machen zu müssen. Vor allem, wenn eine mediterrane Anmutung mit Wischeffekten gefragt ist, spart man mit fertig dekorierten Tapeten viel Zeit. Abgesehen davon dürfte es manchem schwerfallen, mit Farbe und Streichwerkzeug ein so gutes Ergebnis zu erzielen, wie es eine fertig dekorierte Tapete vorgibt. Ob weiß überstreichbar oder fertig dekoriert, die Strukturen von Vliestapeten sind so vielfältig, dass nur ein Blick in den Musterordner eines Herstellers Klarheit bringt.

In unserem Fall wurden zwei schlichte Tapetenarten von Erfurt ausgewählt: Für die Wand eine Vliesfaser und für die Decke ein Vlies-Raufaser. Letzteres lässt sich mit bloßem Auge nicht von einer herkömmlichen Raufaser unterscheiden. Dennoch ist es eine Vliestapete mit allen verarbeitungstechnischen Vorteilen. Verständlich, dass immer mehr Kunden zu diesen praktischen Wandbelägen greifen, vor allem diejenigen, die selbst tapezieren möchten – Vliestapeten sind eben leichter zu verarbeiten als andere Tapetenarten.

 

Wichtig: Der Untergrund muss zum Tapezieren glatt sein

Oft treten vor dem Tapezieren die Probleme auf: Die alte Tapete löst sich nur widerwillig, womöglich kommt der Putz mit herunter, oder der vorherige Bewohner hatte rund 3 mm dicke Styroporplatten an die Decke geklebt (was übrigens aus Sicht des Schall- und Wärmeschutzes relativ wirkungslos ist). Eine solche Deckenverkleidung können Sie nur mühsam per Hand lösen, entweder mit Hilfe eines Elektroschabers oder mit einem Spachtel.

Wichtig: Reste, die an der Decke verbleiben, müssen abgeschliffen werden! Der Untergrund muss glatt sein, sonst drücken sich die Unebenheiten durch die Tapete, und man hat den Eindruck, es seien lauter Luftblasen vorhanden – kein schönes Ergebnis. Gleiches gilt für Putzschäden oder vorhandene Bohrlöcher, die unter der alten Tapete zum Vorschein kommen: Sie müssen mit Reparaturspachtel ausgebessert und geglättet werden.

Alte Tapeten lassen sich verhältnismäßig gut lösen, wenn Sie einige Spritzer Spüli in einen Eimer Wasser geben und damit die Wand nässen. Tapetenlöser eignen sich auch hervorragend und können oft in geringerer Dosierung ins Wasser gegeben werden, als auf der Packung angegeben. Hier können Sie nur ausprobieren und ggf. nachdosieren.

Wasser und Dampf dringen natürlich besser in die Tapete ein, wenn Sie sie vorher perforieren. Dafür stehen Werkzeuge zur Verfügung, die alle ähnlich aussehen, von den Anbietern aber die verschiedensten Namen bekommen: Stachelwalze, Nagelwalze, Tapetenigel, Tapetenwolf, Tapetentiger – nein, der sieht ein wenig anders aus: Ein Tapetentiger hat drei rotierende Perforierköpfe mit selbstschärfenden Rädchen.

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Quelle: selbst ist der Mann

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