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Hochbeet mit Frühbeet-Funktion

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Nach den Praxiserfahrungen eines ersten Hochbeets mit Frühbeetaufsatz in 2014 habe ich versucht,
mit der 2. Generation eine noch gärtnertauglichere Bauform zu realisieren, die auch unseren rustikalen Wetterbedingungen auf 700m Meereshöhe standhält.
Meine Anforderungsliste:
• Einfach und preiswert herzustellen, ohne Spezialmaschinen (z.B. Tischkreissäge oder Oberfräse)
• Langlebig und modular reparierbar
• Sturmsicher, Schutz vor Wühlmäusen und Schnecken
• Leicht veränderbar hinsichtlich Wetter, Jahreszeiten, Temperaturen und Sonnenintensität
• Abmessungen orientieren sich an den verwendeten Materialien und Versandgrößen
• Möglichst viel Holzkonstruktion, wenig Alu-Profile
• Integrierte Beschattung, Deckel wahlweise platzsparend verstaubar

Die Vorbereitung der Beetfläche umfasst das Planieren und Ausheben von Drainagelöchern, die mit Kiesel aufgefüllt werden. Darüber ein verzinktes Maschendrahtgitter, das seitlich wie eine Wanne hochgebogen wird.
Als Seitenbretter kamen sägerauhe Fichtenbretter zum Einsatz, die ich von Freunden umsonst erhielt.
Die raue Oberfläche des Holzes hindert Schnecken am Hochwandern ins Beet!
Die Eckpfosten wurden aus Lärchenvierkanthölzern (50x50 mm) gefertigt. Die kniffligste Arbeit war das Einfräsen von Nuten (7-8mm breit, 10 mm tief) in die Eckpfosten. Mithilfe einer Handkreisäge
und entsprechenden Führungsschienen wurde dies bewerkstelligt. Zur besseren Ausrichtung bei der
Aufstellung des Beetrahmens wurden die Eckpfostenfüsse mit verstellbaren Gewindestangen versehen. Die untersten Bretter berühren den Boden nicht und verrotten dadurch nicht so schnell.
Die Seitenbretter wurden stumpf mit langen Edelstahlschrauben an den Eckpfosten befestigt.
Zur Vermeidung einer Ausbeulung durch den Erdreichdruck sind zwei verzinkte Gewindestangen M4 eingezogen, die durch einen PVC-Schlauch korrosionsgeschützt sind.
Die Holzkonstruktion wurde innen mit einer braunen Noppenfolie verkleidet, isoliert etwas und schützt das Holz vor Nässe.

Die Nuten dienen der Aufnahme von 6 mm starken Stegplatten ( z.B. Makrolon Multi UV ) bei denen mit Ausnahme des Deckels kein Alurahmen erforderlich ist. Diese transparente „Umrahmung“ des Frühbeets lässt sich so in den Nuten absenken und der Luftaustausch je nach Witterung regulieren.
Der Deckel wird über ein „Spezialscharnier“ bis hin zur Senkrechten geklappt und kann komplett entlang der Rückwand versenkt werden. Das Aufstellen des Deckels wird mit 8 mm Alurohren ermöglicht, die mit Hilfe einer Klemmvorrichtung in jeder Stellung windsicher arretierbar ist.
Zur Verstärkung des Deckels werden Alu U-profile 20x10x20x2 mm eingesetzt, in deren Nut die Stegplatten mit 6 mm Stärke genau passen. An den Schnittkanten der Stegplatten müssen die Hohlkammern mit Silikon sorgfältig abgedichtet werden, um unschönen Wassereintritt zu verhindern.
Alle verwendeten Metallteile sind entweder aus Alu oder aus Edelstahl, um Rost zu vermeiden.
Wie auf den Bildern ersichtlich, trägt der Deckel noch eine PVC-Winkelschiene, die das Regenwasser in eine Ecke leitet, von wo aus es in einer Regentonne aufgefangen werden kann.

Die Maße des Hochbeets werden in erster Linie durch Paketdienstleister bestimmt, was zunächst verblüffend klingt,
aber bei der Bestellung von Aluprofilen bis 200cm sind diese auf dem Postweg günstig, darüber hinaus ist es als Sperrgut deutlich teurer. Die Stegplatten sind bei einer Größe von 250 x 98 cm unter
30 EUR in Baumärkten erhältlich und bestimmen damit auch die Breite des Hochbeets. Mit einer gewissen Dachschräge mit Dachüberhang sind 90 cm außen noch vertretbar. Innen verbleiben damit 80 cm Tiefe, was ergonomisches Arbeiten ohne Rückenschmerzen ermöglicht.
Die Oberkante des Holzrahmens liegt bei ca. 80 cm, die Dachkante vorne ist 100 cm und hinten 130 cm hoch, so dass mit bis zu 60cm Innenhöhe auch größere Pflanzen eine Chance haben, nicht eingeklemmt zu werden.

Über die richtige Befüllung eines Hochbeets kann man sich im Internet kundig machen.
mindestens alle 4-6 Jahre sollte der Schichtaufbau neu erfolgen. Durch Lösen von 12 Schrauben kann eine Längswand bis auf das unterste Brett entfernt werden und so das Füllmaterial leichter gewechselt werden.
Bei allen von innen verschraubten Hochbeeten ist dies nicht mehr möglich.
Durch die Ausdehnung des Holzes in nassem Zustand ändert sich die Länge
um bis zu 1 cm, dies ist beim Zusammenbau der Aluprofile zu berücksichtigen!

Icon Schwierigkeitsgrad Machbar
Icon Kosten 100 - 250 €
Icon Zeitaufwand Über 4 Tage
Icon Insgesamt benötigte Personen 1 Person

Checkliste Werkzeug

Stichsäge, Handkreissäge, Bohrständer, Gewindeschneider M4 und M8

Checkliste Material

Fichten- und Lärchenholz, Alu-Profile, Edelstahlschrauben (Torx)

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