Holz verleimen Video: Holzverbindungen einfacher verleimen

Holz verleimen klingt so einfach – ist es auch, wenn man bei der Verwendung von Holzleim ein paar Regeln befolgt. Wenn Sie diese Tischler-Tipps beim Verleimen von Holz befolgen, werden Sie stabile und dauerhafte holzverbindungen herstellen können. Unser Video zeigt zudem, wie Sie das Verrutschen der Werktücke beim Verleimen unterbinden.

Holzleim (wegen seiner Farbe auch Weißleim genannt) ist ideal zum Verleimen von Holz: Es besteht aus Polyvinylacetat, das zu leichteren Verarbeitung mit Wasser verdünnt wurde, aber selbst wasserunlöslich ist. Verdunstet das Anmachwasser, trocknet Holzleim fest aus. Weil Holzleim eine geringe Anfangshaftung bzw. eine lange Offenzeit bietet, können Klebestellen noch lange Zeit korrigiert werden, um z. B. die Passung der Bauteile zu verbessern.

Holz verleimen

Für gute Klebeergebnisse ist es unbedingt erforderlich beim Holzverleimen Druck aufzubauen: Entweder Sie setzen das Werkstück mit Zwingen unter Druck oder – gerade bei größeren Werkstücken – Sie nutzen Spanngurte, um bis zum Abbinden des Holzleims einen hohen Anpressdruck auf der Klebefläche sicherzustellen. Praxistipp: Um bei weichen Hölzern Druckstellen zu vermeiden, sollten Sie bei Schraubzwingen Unterleghölzer verwenden. Kantenschützer können beim Einsatz von Spanngurten sinnvoll sein.

 

Anleitung: Holz leimen

  • Holz verleimen
    Holzfeuchte beachten: Vor der Verleimen sollte das Holz unter ähnlickem Klima (Wärme/Feuchte) gelagert und verarbeitet werden, wie bei der zukünftigen Nutzung zu erwarten ist, um ein Quellen/Schwinden möglichst gering zu halten.
  • Holzleim auftragen: Geben Sie den Leim einseitig (also nur auf eine der zwei zu verklebenden Bauteile) auf und verteilen den Kleber mit einem Spatel vollflächig. Nur bei starkt saugenden Untergründen ist ein beidseitiger Leimauftrag sinnvoll.
  • Klebestelle unter Druck setzen: Ist der Leim aufgetragen, fügen Sie die Bauteile passgenau zusammen und verpressen das Werkstück mit Zwingen oder Spanngurten.
  • Praxistipp: Senken Sie vor dem Veleimen von Holz die Raumtemperatur in der Werkstatt. So verlängern Sie die Offenzeit des Holzleims und gewinnen wertvolle Zeit zum Positionieren und Nachjustieren der Werkstücke bzw. für das Setzen der Schraubzwingen.
  • Entfernen Sie die Spannwerkzeuge erst, wenn der Leim vollständig abgebunden hat.
 

Nageltrick fürs Verleimen

Damit beim Verleimen von Holzbauteilen nichts verrutscht, kann man den "Nageltrick" anwenden. Dabei werden kleine Drahtstifte in den zu verleimenden Teil geschlagen und die Köpfe der Nägel entfernt. Angewendet wird dieser vor allem bei stumpfen Verleimungen, bei denen die Holzbauteile keine sonstigen Verbindungspunkte aufweisen, die ein Aufschwimmen beim Verpressen verhindern. Wie Sie mit dem Nageltrick Ihre Ergebnisse beim Holz leimen verbessern, zeigt das Video Schritt für Schritt.

Quelle: selbst ist der Mann

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